Vier Jahre sind seit dem letzten Album, "12", von Herbert Grönemeyer vergangen, das fünf Wochen auf Rang eins der MusikWoche Top 100 Longplay stand. Nun erscheint "Schiffsverkehr" in bewährter Grönemeyer-Tradition und untermauert die Ausnahmestellung des Künstlers in Deutschland.
Nachdem Herbert Grönemeyer im vergangenen Jahr die Arbeiten zum Soundtrack von Anton Corbijns Thriller "The American" geschickt als Aufwärmphase genutzt hat, geht er auf seinem 13. Studioalbum, eingespielt unter der Regie von Alex Silva in London, Stockholm, Berlin und New York, gleich in die Vollen.
Die elf Stücke werden auch diesmal durch seine unverwechselbare Stimme und den teils schwierigen Texten zu echten Grönemeyern, doch gleichzeitig sind die Arrangements auf der Höhe der Zeit. Der Titelsong ist eine kompakte und moderne Hymne, unterlegt mit einem wuchtigen Beat und geheimnisvollen Elektronikklängen. Nicht weniger spannend klingen die folgenden Nummern wie "Kreuz meinen Weg" und der geradezu beschwingt dahingleitende Track "Fernweh", bevor Grönemeyer beim Song "Unfassbarer Grund" und der mit Streicherklängen veredelten Ballade "Deine Zeit" das Tempo deutlich reduziert.
Und selbst vor kontrovers diskutierten Themen wie dem Krieg in Afghanistan und dem seltsamen Umgang der Deutschen damit schreckt Herbert Grönemeyer nicht zurück. Der Titel "Auf dem Feld" offenbart einen verstörenden Blick in seelische Abgründe und ist ohne Frage der dramaturgische Höhepunkte eines auch musikalisch überzeugenden Albums.
Norbert Schiegl
Vier Jahre sind seit dem letzten Album, "12", von Herbert Grönemeyer vergangen, das fünf Wochen auf Rang eins der MusikWoche Top 100 Longplay stand. Nun erscheint "Schiffsverkehr" in bewährter Grönemeyer-Tradition und untermauert die Ausnahmestellung des Künstlers in Deutschland.
Nachdem Herbert Grönemeyer im vergangenen Jahr die Arbeiten zum Soundtrack von Anton Corbijns Thriller "The American" geschickt als Aufwärmphase genutzt hat, geht er auf seinem 13. Studioalbum, eingespielt unter der Regie von Alex Silva in London, Stockholm, Berlin und New York, gleich in die Vollen.
Die elf Stücke werden auch diesmal durch seine unverwechselbare Stimme und den teils schwierigen Texten zu echten Grönemeyern, doch gleichzeitig sind die Arrangements auf der Höhe der Zeit. Der Titelsong ist eine kompakte und moderne Hymne, unterlegt mit einem wuchtigen Beat und geheimnisvollen Elektronikklängen. Nicht weniger spannend klingen die folgenden Nummern wie "Kreuz meinen Weg" und der geradezu beschwingt dahingleitende Track "Fernweh", bevor Grönemeyer beim Song "Unfassbarer Grund" und der mit Streicherklängen veredelten Ballade "Deine Zeit" das Tempo deutlich reduziert.
Und selbst vor kontrovers diskutierten Themen wie dem Krieg in Afghanistan und dem seltsamen Umgang der Deutschen damit schreckt Herbert Grönemeyer nicht zurück. Der Titel "Auf dem Feld" offenbart einen verstörenden Blick in seelische Abgründe und ist ohne Frage der dramaturgische Höhepunkte eines auch musikalisch überzeugenden Albums.
Norbert Schiegl