Die 2006 gegründete Formation Luxuslärm konnte sich ohne die Unterstützung einer großen Plattenfirma dauerhaft in der deutschen Musikszene etablieren. Von ihren ersten beiden Alben, "1000 km bis zum Meer" (2008) und "So laut ich kann" (2010), verkaufte die Band mehr als 100.000 Einheiten. Auf "Carousel" (Die Opposition/Intergroove) steigern sich Luxuslärm musikalisch noch einmal deutlich.
Den Sprung vom Geheimtipp zur etablierten Band haben Luxuslärm in den vergangenen drei Jahren mühelos gemeistert. Trotzdem stand die Formation bei den Aufnahmen zu ihrem dritten Album, "Carousel", vor der größten Herausforderung ihrer Geschichte: Denn mit Gitarrist Henrik Oberbossel, Keyboarder David Rempel und Bassist Eugen Urlacher verließen gleich drei Mitglieder die Band. "Wir sind nicht im Streit auseinandergegangen", stellt Sängerin Janine Meyer klar. "Schlagzeuger Jan und ich wussten schon länger, dass Die drei gern studieren oder sich mehr ihren Familien widmen wollten. Wir hatten die Entscheidung allerdings immer weiter vertagt, da es in den letzten zwei Jahren sehr gut lief."
Die Trennung fiel den Bandmitgliedern nicht leicht, da alle zusammen Luxuslärm mit viel Teamarbeit in die heutige gute Situation gebracht hatten. "Die Gründe für den Ausstieg waren absolut nachvollziehbar. Wir haben lange überlegt, ob es noch andere Möglichkeiten gibt, um in der bestehenden Besetzung weiterzumachen." Letztlich trennten sie sich aber doch in gegenseitigem Einvernehmen. Schlagzeuger Jan Zimmer und Sängerin Janine Meyer mussten sich also drei neue Mitstreiter suchen - was relativ schnell und ohne große Verzögerung gelang, nicht zuletzt dank der guten Kontakte, die sie in der Vergangenheit aufgebaut hatten. Das dritte Album spielten die beiden allerdings mit befreundeten Studiomusikern ein. "Wir wollten einfach einen ganz sauberen Schnitt machen und entschieden uns deshalb für diese Vorgehensweise", erklärt Janine Meyer.
Geschadet hat es jedenfalls nicht. Luxuslärm präsentieren sich auf "Carousel" in bestechender Form und liefern mit Songs wie der Single "Atemlos", "Irgendwo da draußen" oder "Der beste Tag meines Lebens" einige potenzielle Hits ab. "Im Moment sind wir gerade dabei, die neuen Titel zu proben", sagt Janine Meyer. Ihr ist dabei besonders wichtig, dass die drei neuen Musiker - Gitarrist Freddy Hau, Keyboarder Christian Besch und Bassist David Müller - ihren eigenen Stil mit einbringen. "Sie sollen sich so weit wie möglich frei austoben können, aber es soll natürlich weiterhin wie Luxuslärm klingen. Das ist eine interessante Aufgabe, und wir wachsen alle daran." Erstmals spielte die Band Anfang September in der neuen Besetzung live. "Wir wurden von den Fans sehr gut aufgenommen. Ein schönes Erlebnis." Trotz der schwierigen Produktionsbedingungen zeigt sich die Sängerin mit dem dritten Longplayer zufrieden: "Das ist das vielfältigste Album, das wir bis jetzt eingespielt haben, und ich bin froh, dass die neuen Songs so gut angenommen werden. Ich freue mich schon, die Platte im Herbst endlich ausführlich live vorzustellen."
Die "Irgendwo da draußen"- Tournee von Luxuslärm startet am 10. November in Köln und endet nach Stationen unter anderem in Nürnberg, Dresden, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Hannover, Stuttgart und München am 17. Dezember in Hagen.
Norbert Schiegl
Die 2006 gegründete Formation Luxuslärm konnte sich ohne die Unterstützung einer großen Plattenfirma dauerhaft in der deutschen Musikszene etablieren. Von ihren ersten beiden Alben, "1000 km bis zum Meer" (2008) und "So laut ich kann" (2010), verkaufte die Band mehr als 100.000 Einheiten. Auf "Carousel" (Die Opposition/Intergroove) steigern sich Luxuslärm musikalisch noch einmal deutlich.
Den Sprung vom Geheimtipp zur etablierten Band haben Luxuslärm in den vergangenen drei Jahren mühelos gemeistert. Trotzdem stand die Formation bei den Aufnahmen zu ihrem dritten Album, "Carousel", vor der größten Herausforderung ihrer Geschichte: Denn mit Gitarrist Henrik Oberbossel, Keyboarder David Rempel und Bassist Eugen Urlacher verließen gleich drei Mitglieder die Band. "Wir sind nicht im Streit auseinandergegangen", stellt Sängerin Janine Meyer klar. "Schlagzeuger Jan und ich wussten schon länger, dass Die drei gern studieren oder sich mehr ihren Familien widmen wollten. Wir hatten die Entscheidung allerdings immer weiter vertagt, da es in den letzten zwei Jahren sehr gut lief."
Die Trennung fiel den Bandmitgliedern nicht leicht, da alle zusammen Luxuslärm mit viel Teamarbeit in die heutige gute Situation gebracht hatten. "Die Gründe für den Ausstieg waren absolut nachvollziehbar. Wir haben lange überlegt, ob es noch andere Möglichkeiten gibt, um in der bestehenden Besetzung weiterzumachen." Letztlich trennten sie sich aber doch in gegenseitigem Einvernehmen. Schlagzeuger Jan Zimmer und Sängerin Janine Meyer mussten sich also drei neue Mitstreiter suchen - was relativ schnell und ohne große Verzögerung gelang, nicht zuletzt dank der guten Kontakte, die sie in der Vergangenheit aufgebaut hatten. Das dritte Album spielten die beiden allerdings mit befreundeten Studiomusikern ein. "Wir wollten einfach einen ganz sauberen Schnitt machen und entschieden uns deshalb für diese Vorgehensweise", erklärt Janine Meyer.
Geschadet hat es jedenfalls nicht. Luxuslärm präsentieren sich auf "Carousel" in bestechender Form und liefern mit Songs wie der Single "Atemlos", "Irgendwo da draußen" oder "Der beste Tag meines Lebens" einige potenzielle Hits ab. "Im Moment sind wir gerade dabei, die neuen Titel zu proben", sagt Janine Meyer. Ihr ist dabei besonders wichtig, dass die drei neuen Musiker - Gitarrist Freddy Hau, Keyboarder Christian Besch und Bassist David Müller - ihren eigenen Stil mit einbringen. "Sie sollen sich so weit wie möglich frei austoben können, aber es soll natürlich weiterhin wie Luxuslärm klingen. Das ist eine interessante Aufgabe, und wir wachsen alle daran." Erstmals spielte die Band Anfang September in der neuen Besetzung live. "Wir wurden von den Fans sehr gut aufgenommen. Ein schönes Erlebnis." Trotz der schwierigen Produktionsbedingungen zeigt sich die Sängerin mit dem dritten Longplayer zufrieden: "Das ist das vielfältigste Album, das wir bis jetzt eingespielt haben, und ich bin froh, dass die neuen Songs so gut angenommen werden. Ich freue mich schon, die Platte im Herbst endlich ausführlich live vorzustellen."
Die "Irgendwo da draußen"- Tournee von Luxuslärm startet am 10. November in Köln und endet nach Stationen unter anderem in Nürnberg, Dresden, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Hannover, Stuttgart und München am 17. Dezember in Hagen.
Norbert Schiegl