Euphrat, Tigris und andere schwarze Locken. Gedichte 1982-2014 - Harald Albrecht  [Gebundene Ausgabe]

Euphrat, Tigris und andere schwarze Locken. Gedichte 1982-2014 - Harald Albrecht [Gebundene Ausgabe]

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Produktinformationen

Details
EAN / ISBN-139783926677945
Höhe24 cm
ProduktformGebundene Ausgabe
Auflage1
HerausgeberAphaia Verlag
InhaltsverzeichnisInhaltsverzeichnis 5 Die Spitzhacke, Kassel 1982 6 Comrades, louder please 7 Au clair de la lune 8 Der Denker Middendorf, Berlin 1982 9 Clärchens Ballhaus 10 Die Pfauen schrieen (Text) 11 Die Pfauen schreien (Komposition) 14 Beifall umbrandete die Welt 15 Prête-moi ta plume 16 Pour écrire un mot 17 Die Wasser sind gestiegen 18 22. 4. 1984. Rob Blau 19 La danaide 20 La danaide, 2 21 La danaide, 3 22 Café Central, Unterföhring 1986 23 Café Central, 2 24 Ließest du alle Hüllen fallen 25 Verschwenderisches, vielzüngig-loderndes Gespenst 26 Arbo, 1987 27 Hochgestirnt ist das Unvermeidliche 28 So nahmen das Zwielicht 29 Flitterwochen waren das 30 Glasnost, 1988 31 Romeo und Julia, Minsk 1989 32 Der Astronom zählt die Sterne (Text) 33 Der Astronom zählt die Sterne (Komposition) 39 Ein Sterbenswörtchen 40 Gehegt von blauen Fensterläden 41 Basssaiten zupft die Poesie 42 Wallace-Stevens-Walk, Hartford 2012 43 Wallace-Stevens-Walk, 2 44 Wallace-Stevens-Walk, 3 45 Wallace-Stevens-Walk, 4 46 Anfangs, als kleiner Wassermann 47 Das Jahr, das ein Gedicht war. 1990 48 Dich-dich-dich (Text) 49 Dich-dich-dich (Komposition) 53 Lautmalereien, 1991 54 Helfer und Helfershelfer zuhauf 55 Les Vanités, Paris 1991 56 Terre d'Hermès 57 Terre d'Hermès, 2 58 Im Spielzimmer 59 Pyramiden 60 Countdown mit Fehlstart, Hotel Gellért 1992 61 Ein Bündel niederträchtiger, koketter Quecken 62 Fenster zur Goethestraße, München 1993 63 Grafik 64 Fenster zur Goethestraße, 2 65 Waterloo, 2013 66 Weingeist 67 Brake, 1994 68 Topfschlagen 69 Kränholmi manufacturi, Narva 1994 70 Kränholmi manufacturi, 2 71 Ovids Tintenfass 72 Saul Blau 73 Als es Schusterbuben regnete 74 Drei Schwarz in dunklem Blau. Mark Rothko 2013 75 Grafik 76 Du bist die Frage 77 Reise nach Jerusalem 78 Tundrinsheide, 1997 79 Einsilbig und Verführung ist es 80 Mikado 81 Neujahrskonzert 82 Mon ami Pierrot 83 Pompeji, München 2014 84 Ende des Sommers 85 Euphrat, Tigris und andere schwarze Locken 86 Hausbuche, 1998 87 Grafik 88 Ararat, 2014 89 Ouvre-moi ta porte 90 8.6.2014 91 Bar aller Schranken 92 1999 93 Das Ende des 20. Jahrhunderts, Josef Beuys 94 Ikarus war ein Sonnenopfer 95 Oktoberfest, à la Turca 96 Neuer Markt, 9.5.2000 97 Luft 98 Philae2014 99 Grafik 100 Im Jahr der ungedeckten Schecks, 2001 101 Leuchtenburg, Schulweg 7 102 Heimatkunde, 13.12.2014 103 Arabische Terrasse, 2002 104 Zu viel Bric-à-Brac 105 Zwölftontechnik 106 Violon d'Ingres 107 Müßiggang 108 Inventur 110 Biografien 112 Inhaltsverzeichnis 116 Impressum
HauptbeschreibungVor mir liegt ein Buch manch schöner Schöpfungen, dabei sehr heutig und modern, angeregt beispielsweise von dem der Postmoderne vorgreifenden amerikanischen Dichter Wallace Stevens (1879 – 1955), dem eine Hommage von vier Gedichten gewidmet ist. Mir gefallen die selten gebrauchten Wörter wie „Winterschlösser“ oder „Wüstenväter“, Sprachneuschöpfungen wie die „Weidenwimpern“ sowie Zeilen wie „im / Labyrinthischen Kranichtanz schwarzer Nacht“. Der Dichter könnte mit seinem Buch gezeigt haben, „Ein Großwesir im Reich / Der Sprache“ zu sein. Ein Äußerstes an Phantasie erwecken Wortgebilde wie „Mondmode“, wofür es freilich der Vorstellungskraft des Lesers bedarf, sich auch Mondlebewesen zu erschaffen, die diese Mode tragen. Manche Frage bleibt dann aber ungelöst, was mögen „Kranichbeutelblüten“ sein, was ist ein „flitterjahrelanges Lesen“? Beneiden möchte man fast den, der in des Dichters Worten mit „Fakirsohlen über Schmerz, / Der dich nicht weckt“ zu gehen imstande ist. Wieder eine Zeile, die so weit hinaus führt, über das Gedicht hinweg. Müsste das nicht auch ein Dichter können? Einer der Empfindsamen? Wie laut muss Leid sich äußern, dass es die Fakirsohlenträger spüren? Als Mythenliebhaber, und der Mythos klingt hier und da in den Gedichten an, bringen mich meine Dichtersohlen mit dem letzten Gedanken zu Harald Albrechts Ikaros-Gedicht. Ist es einfühlsam oder wohlfeile Nutzung einer allzu bekannten Geschichte? Zumal lediglich die ersten drei Zeilen von Ikaros berichten, was all denen, die nur die grobe Geschichte des Ikaros kennen, wie letzteres vorkommen mag: „Ikarus war ein Sonnenopfer. / Begeisterung war seine Erhebung, / Besänftigung sein Fall.“ . Das klingt erst einmal fast prosaisch, denkt man daran, was Menschen, unter der Sonne lebend, denen antun, die in der Begeisterung zu leben versuchen? Opfer – ein wahres Wort, aber kein gutes, kein schönes, jedoch ein unvermeidliches, immer wieder auftauchendes! Und selten habe ich für den Fall des Ikaros oder eines anderen antiken oder modernen Menschen ein ähnliches Wort wie „Besänftigung“ als dualen Widerpart gehört. Im Ikaros-Gedicht sind nicht der Schmerz, das Grauen, die Verzweiflung angesprochen, der Dichter sieht im Fallen „Besänftigung“! In einem anderen Gedicht steht: „Hochgestirnt / Ist das Unvermeidliche.“ Ich vermag nicht zu sagen, wie und wann es mir gelingen könnte, das Opfersein, das Fallen, denn davon gab es schon zuviel, so scheinbar schmerzlos zu ertragen, und es als Besänftigung der Begeisterung zu empfinden. Vielleicht gelingt es nur in der Religion oder eben in der Poesie, lesend oder schreibend. Steffen MARCINIAK
Breite17 cm
AutorHarald Albrecht
Erscheinungsdatum 2016
SpracheDeutsch

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