Halbe Treppe
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Produktinformationen

Details
EAN / ISBN-134042564154535
Bildformat1:1,85/16:9
DarstellerSteffi Kühnert (Ellen), Gabriela Maria Schmeide (Katrin), Thorsten Merten (Christian), Axel Prahl (Uwe), Julia Ziesche (Julia), Jens Graßmehl (Jens), Mascha Rommel (Mascha), Gregor Ziesche (Gregor), Christine Schorn (Frau i.d. Parfümerie), Miro De Vittoris (Bauunternehmer), Eberhard Urban (Eberhard), Ralf Schönknecht (Schöni), Doris Schlingmann (Doris), Knut Elstermann (Knut), André Schneider (Nachrichtensprecher), Janko Brett, Torsten Thiem, Martina Pach, Frank Fuhrmann, Joanna Zaremba, Jaqueline Röstel, Carmen Engler, Martin Stoffer
SystemDVD
HerausgeberALIVE AG
HauptbeschreibungDer Große Preis der Jury der Berlinale 2002 ist die verdiente Bestätigung der Filmarbeit von Andreas Dresen, der die in "Nachtgestalten" (Silberner Bär 1999 für Hauptdarsteller Michael Gwisdek; Deutscher Filmpreis 1999) und "Die Polizistin" (Grimme-Preis 2001) begonnen realistischen, liebe- und humorvollen Blicke auf die bittersüßen Probleme kleiner Leute mit Plattenbau-Gestalten aus Frankfurt/Oder fortsetzt und mit Digitalkamera, kleiner Crew, weitgehend improvisiertem Drehbuch und vier hervorragenden Schauspielern beste Ergebnisse erzielte. Die titelgebende "Halbe Treppe", Imbissbude unter Plastikzelt auf einem Parkgang, gehört Uwe (Axel Prahl), der über der Arbeit Ehefrau Ellen (Steffi Kühnert), die in einer Parfümerie jobbt, und die Kinder vergisst. Die beiden sind befreundet mit dem kinderlosen und ebenfalls Mittdreißigerehepaar Chris (Thorsten Merten), Radiomoderator im Funkturm, und Katrin ("Polizistin" Gabriela Maria Schmeide), die an der Grenze nach Polen Trucks auf ihre Stellplätze einweist, und die sich im Bett nicht mehr viel zu sagen haben. Man amüsiert sich bei typisch deutschen Dia-Abenden, jagt dem entflohenen Wellensittich nach und hat sich mehr oder weniger in der "Hälfte des Lebens" auf halber Treppe abgeschliffen. Als Chris mit Ellen fremdgeht, hat der Seitensprung ungeahnte Folgen, führt zu Verletzungen, neuen Sichtweisen, Bilanzen und spurtet ohne Happy End zu neuen Anfängen unter anderen Vorzeichen. Wie in den vorherigen Filmen ist Dresens Milieugenauigkeit stupend, ist sein Blick für die Szenen zweier Ehen zwischen Spülsteinrealismus, Ikea-Möbeln und Eisbeinstücken in der Badewanne prägnant und leider nur zu stimmig. Der Wortwitz kommt aus der guten alten Kaurismäki-Schule für geborene Verlierer und deren Sprachlosigkeit, die Komik mit eingebauter Tragik produziert: echt lebensnah. Dresen folgt den Krisengebeutelten hautnah per Digitalvideo und schafft lauter Wiedererkennungsmöglichkeiten. Ungleichgewichte in der Sympathieverteilung werden durch die Wirklichkeitsnähe aufgehoben, und das Inflagranti-Erwischen ist selten so kurios gefilmt worden. Der Preis für das vitale Stück deutschen Kinos, ehrlicher als der verstiegen exponierte "Felsen" und nicht so kunstgewerblich wie "Heaven", sollte Dresen über die Arthaus-Programmierung hinaus helfen. Mit der Berliner Folk-Gruppe 17 Hippies (Töne irgendwo zwischen Balkan und Schottland) gibt es zudem einen herrlichen musikalischen Running Gag. ger.
ProduktionslandDeutschland
RegieAndreas Dresen
UntertitelEnglisch/Französisch/Spanisch/Dt. f. Hörg.
Produktionsjahr2002
Anzahl pro Packung1
Altersfreigabe12
Erscheinungsdatum 18.09.2015
AuszeichnungenDeutscher Filmpreis 2002 (Kategorie "Filmpreis in Silber")Internationale Filmfestspiele in Berlin 2002 (Kategorie "Silberner Bär, Großer Preis der Jury")
SpracheDeutsch DD 5.1/Dt. f. Sehg.

Kundenbewertungen Komödie

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