In China inspiriert Lang Lang Millionen Kinder zum Klavierspielen, in Europa bekam er wegen seiner Showeinlagen den Spitznamen "Bang Bang" verpasst. Nun zeigt er mit dem ersten Klavierkonzert von Franz Liszt, wo seine Stärken liegen. So bringt der Pianist klassische Musik einem breiten Publikum nahe.
Lang Lang kam über die Musik von Franz Liszt zum Klavierspielen, wie man immer wieder lesen kann. Es war die "Ungarische Rhapsodie Nr. 2" in einer Trickfilmfolge von "Tom und Jerry". Dieses Stück findet sich zwar nicht auf "Liszt My Piano Hero", dafür aber die "Ungarischen Rhapsodien Nr. 6 und 12" sowie sieben weitere Kleinode von Lang Langs "Klavierhelden". Den Schlusspunkt des Programms setzt er mit dem ersten Klavierkonzert in einer Aufnahme aus dem Wiener Musikverein mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Valerie Gergiev.
So entstand ein eingängiges Liszt-Album, was bei den komplexen Kompositionen des Ungarn nicht selbstverständlich ist; das Klavier perlt, plätschert und singt, und dazu tragen Stücke wie der "Liebestraum Nr. 3" oder das "Ave Maria" nach Franz Schubert bei. Lang Lang serviert halt "Liszt light" - ein Einstiegsalbum in die Welt des Klaviervirtuosentums.
Dabei fehlt es nicht an Leidenschaft wie in "La Campanella" aus den "Grandes Etudes de Paganini", in deren Finale der 29-jährige Tastenfeuerwerker zeigt, dass er den Status des chinesischen Superstars zu Recht hat. Als Highlight des Albums kann Liszts Klavierkonzert gelten: Hier sucht Lang Lang eher die leisen Töne, ohne sich in ausladenden Phrasierungen zu verlieren. Dirigent Gergiev bietet ihm wohltemperiertes Geleit, bevor er ihm im Schlusssatz in den atemberaubenden Läufen freie Bahn lässt. Das Konzert steht bei den Salzburger Fest-spielen 2011 auf dem Programm, die Aufführungen des Publikumsmagneten sind bereits ausverkauft.
Birgit Schlinger
In China inspiriert Lang Lang Millionen Kinder zum Klavierspielen, in Europa bekam er wegen seiner Showeinlagen den Spitznamen "Bang Bang" verpasst. Nun zeigt er mit dem ersten Klavierkonzert von Franz Liszt, wo seine Stärken liegen. So bringt der Pianist klassische Musik einem breiten Publikum nahe.
Lang Lang kam über die Musik von Franz Liszt zum Klavierspielen, wie man immer wieder lesen kann. Es war die "Ungarische Rhapsodie Nr. 2" in einer Trickfilmfolge von "Tom und Jerry". Dieses Stück findet sich zwar nicht auf "Liszt My Piano Hero", dafür aber die "Ungarischen Rhapsodien Nr. 6 und 12" sowie sieben weitere Kleinode von Lang Langs "Klavierhelden". Den Schlusspunkt des Programms setzt er mit dem ersten Klavierkonzert in einer Aufnahme aus dem Wiener Musikverein mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Valerie Gergiev.
So entstand ein eingängiges Liszt-Album, was bei den komplexen Kompositionen des Ungarn nicht selbstverständlich ist; das Klavier perlt, plätschert und singt, und dazu tragen Stücke wie der "Liebestraum Nr. 3" oder das "Ave Maria" nach Franz Schubert bei. Lang Lang serviert halt "Liszt light" - ein Einstiegsalbum in die Welt des Klaviervirtuosentums.
Dabei fehlt es nicht an Leidenschaft wie in "La Campanella" aus den "Grandes Etudes de Paganini", in deren Finale der 29-jährige Tastenfeuerwerker zeigt, dass er den Status des chinesischen Superstars zu Recht hat. Als Highlight des Albums kann Liszts Klavierkonzert gelten: Hier sucht Lang Lang eher die leisen Töne, ohne sich in ausladenden Phrasierungen zu verlieren. Dirigent Gergiev bietet ihm wohltemperiertes Geleit, bevor er ihm im Schlusssatz in den atemberaubenden Läufen freie Bahn lässt. Das Konzert steht bei den Salzburger Fest-spielen 2011 auf dem Programm, die Aufführungen des Publikumsmagneten sind bereits ausverkauft.
Birgit Schlinger