Cherry Falls - Sex oder stirb [Special Edition]
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Produktinformationen

Details
EAN / ISBN-134020628858292
Bildformat1:1,85/16:9
DarstellerMichael Biehn (Sherrif Brent Marken), Brittany Murphy (Jody Marken), Jay Mohr (Leonard Marliston), Gabriel Mann (Kenny), Joe Inscoe (Tom Sisler), Keram Malicki-Sanchez (Timmy), Natalie Ramsey (Sandy), Candy Clark (Marge Marken), Amanda Anka (Mina), Clementine Ford (Annette), Caroline Perreyclear (Jan), Rick Forrester (Deputy Beau), DJ Qualls (Wally), Rand Courtney (Dennis), Colin Fickes (Dino), Michael Weston, Danny Scalf
SystemDVD
HerausgeberKoch Films
HauptbeschreibungZu den ehernen Gesetzen jedes rechtschaffenen Horrorfilms aus dem Subgenre-Schubladenfach "Slasher Movie" gehört, dass sexuell aktive Teenager stets und unausweichlich mit durchschnittenen Hälsen oder vergleichbar drastischen Mitteln bestraft werden müssen. In seinem schmutzig-kleinen und auch deshalb grundsympathischen US-Debüt stellt der Australier Geoffrey Wright ("Romper Stomper") die Regeln aus den Reagan-Ära-Tagen von "Freitag der 13." und "Prom Night" genussvoll auf den Kopf. Weil er in seinem augenzwinkernden Schocker, der sich liebevoll wissend den Parametern des Genres verschreibt und damit präventiv die Schwächen des formelhaften Drehbuchs aushebelt, auch noch auf die fabelhafte Brittany Murphy ("Durchgeknallt - Girl, Interrupted") in ihrer ersten Hauptrolle zurückgreifen kann, ist ihm ein kleines, rohes Juwel des Midnight Cinemas geglückt, das auf seine Entdeckung wartet. Die potentiellen Opfer eines metzelnden "Madman" sind alle, die noch keinen Beischlaf vorweisen können. Die verschlafene Gemeinde Cherry Falls (der Name verweist nicht nur auf die Vorliebe von Gründervater Washington für Kirschen, sondern umschreibt sehr blumig auch das eigentliche Thema des Films: den Verlust der Unschuld) versetzt diese Erkenntnis in helle Aufregung und eine regelrecht unamerikanische, hysterische Sexbesessenheit: Selbst jene Jugendliche, die sich für die Hochzeitsnacht aufsparen wollten, plotten den höchst eiligen Verlust der Unschuld, um sich von der Liste des Killers zu streichen. Die Alten der Stadt fürchten, nicht zu Unrecht, Sodom und Gomorrha auf den sauberen Straßen ihres Städtchens. Und Eltern entwickeln plötzlich Interesse dafür, wie weit ihre pubertierenden Kids in ihren sexuellen Bestrebungen bereits fortgeschritten sind. In einer besonderen Zwickmühle befindet sich Sheriff Marken (markiger Mann aus Schrot und Korn: "Terminator"-Jäger Michael Biehn), der nicht nur feststellt, dass seine rebellische Tochter Jody längst nicht mehr nur Daddys kleines Mädchen ist, sondern auch mit der Aufklärung der Mordserie beauftragt ist. Eine Mordserie, die - wie Marken alsbald dämmert - ihren Ursprung auch noch in der dunkelsten und peinlichst geheim gehaltenen Episode seiner Jugend hat. So kommt es schließlich zu einem der skurrilsten Showdowns in der Geschichte des an skurrilen Episoden reichen Horrorfilms: Während die Jugendlichen von Cherry Falls in einer Massenorgie kollektiv ihre "Kirschblüten fallen" lassen, kommt es zum Duell zwischen dem Sheriff und dem standesgemäß in Frauenkleidern gewandeten Killer, während sich Töchterchen in Lebensgefahr befindet. Natürlich denkt Geoffrey Wright das angedeutete Inzestthema nur leise an (immerhin könnte Daddy seine Kleine mit wenigen, ähem, Handgriffen selbst in Sicherheit bringen), und auch die Orgie ist so schamvoll harmlos gefilmt, dass sich keines Zensoren Herzschlag merklich beschleunigen dürfte. Aber abgesehen davon, dass "Cherry Falls" letztlich ähnlich prüde ist wie die Gesellschaft, auf die er es abgesehen hat, sollte der subversive Ansatz und seine lustfreundliche Umsetzung Spaß machen, sofern man nicht zur Gruppe der ewig miesepetrigen Wahrscheinlichkeitskrämer gehört. Klar, das Drehbuch von Ken Selden wird keine Preise gewinnen. Wenn das aber schon einem cleveren Filmemacher wie Wright egal ist, der mit wenig Budget, aber unter effektiver Mitwirkung von "Wenn die Gondeln Trauer tragen"-Kameramann Anthony B. Richmond eine originelle Stimmung kreiert, sollte man auch als Betrachter Milde walten lassen: Immerhin gibt es da noch die fabelhafte Performance von Brittany Murphy, deren Energie und Unberechenbarkeit selbst ihre Kollegen vor der Kamera zu hypnotisieren scheint. Eine Offenbarung in einem lässigen Schocker, der sämtliche "Düstere Legenden" etc. kaltlächelnd hinter sich lässt. Veilleicht auch, weil sich wenige Filme so ernsthaft nicht ernst nehmen. ts.
ProduktionslandUSA
RegieGeoffrey Wright
UntertitelDeutsch/Englisch
Produktionsjahr2000
Altersfreigabe18
Erscheinungsdatum 27.10.2016
SpracheDeutsch DD 5.1/Englisch DD 5.1

Kundenbewertungen Thriller

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