Mit "Arbeit nervt!" lieferten Deichkind 2008 den perfekten Soundtrack zur Elektro-Rave-Revolution ab. Doch der unerwartete Tod ihres Produzenten und musikalischen Taktgebers Sebastian Hackert überschattete den Erfolg. Aber mit den zwölf höchst unterhaltsamen Songs auf "Befehl von ganz unten" zeigt die Formation aus Hamburg, dass sie den Verlust überwunden hat.
Auf dem ersten Album nach dem Tod von Sebastian Hackert setzen Deichkind in erster Linie auf musikalische Kontinuität und erlauben sich nur kleine Abweichungen vom bekannten und bewährten Konzept. Ihrem Elektro-Rave-Sound bleiben Deichkind also weitgehend treu, aber auf der Stelle treten sie damit noch lange noch nicht. Bereits der Opener, "Illegale Fans", zeigt, dass Deichkind auch 2012 meilenweit davon entfernt sind, sich womöglich selbst zu parodieren - es ist ein vielschichtiger Kommentar zu Realitäten des digitalen Zeitalters, die sich ständig verändern.
Schon mit diesem ersten Track erweist es sich, dass "Befehl von ganz unten" als Gesamtkunstwerk perfekt funktioniert. Das liegt nicht zuletzt an erstklassigen Songs wie "Partnerlook", der mit einem lässigen Elektro-Funk-Groove unterlegt ist, oder der melancholischen Pophymne "Der Mond ist tot", die einer der besten Titel ist, die Deichkind in ihrer Karriere bisher eingespielt haben.
Aber auch die Kraft tiefergelegter Dubstep-Bässe passt in Nummern wie "99 Bierkanister" problemlos zum Soundkonzept. Und wenn sich Deichkind dann beim Schlusstitel "Die rote Kiste" mit den Punk-Helden von Slime zusammentun, um gemeinsam ein Manifest gegen den grassierenden Stumpfsinn zu verfassen, bleibt niemand ungerührt.
Norbert Schiegl
Mit "Arbeit nervt!" lieferten Deichkind 2008 den perfekten Soundtrack zur Elektro-Rave-Revolution ab. Doch der unerwartete Tod ihres Produzenten und musikalischen Taktgebers Sebastian Hackert überschattete den Erfolg. Aber mit den zwölf höchst unterhaltsamen Songs auf "Befehl von ganz unten" zeigt die Formation aus Hamburg, dass sie den Verlust überwunden hat.
Auf dem ersten Album nach dem Tod von Sebastian Hackert setzen Deichkind in erster Linie auf musikalische Kontinuität und erlauben sich nur kleine Abweichungen vom bekannten und bewährten Konzept. Ihrem Elektro-Rave-Sound bleiben Deichkind also weitgehend treu, aber auf der Stelle treten sie damit noch lange noch nicht. Bereits der Opener, "Illegale Fans", zeigt, dass Deichkind auch 2012 meilenweit davon entfernt sind, sich womöglich selbst zu parodieren - es ist ein vielschichtiger Kommentar zu Realitäten des digitalen Zeitalters, die sich ständig verändern.
Schon mit diesem ersten Track erweist es sich, dass "Befehl von ganz unten" als Gesamtkunstwerk perfekt funktioniert. Das liegt nicht zuletzt an erstklassigen Songs wie "Partnerlook", der mit einem lässigen Elektro-Funk-Groove unterlegt ist, oder der melancholischen Pophymne "Der Mond ist tot", die einer der besten Titel ist, die Deichkind in ihrer Karriere bisher eingespielt haben.
Aber auch die Kraft tiefergelegter Dubstep-Bässe passt in Nummern wie "99 Bierkanister" problemlos zum Soundkonzept. Und wenn sich Deichkind dann beim Schlusstitel "Die rote Kiste" mit den Punk-Helden von Slime zusammentun, um gemeinsam ein Manifest gegen den grassierenden Stumpfsinn zu verfassen, bleibt niemand ungerührt.
Norbert Schiegl