Das Gymnasium 1945-1980. Bildungsreform und gesellschaftlicher Wandel in Westdeutschland - Torsten Gass-Bolm  [Gebundene Ausgabe]

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Produktinformationen

Details
EAN / ISBN-139783892448693
AutorTorsten Gass-Bolm
ProduktformGebundene Ausgabe
Seitenanzahl490
HerausgeberWallstein
Erscheinungsdatum 2005
HauptbeschreibungDas traditionelle deutsche Gymnasium war geprägt durch einen neuhumanistischen Bildungsbegriff. Ein Gymnasiast sollte durch die Orientierung an den Leitbildern Antike, Christentum und deutscher Klassik zum 'homo vere humanus', zum 'wahren Menschen', werden. Das Gymnasium verstand sich als Ort höherer Bildung im Unterschied zur Volksschule als Stätte der 'Massenbildung'. Demgemäß konnten nach dem ihm eigenen Selbstverständnis nur wenige die höhere Lehranstalt besuchen, denn: 'Bildung und Masse schließen sich aus'. Auch den Mädchen war das Abitur im 19. Jahrhundert verwehrt. Danach blieben die Geschlechter im Gymnasium zumeist getrennt. Seit den späten fünfziger Jahren geriet dieses Konzept in die Krise. Der Bildungsbegriff wurde ebenso in Frage gestellt wie die Autorität der Lehrer, die Geschlechtertrennung, die Sozialstruktur der Schüler, der gymnasiale Eliteanspruch und letztlich in der Debatte um die Gesamtschule die Existenz des Gymnasiums überhaupt. Das Gymnasium überstand die Reformbestrebungen, aber es hatte sich bis zur Mitte der siebziger Jahre deutlich verändert. Torsten Gass-Bolm beschreibt diesen Prozeß, in dem sich die höhere Lehranstalt alter Prägung zu einem neuen Typ des Gymnasiums wandelte.
SpracheDeutsch

Kundenbewertungen Regional- und Kulturgeschichte

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