Der Titel des jüngsten Albums des Hamburger Musikers grenzt an Koketterie. Denn Musikkenner haben Michy Reinckes Namen durchaus schon mal gehört - und sei es dank seines Hits "Taxi nach Paris" von 1984. Den Song hatte Reincke damals mit seiner Band Felix De Luxe aufgenommen. Inzwischen ist er längst als Solist unterwegs. Und auch wenn er den ganz großen Durchbruch bislang noch nicht geschafft hat, so hat er sich sehr wohl eine treue Fangemeinde erspielt, die Reincke nicht zuletzt wegen seiner sehr persönlichen Texte sehr schätzt.
Von seiner lyrischen Begabung legt auch das neue Album Zeugnis ab, mit dem der 52-Jährige das hohe Niveau der beiden Vorgängeralben ("Jetzt ist schön", 2009 und "Palais Salam", 2010) spielend hält. Stücke wie "Erzähl mir nicht, dass du nur tust, was man dir sagt" oder "Das schönste traurige Mädchen mit der schlechtesten Laune der Welt" machen allein durch die originellen Titel Lust, sich mit ihnen zu befassen.
Und auch die Musik, die sich hinter diesen und den elf weiteren Liedern auf der CD verbirgt, enttäuscht diese Erwartungen nicht. Wieder ist Reincke eine ansprechende Songsammlung zwischen Pop, Liedermacher und Chanson gelungen - mal lakonisch, mal melancholisch. Witzig ist dabei auch eine sympathische Coverversion von Joe Dassins "Oh, Champs-Elysées", das bei Reincke "Himmlische Felder" heißt. Dietmar Schwenger
Der Titel des jüngsten Albums des Hamburger Musikers grenzt an Koketterie. Denn Musikkenner haben Michy Reinckes Namen durchaus schon mal gehört - und sei es dank seines Hits "Taxi nach Paris" von 1984. Den Song hatte Reincke damals mit seiner Band Felix De Luxe aufgenommen. Inzwischen ist er längst als Solist unterwegs. Und auch wenn er den ganz großen Durchbruch bislang noch nicht geschafft hat, so hat er sich sehr wohl eine treue Fangemeinde erspielt, die Reincke nicht zuletzt wegen seiner sehr persönlichen Texte sehr schätzt.
Von seiner lyrischen Begabung legt auch das neue Album Zeugnis ab, mit dem der 52-Jährige das hohe Niveau der beiden Vorgängeralben ("Jetzt ist schön", 2009 und "Palais Salam", 2010) spielend hält. Stücke wie "Erzähl mir nicht, dass du nur tust, was man dir sagt" oder "Das schönste traurige Mädchen mit der schlechtesten Laune der Welt" machen allein durch die originellen Titel Lust, sich mit ihnen zu befassen.
Und auch die Musik, die sich hinter diesen und den elf weiteren Liedern auf der CD verbirgt, enttäuscht diese Erwartungen nicht. Wieder ist Reincke eine ansprechende Songsammlung zwischen Pop, Liedermacher und Chanson gelungen - mal lakonisch, mal melancholisch. Witzig ist dabei auch eine sympathische Coverversion von Joe Dassins "Oh, Champs-Elysées", das bei Reincke "Himmlische Felder" heißt. Dietmar Schwenger