Blutroter Tod. Reiko Himekawa ermittelt in Tokio - Tetsuya Honda [Taschenbuch]

Blutroter Tod. Reiko Himekawa ermittelt in Tokio - Tetsuya Honda [Taschenbuch] - gebraucht kaufen

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  • EAN / ISBN: 9783596036660, 3596036666, 3596036666
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Produktinformationen zu Blutroter Tod. Reiko Himekawa ermittelt in Tokio - Tetsuya Honda [Taschenbuch]

  • Sprache: Deutsch
  • Plattform: Bücher
  • EAN / ISBN: 9783596036660, 3596036666, 3596036666

3 Kundenmeinungen zu Blutroter Tod. Reiko Himekawa ermittelt in Tokio - Tetsuya Honda [Taschenbuch]

Gekaufter Zustand: sehr gut
Krimine (23.12.2016)
Ein interessanter Thriller aus Japans Hauptstadt
Reiko Himekawa ist mit nicht einmal 30 Jahren bereits Kommissarin bei der Tokioter Kriminalpolizei. Sie kennt keine Angst, besitzt eine ordentliche Portion Durchsetzungsvermögen und leitet ein Team, das sich mit der Aufklärung von Morden beschäftigt. Eine toughe Ermittlerin mit einer Intuition, die einmalig ist und deshalb wird sie auf einen Fall angesetzt, der besonders heikel erscheint. Denn der Tote, der gut verstaut in einem Plastiksack aufgefunden wurde, ist mit einer Unmenge an Glasscherben übersät, die allesamt in seinem Körper stecken. Und er bleibt nicht der Einzige, der auf so grausame Weise stirbt, während in den finsteren Tiefen des Internets von einer blutroten Welt berichtet wird.

„Blutroter Tod“ ist eine Thrillerserie aus Japan, in der die junge Kommissarin Reiko Himekawa mit einem überschaubaren Team auf die Jagd nach Mördern geht. Dass sie dabei mit den Vorurteilen anderer Polizisten zu kämpfen hat, gehört für die geniale Ermittlerin zu ihrem Arbeitsalltag dazu, wie auch die immer wieder stattfindenden Anfeindungen dieser Kollegen. Schließlich ist sie erfolgreicher, als viele von ihnen, was für ausreichend Neid und Missgunst sorgt. Aber nicht nur die sexistische Ausgrenzung der erfolgreichen Ermittlerin zieht sich durch das gesamte Buch, auch die Auswirkungen der starren Hierarchie in der japanischen Polizei bestimmt das turbulente Geschehen. Leider gerät dadurch die wendungsreiche Mördersuche an einigen Stellen ins Hintertreffen, was sehr schade ist. Dafür werden dem Leser aber ausreichend knallharte Fakten, blutige Szenen und handfeste Auseinandersetzungen geboten sowie ein Mord, der sich als brutal verübte Serie entpuppt. Das allerdings nur, wenn es ihm gelingt, bei den vielen japanischen Namen den Überblick zu behalten und er immer nah am Geschehen bleibt.

Fazit:
Reikos Himekawas erster Fall weist zwar noch einige Schwächen auf, versteht es aber, mit einer gut konstruierten Mordserie zu fesseln und mit einer Ermittlerin, die viel Spielraum für eine interessante Entwicklung lässt.
Gekaufter Zustand: wie neu
StefanieFreigericht (27.12.2016)
Erwartungshaltung: lange eher Krimi denn Thriller – vor ungewohnter Kulisse Japans
Reiko Himekawa ist Hauptkommissarin und Hauptfigur der in Tokyo angesiedelten Handlung – „Blutroter Tod“ ist der erste Band einer ganzen Reihe und auch der erste, der in deutscher Sprache veröffentlicht wurde; die gesamte Reihe ist ein großer Erfolg in Japan, wurde dort auch verfilmt.
Eingewickelt in eine Plastikfolie wird eine Leiche gefunden, wenig verborgen in einem Park. Der Tote kann dank seiner Zahnabdrücke bald identifiziert werden – aber wer hat ihn ermordet? Warum fügt man jemandem, der bereits tot ist, noch einen tiefen Schnitt in der Magengegend zu? Und wie erklärt sich der Ablageort? Und was für ein Termin kann jemanden an jedem zweiten Sonntag im Monat faszinieren? Dazu kommt noch eine Parallelhandlung um eine mysteriöse Person…
Der japanische Autor Tetsuya Honda verwendet eine ungewohnte Konstruktion, um seine Handlung voranzutreiben: der Leser begleitet wechselnde Ermittler-Kombination um Hauptfigur Reiko Himekawa bei der Arbeit, abends kommen alle zum Abliefern der Ergebnisse zusammen auf der Keishi-chō = Polizeibehörde; d.i. die Polizeibehörde im Sinne eines Polizeipräsidiums der japanischen Präfektur Tokio lt. Wikipedia (keine Sorge, sehr viel hatte ich nicht nachzuschlagen für die Lektüre). Der Beginn gewährt damit einen Einblick in die völlig andere Polizeiarbeit in Japan, in der die niederen Ränge „Untergebene“ sind, die „befehligt“ werden – die Struktur ist militärisch. Das Tempo für das Buch entspricht für die ersten 60% eher einem Krimi denn einem Thriller, man ist bei der Fußarbeit dabei, die in Tokyo oft mit öffentlichen Verkehrsmitteln erledigt wird, seltener mit dem Taxi (wohl wegen des allgemeinen Verkehrschaos).
Die Strukturen sind verkrustet: „Am Ende bekamen nutzlose Esel, die nur deshalb keine Fehler machten, weil sie absolut nichts unternahmen, bessere Noten als die Beamten, die sich den Hintern abarbeiteten, dabei aber den einen oder anderen Fehler machten.“ (S. 117) Beziehungen gelten viel für die Karriere bei der Polizei – und Frauen noch nicht sehr viel. Nachdem ich in diesem Jahr mit „Lebensgeister“ von Banana Yoshimoto mein erstes Buch mit Japan als Handlungsort seit „Shogun“ in den achtziger Jahren (!) gelesen hatte, war ich überrascht davon, wie wenig fremd mir Japan erschien. Der Effekt wurde in diesem Buch wieder etwas umgekehrt anhand der (für Deutschland) Fünfziger-Jahre-Geschlechter-Stereotypen: Das einzige, was tröstet, ist, dass das Buch mit einer weiblichen Ermittlerin ein Renner in Japan ist.
Für den Fortschritt der Handlung muss ich dann wieder die übliche Sadisten-Warnung aussprechen für eventuell empfindliche Leser – ab da trägt dann auch der Thriller-Anteil. Mir hat der Einblick in eine für mich fremde Welt gut gefallen,ich hatte eine andere Person im Verdacht gehabt und ich fühlte mich insgesamt gut unterhalten und bin gespannt auf weitere Teile der Reihe! Gute 4 von 5 Sternen!

Kurze Anmerkung:
Es gibt ein Personenverzeichnis zu Beginn – da ich japanische Namen aber überhaupt nicht gewohnt bin, habe ich mir lieber ein eigenes gemalt, das die Beziehungen untereinander und kurze Charakteristika beinhaltete; danach konnte ich mich sehr gut zurechtfinden.
Gekaufter Zustand: wie neu
Nelebooks (08.01.2017)
Reikos erster Fall
Cover: Das Cover ist farbenfroh und dadurch auffällig. Ich finde es auch ansprechend. Der Titel passt sehr gut zum Inhalt des Buches und wie auch die abgebildete Frau.

Meinung: Der Schreibstil ist sehr gut und ich hatte einen guten Lesefluss. Der Anfang ist schon sehr erschreckend, traurig, beklemmend und grausam. Es gibt zwei Erzählstränge, wobei der eine viel weniger Umfang hat. Die Kommissarin Reiko fand ich relativ sympathisch - sie kam mir doch teilweise etwas überheblich vor. Jedoch finde ich es gut, dass sie nicht als perfekt dargestellt wird, was sie menschlicher macht. Ihr Konkurrent ist mir absolut unsympathisch. Ich habe nicht wirklich verstanden, warum er Reiko so verletzen muss! Generell habe ich viele Charaktere eher nur oberflächlich kennengelernt. Auch ihre Kollegen lernt man weniger gut kennen. Einer ist wohl in sie verliebt und traut sich nicht, etwas zu sagen, was ich etwas nervig fand, wie auch ihre Reaktionen und Gedanken dazu. Es ist erschreckend, traurig, unverständlich, überraschend, emotional und fesselnd. Ich wollte unbedingt wissen wie alles weitergeht und habe mir auch etliche Fragen gestellt. Somit war der Spannungsbogen recht gut ausgearbeitet.

Fazit: Eine grausame, beklemmende, erschreckende und fesselnde Geschichte, die meiner Meinung nach einige Schwächen bei den Charakteren hat.
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