Experten zählen das Trio aus Schweden bereits seit Mitte der 90er-Jahre zur Speerspitze der europäischen Elektroszene. Fünf Jahre nach "Skyshaper", ihrem letzten Studioalbum, melden sich Covenant mit "Modern Ruin" (Synthetic Symphony/SPV) zurück. Das Werk wirkt komplex und ist dennoch zugänglicher als die Vorgänger.
Die lange Produktionszeit erklärt Keyboarder und Komponist Joakim Montelius vor allem mit dem Ausscheiden von Gründungsmitglied Clas Nachmanson, der die Band 2007 verließ. Mit Daniel Myer, einem alten Freund, der mit den Gruppen Haujobb und Architect bekannt wurde, habe die Formation allerdings einen perfekten Ersatz gefunden. Nach dem Ende ihrer fast zwei Jahre andauernden Tournee, die es ausführlich auf dem DVD/CD-Livealbum "In Transit" dokumentierte, stürzte sich das verbleibende Trio dann in die Arbeit. "Wir sammelten eine Menge Ideen und Songskizzen", sagt Joakim Montelius. "In den vergangenen Jahren haben wir zwischen Leipzig, wo Daniel wohnt, Malmö, wo Eskil Simonsson lebt, und Helsingborg fleißig Files getauscht." Den Feinschliff verpassten sie den Songs im bandeigenen Studio in Helsingborg. Die Arbeit, die Covenant in die Fertigstellung von "Modern Ruin" gesteckt haben, hat sich jedoch gelohnt. Mit Stücken wie "Judge Of My Domain" und "The Beauty And The Grace" liefert die Band einige der stärksten Kompositionen ihrer Geschichte ab, die mit hämmernden Beats und verführerischen Melodien angereichert sind. Im Vergleich zum vorigen Album haben sich Covenant also deutlich weiterentwickelt, ohne dabei über das Ziel hinauszuschießen.
"Eine Band, die so lange unterwegs ist wie wir, entwickelt eine eigene Persönlichkeit, einen eigenen unverwechselbaren Sound. Und den darf man nicht einfach leichtfertig aufs Spiel setzen", erklärt Joakim Montelius. "Ich glaube, es ist uns auf dem neuen Album sehr gut gelungen, neue Elemente zu integrieren, zugleich aber auch den typischen Covenant-Sound zu bewahren." Zu den herausragenden Stücken auf "Modern Ruin" zählt das zusammen mit der Formation Necro Facility eingespielte Lied "Lightbringer", das bereits im Oktober 2010 als EP veröffentlicht wurde. "Der Song ist aus einer Zusammenarbeit von Eskil Simonsson und Oscar Holter von Necro Facility entstanden", sagt Joakim Montelius. "Oscar hatte ihn eigentlich für seine eigene Band geschrieben. Eskil spielte uns das Stück vor, ohne zu verraten, von wem es ist. Wir waren sofort davon begeistert und konnten Oscar schließlich dazu überreden, es uns für unser Album und die Single zu überlassen." Für Covenant war das ein Geschenk des Himmels, denn man stand gerade vor einer schwierigen Entscheidung: "Wir hatten zwar jede Menge Material fertiggestellt, aber es war kein Song dabei, der als Single funktioniert hätte."
Auf ein übergreifendes Konzept verzichteten Covenant diesmal zwar, der Albumtitel "Modern Ruin" zeige aber sehr deutlich, auf was die Band anspielt, findet Montelius. "Er passt perfekt zur Musik und zur Stimmung der elf Songs." Covenant wollen in den kommenden Monaten ihr siebtes Studioalbum ausführlich live vorstellen - allerdings ohne Joakim Montelius, der sich um seine Familie und seine Tochter kümmern will. "Deshalb habe ich beschlossen, nicht mehr mit auf Tournee zu gehen."
Norbert Schiegl
Experten zählen das Trio aus Schweden bereits seit Mitte der 90er-Jahre zur Speerspitze der europäischen Elektroszene. Fünf Jahre nach "Skyshaper", ihrem letzten Studioalbum, melden sich Covenant mit "Modern Ruin" (Synthetic Symphony/SPV) zurück. Das Werk wirkt komplex und ist dennoch zugänglicher als die Vorgänger.
Die lange Produktionszeit erklärt Keyboarder und Komponist Joakim Montelius vor allem mit dem Ausscheiden von Gründungsmitglied Clas Nachmanson, der die Band 2007 verließ. Mit Daniel Myer, einem alten Freund, der mit den Gruppen Haujobb und Architect bekannt wurde, habe die Formation allerdings einen perfekten Ersatz gefunden. Nach dem Ende ihrer fast zwei Jahre andauernden Tournee, die es ausführlich auf dem DVD/CD-Livealbum "In Transit" dokumentierte, stürzte sich das verbleibende Trio dann in die Arbeit. "Wir sammelten eine Menge Ideen und Songskizzen", sagt Joakim Montelius. "In den vergangenen Jahren haben wir zwischen Leipzig, wo Daniel wohnt, Malmö, wo Eskil Simonsson lebt, und Helsingborg fleißig Files getauscht." Den Feinschliff verpassten sie den Songs im bandeigenen Studio in Helsingborg. Die Arbeit, die Covenant in die Fertigstellung von "Modern Ruin" gesteckt haben, hat sich jedoch gelohnt. Mit Stücken wie "Judge Of My Domain" und "The Beauty And The Grace" liefert die Band einige der stärksten Kompositionen ihrer Geschichte ab, die mit hämmernden Beats und verführerischen Melodien angereichert sind. Im Vergleich zum vorigen Album haben sich Covenant also deutlich weiterentwickelt, ohne dabei über das Ziel hinauszuschießen.
"Eine Band, die so lange unterwegs ist wie wir, entwickelt eine eigene Persönlichkeit, einen eigenen unverwechselbaren Sound. Und den darf man nicht einfach leichtfertig aufs Spiel setzen", erklärt Joakim Montelius. "Ich glaube, es ist uns auf dem neuen Album sehr gut gelungen, neue Elemente zu integrieren, zugleich aber auch den typischen Covenant-Sound zu bewahren." Zu den herausragenden Stücken auf "Modern Ruin" zählt das zusammen mit der Formation Necro Facility eingespielte Lied "Lightbringer", das bereits im Oktober 2010 als EP veröffentlicht wurde. "Der Song ist aus einer Zusammenarbeit von Eskil Simonsson und Oscar Holter von Necro Facility entstanden", sagt Joakim Montelius. "Oscar hatte ihn eigentlich für seine eigene Band geschrieben. Eskil spielte uns das Stück vor, ohne zu verraten, von wem es ist. Wir waren sofort davon begeistert und konnten Oscar schließlich dazu überreden, es uns für unser Album und die Single zu überlassen." Für Covenant war das ein Geschenk des Himmels, denn man stand gerade vor einer schwierigen Entscheidung: "Wir hatten zwar jede Menge Material fertiggestellt, aber es war kein Song dabei, der als Single funktioniert hätte."
Auf ein übergreifendes Konzept verzichteten Covenant diesmal zwar, der Albumtitel "Modern Ruin" zeige aber sehr deutlich, auf was die Band anspielt, findet Montelius. "Er passt perfekt zur Musik und zur Stimmung der elf Songs." Covenant wollen in den kommenden Monaten ihr siebtes Studioalbum ausführlich live vorstellen - allerdings ohne Joakim Montelius, der sich um seine Familie und seine Tochter kümmern will. "Deshalb habe ich beschlossen, nicht mehr mit auf Tournee zu gehen."
Norbert Schiegl