Iron Flowers. Die Rebellinnen - Tracy Banghart  [Gebundene Ausgabe]

Iron Flowers. Die Rebellinnen - Tracy Banghart [Gebundene Ausgabe]

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Produktinformationen

Details
EAN / ISBN-139783737355421
Höhe21.5 cm
ProduktformGebundene Ausgabe
Auflage2
HerausgeberFISCHER Sauerländer
HauptbeschreibungSie haben keine Rechte. Sie mussten ihre Träume aufgeben. Doch sie kämpfen eisern für Freiheit und Liebe. Sie sind Schwestern, könnten unterschiedlicher nicht sein und sind dennoch unzertrennlich. Nomi ist wild und unerschrocken, Serina schön und anmutig. Und sie ist fest entschlossen, vom Thronfolger zu seiner Grace auserwählt zu werden und ihr von Armut und Unterdrückung geprägtes Leben gegen eines im prunkvollen Regentenpalast einzutauschen. Doch am Tag der Auswahl kommt alles anders: Die Schwestern werden auseinandergerissen – und ein grauenhaftes Schicksal erwartet sie, auf das sie niemand vorbereitet hat. Die neue Serie für alle »Selection«-Fans: ein aufregendes Setting, junge, starke rebellische Frauen, mitreißende Spannung und viel Romantik! Schutzumschlag mit Goldfolienveredelung
Breite14 cm
AutorTracy Banghart
Erscheinungsdatum 2018
Titel in OriginalspracheGrace And Fury
SpracheDeutsch
Produkt(e) desselben Autors15-9783737355629

Kundenbewertungen Jugendbücher ab 12 Jahre (45)

Gesamtbewertung

4.4 von 5 Sternen

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Jennifer K. (31.05.2018)
Gekaufter Zustand: Wie neu
Spannend. Einfallsreich. Feministisch.
PLOT Sie haben keine Rechte. Sie mussten ihre Träume aufgeben. Doch sie kämpfen eisern für Freiheit und Liebe. Sie sind Schwestern, könnten unterschiedlicher nicht sein und sind dennoch unzertrennlich. Nomi ist wild und unerschrocken, Serina schön und anmutig. Und sie ist fest entschlossen, vom Thronfolger zu seiner Grace auserwählt zu werden, und ihr von Armut und Unterdrückung geprägtes Leben gegen eines im prunkvollen Regentenpalast einzutauschen. Doch am Tag der Auswahl kommt alles anders: Die Schwestern werden auseinandergerissen – und ein grauenhaftes Schicksal erwartet sie, auf das sie niemand vorbereitet hat. REVIEW "Iron Flowers" war für mich eine richtige Überraschung, die mehr parat gehalten hat als erwartet. Die Handlung konnte von der ersten Seite an fesseln und hat mich bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Zwar hat die Geschichte einige Schwachstellen, aber trotzdem kann man darüber leicht hinwegsehen, da es einfach gute Unterhaltung bietet. Es macht Spaß den starken weiblichen Heldinnen zu folgen und besonders die Entwicklung von Serina ist großartig zu verfolgen. Es wäre schön gewesen, wenn die Nebencharaktere noch etwas besser ausgearbeitet gewesen wären, aber das bessert sich vielleicht in der Fortsetzung. Der Weltenbau bietet sehr viel Potential, welches bisher kaum ausgeschöpft wird. Die Grundidee finde ich aber grandios und ich bin sehr gespannt in welche Richtung sich all dies entwickeln wird. "Iron Flowers" überzeugt zudem mit zwei tollen und sehr gegensätzlichen Handlungsorten. Dem Palast und der Insel des Verderbens. Die Orte sind ebenso gegensätzlich wie die beiden Handlungsstränge, wodurch keine Langeweile aufkommt. Ich fand es toll beiden Schwestern zu folgen und werde der Geschichte definitiv treu bleiben! COVER Ich mag das deutsche Cover in diesem Fall tatsächlich lieber und finde es einen richtigen Eyecatcher, der im Buchladen einfach nicht zu übersehen ist. Ich mag die dunkelgrüne Farbgebung im Hintergrund und den Kontrast zu den goldenen Mustern, die eine Blume ergeben und an ein Mandala erinnern. Grundsätzlich bin ich kein Fan von Frauengesichtern auf Buchcover, aber in dem Fall funktioniert es. Ganz im Gegenteil zum Originalcover. Das amerikanische Original mit den beiden Schwestern auf dem Cover ist mir etwas zu langweilig und nichtssagend. Das gilt jedoch nicht für den Titel, den ich großartig gewählt finde. Aber auch "Iron Flowers" ist eine tolle Wahl, wobei ich da vielleicht doch etwas mehr zum Original tendiere. FAZIT Spannend. Einfallsreich. Feministisch. "Iron Flowers" ist ein unterhaltsamer und actiongeladener Auftakt. Mich konnte die Geschichte direkt überzeugen und ich erwarte bereits sehnsüchtig die Fortsetzung. Obwohl im Weltenbau noch vieles ausbaufähig ist und die Nebencharaktere mehr Tiefe vertragen könnten, macht es einfach Spaß die Geschichte zu lesen. Den Leser erwarten einige Überraschungen und alles geht Schlag auf Schlag, wodurch es nicht langweilig wird. BEWERTUNG 4 von 5 Sternen
Monika D. (28.05.2018)
Gekaufter Zustand: Wie neu
Wirklich ein sehr gelungenes Jugendbuch mit zwei sehr unterschiedlichen Protagonistinnen.
Ich habe nur einen Kritikpunkt zum Buch... nämlich das ich ernsthaft bis Herbst 2019 auf die Fortsetzung warten muss! Die Schwestern Nomi und Serina könnten verschiedener kaum sein. In einer Welt, in der Frauen nix zu sagen haben gibt es jene, die sich unterordnen und jene die rebellieren. Die einen leise, andere mit einem Paukenschlag. Eine beängstigende Vorstellung als Frau in diese Gesellschaft geboren zu werden und sich den Launen der Männer so ausgeliefert zu sehen. Für keine der beiden Schwestern läuft das Leben wie erwartet, doch mit diesem drastischen und aussichtslosen Umschwung konnte wohl niemand rechnen.. Ich habe mich in die Geschichte fallen lassen und war sofort begeistert. Nomi hat mir mit ihrer rebellischen Ader und losen Zunge, die ihr das Leben kosten könnte, sofort gefallen. Eine junge Frau, die die Ungerechtigkeit nicht ertragen kann und leise rebelliert, in dem sie sich beispielsweise das Lesen beibrachte. Sie gerät in ein Machtspiel voller Intrigen, in dem nicht alles so ist wie es scheint. Völlig auf sich allein gestellt, getrennt von der Schwester muss sie nun für ihre Entscheidungen gerade stehen, die auch für sie fatale Folgen nach sich ziehen können. Hin und her gerissen zwischen Vernunft und Gefühl muss sie sich in einer neuen Position behaupten, die für sie ungewohnt und angsteinflößend ist. Wem kann sie trauen? Serina hingegen wird für den Fehler der Schwester bestraft und findet sich in einer wahr gewordenen Hölle wieder in der nur der Tod die Erlösung zu versprechen scheint. Erzogen es jedem recht zu machen und den Männern zu als Grace zu dienen, muss sie nun lernen sich zu verteidigen und zu überleben. Ich war geschockt von der Härte der Strafe, von den Umständen in die sie hinein gerät. Ihre komplette Denkweise muss sie nun in Frage stellen und mit der Zeit wird sie ebenso rebellisch, wie ihre kleine Schwester. Nun muss sie den aussichtslosen Kampf ums Überleben bewerkstelligen. Wird sie ihre Schwester je wiedersehen? Bei diesem Buch schreit alles in mir für den Aufstand! Eine Rebellion gegen die herrschenden Männer und ihre grausamen Methoden, die Frauen gefügig zu machen und sie all ihrer Rechte zu berauben. Man fliegt Dank des lockeren Schreibstils nur so durch die Kapitel und kann das Buch kaum aus der Hand legen, weil man unbedingt wissen möchte wie es für die beiden Schwestern endet. Den Verrat in Nomi's Geschichte habe ich erahnt, hat aber der Spannung keinen Abbruch getan. Besonders gespannt war ich aufs Serina's weiteren Verlauf. Mit solch einer Brutalität und Grausamkeit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Ihre "Bestrafung" hat mich unsagbar wütend und ebenso sprachlos gemacht. Ihre neue entdeckte Kämpfernatur gibt zugleich Hoffnung in dieser trostlosen Situation. Das Ende ist einfach soooo spannend und nun kann ich es kaum erwarten diesen schier unendlichen Zeitraum bis zur Veröffentlichung des Folgebandes zu überbrücken! Schon jetzt freue ich mich sehnsüchtig auf die Fortsetzung und bin sehr neugierig wie es unseren Rebellinnen wohl ergehen mag und ob sie vielleicht für die Frauen etwas ändern können. Wie ihr euch denken könnt eine absolute Leseempfehlung von mir!!!
Katrin H. (27.05.2018)
Gekaufter Zustand: Wie neu
Nett und spannend, aber mit Höhen und Tiefen
Ich hatte das große Glück dieses Buch bei einer Leserunde lesen zu dürfen. Die Story hatte mich vorab schon sehr neugierig gemacht. In Iron Flowers geht um zwei Schwestern die nicht unterschiedlicher sein könnten. Die Eine wird von klein auf dazu erzogen eine sogenannten Grace zu werden und mit viel Glück vom Regenten, bzw seinem Thronfolger, zu einem Leben an Hofe auserwählt zu werden was für die Familie ein Segen ist. Graces sind besonders hübsch und anmutig, sie werden in Musikinstrumenten (zB. Harfe) oder Gesang geschult, sie lernen zu Tanzen und die richtige Haltung einzunehmen. Die andere Schwester ist das genaue Gegenteil, sie wird nicht zu einem Leben als Grace ausgebildet. Sie verrichtet mindere Arbeiten im Hause der Familie und sie soll später ihre Schwester als Zofe beistehen. Sie hält, im Gegensatz zu ihrer Schwester, auch gar nichts davon dass diese eine Grace werden will und in ihr steckt eine starke Frau, die manchmal ihren Mund zu viel aufreißt. Doch nachdem die beiden bei Hofe, wegen der Wahl der Graces, angekommen sind kommt alles ganz anders als gedacht. Und die Geschichte wird von Kapitel zu Kapitel spannender und komplexer. Eine der Schwestern muss um ihr Leben kämpfen und die Andere wird in Intrigen verstrickt. Ich halte mich hier absichtlich bedeckt, sonst würde ich zu viel der Story preisgeben. Zu Beginn fand ich das Buch sehr langatmig und es hat mich einfach nicht richtig gepackt. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin noch nicht ganz wusste wohin es gehen soll und der Schreibfluss fehlte. Doch irgendwann hat sie den Bogen bekommen und das Buch wird richtig interessant, die Geschichte bekommt eine überraschende Wendung und man möchte unbedingt wissen wie es weitergeht. Und zum Schluss des Buches wird es noch einmal richtig spannend und am liebsten würde ich auch gleich mit dem zweiten Band starten. Doch leider lässt dieser noch auf sich warten. Was ich persönlich viel zu lange finde. Bis dahin hab ich längst vergessen um was es ging, bzw. dass es dazu irgendwann mal einen zweiten Teil geben sollte. Sehr sehr schade...Der Schreibstil der Autorin lässt sich leicht und einfach lesen, der Inhalt ist nicht sonderlich anspruchsvoll, aber dennoch eine gute und spannende Geschichte, mit Höhen und Tiefen. Wer Bücher wie Selection und Panem mag, dem könnte Iron Flowers sicherlich auch gefallen.
Anja Z. (27.05.2018)
Gekaufter Zustand: Wie neu
unerwartete, spannende Entwicklung
Serina wurde dazu erzogen, eines Tages vom Thronfolger zur Grace ausgewählt zu werden – sie kann sticken, tanzen und weiß sich höfisch zu benehmen. Ihre Schwester Nomi ist das ganze Gegenteil – sie ist ein Wildfang, verachtet die Auswahl und wünscht sich auch für Frauen mehr Rechte und freie Entscheidungen. Dennoch begleitet sie ihre Schwester zur Auswahl in den Palast. Und plötzlich steht das Leben beider Mädchen Kopf. Die entworfene Welt ist etwas trostlos. Männer regieren und entscheiden. Frauen haben nur wenig Möglichkeiten – entweder sind sie Ehefrauen, Dienerinnen oder Fabrikarbeiterinnen. Und dann gibt es noch die Graces, die sich am ehesten als Harem des Herrschers beschreiben lassen. Die zwei Schwestern sind sehr unterschiedlich. Während Serina davon träumt, dem Thronfolger dienen zu dürfen, verachtet Nomi diese männerdominierte Welt und träumt davon, eigene Entscheidungen treffen zu dürfen. Dennoch steht sie ihrer Schwester zur Seite und versucht, ihre Ansichten zum Schutz der Familie verborgen zu halten. Die 17-jährige Nomi wird im Verlauf der Geschichte in eine Rolle gedrängt, in der sie nicht so richtig glänzen kann. Sie trifft blauäugige Entscheidungen mit ungeahnten Konsequenzen. Nicht immer konnte ich ihr Verhalten nachvollziehen – sie verhält sich teilweise sehr wechselhaft, in einem Moment ist sie einer Person gegenüber freundlich, im nächsten Moment wirft sie demjenigen Beleidigungen an den Kopf, ohne dass er Grund für ihren Stimmungswechsel ersichtlich wäre. Die zwei Jahre ältere Serina hingegen macht im Verlauf eine große Entwicklung durch. Sie muss ungeahnte Prüfungen bestehen und verändert dabei auch ihre Eintstellung zum Gesellschaftsbild. Sie verhält sich loyal und zeigt auch in Situationen, in denen sie große Angst hat, Stärke und Mut. Abwechselnd wird die Handlung aus der personalen Sicht der zwei Schwestern geschildert. Der Schreibstil ist bildhaft und flüssig. Die Handlung konnte mich schon nach wenigen Seiten total überraschen. Gleich zu beginn nimmt die Geschichte eine Wendung, mit der ich nicht gerechnet habe. So hat sich das Buch völlig unerwartet entwickelt und konnte mich damit schnell in seinen Bann ziehen. Während einige Begebenheiten zwar vorhersehbar waren, steigt die Spannung im zweiten Handlungsstrang immer weiter an. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse, beide Schwestern müssen schwierige Entscheidungen mit schwerwiegenden Konsequenzen treffen. Es wird dramatisch und auch ein wenig gefühlvoll. Leider endet das Buch mit einem fiesen Cliffhanger – es war gerade so aufregend, dass ich am liebsten sofort weitergelesen hätte. Fazit Schon nach wenigen Seiten nimmt die Handlung eine unerwartete Wendung und entwickelt sich dadurch völlig anders als vermutet – es wird spannend, aufregend und dramatisch. Zwar waren manche Ereignisse auch vorhersehbar, insgesamt konnte mich die Geschichte aber immer mal wieder überraschen und dadurch fesseln. Besonders Serinas Entwicklung hat mir gut gefallen. Das Ende ist sehr offen.
Lisa K. (25.05.2018)
Gekaufter Zustand: Wie neu
Ein fesselnder Auftakt mit starken Frauenfiguren, viel Spannung & einem Hauch Romantik.
Stell dir vor, du lebst in einer Welt, in der Frauen unterdrückt und erniedrigt werden und nicht das Recht haben, freie Entscheidungen zu treffen. Sie dürfen nicht lesen. Sie dürfen sich nicht ihren Beruf, nicht ihren Ehemann und nicht ihre Zukunft aussuchen. Manche von ihnen werden zur Grace erzogen, um dem Regenten oder dem Thronfolger zu dienen und diesem eventuell auch Kinder zu schenken. Für diese Aufgabe wird ihnen von Kindheit an Tanzen, Stricken, gute Manieren und Gehorsam beigebracht. Serina ist eine solche „Auserwählte“. Sie ist anmutig und schön und wird deshalb von ihrer Mutter schon früh auf diese Aufgabe vorbereitet. Ihre Schwester Nomi dagegen übernimmt den Haushalt und soll ihre Zofe werden, sollte sie zur Grace erwählt werden. Während alle Aufmerksamkeit der Familie auf Serina liegt, rebelliert Nomi mit ihrem wilden, unerschrockenen Gemüt im Stillen. Sie lässt sich von ihrem Zwillingsbruder lesen beibringen und möchte sich mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft nicht zufriedengeben. Am Tag der Auswahl des Thronfolgers wird jedoch Serinas und Nomis Welt komplett auf den Kopf gestellt, denn auf einmal tauschen sich die Rollen, obwohl keines der beiden Mädchen auf ihre neue Rolle vorbereitet wurde. Und als wäre das nicht schlimm genug, werden die Schwestern auseinandergerissen und finden sich beide in ihrer ganz eigenen Art von Hölle wieder. Was ist schlimmer? Den Launen und Wünschen des Thronfolgers gnadenlos ausgeliefert zu sein oder auf der Gefängnisinsel, dem Berg des Verderbens, um sein Überleben zu kämpfen? Der Schreibstil liest sich trotz seiner zahlreichen, bildhaften Umgebungsbeschreibungen sehr angenehm und flüssig, sodass die Seiten nur so dahinfliegen und sich laufend ein Kopfkino einstellt. Ich wurde schnell in die Welt gesogen und hatte beim Lesen viel Spaß, da die Spannung stetig hochgehalten wurde, indem unterschwellig – egal, ob man aus Serinas oder Nomis Sicht las – ständig Gefahren vor sich hin brodelten. Immer wenn die eine Sicht endete, ärgerte ich mich, dass ich dort nicht weiterlesen konnte – aber schon wenige Seiten später wurde ich wieder von der anderen Sicht gefangengenommen und das Ganze wiederholte sich. Das ging eigentlich die ganze Zeit so. Keine der beiden Sichten musste hinter der anderen zurückstecken. Im Zentrum des Buches steht die Rolle der Frau und wie sich unsere Protagonistinnen in diese einfügen – oder eben auch nicht einfügen. Dafür hat Tracy Banghart zwei Charaktere geschaffen, die zu Beginn des Buches kaum unterschiedlicher sein könnten. Serina wurde seit sie denken kann zu Gehorsam und Demut erzogen, lehnt das rebellische, revolutionäre Denken ihrer Schwester ab und ist der Ansicht, dass es keinen Sinn hat, sich gegen die vorherrschenden Umstände aufzulehnen. Sie möchte zur Grace werden, um ihrer Familie ein besseres Leben zu ermöglichen, und würde alles für die Menschen, die sie liebt, tun. Nomi ist das exakte Gegenteil von ihr, denn sie senkt nicht demütig den Blick, sagt die Dinge, die ihr durch den Kopf gehen und möchte die ihr zugedachte Rolle in der Gesellschaft nicht akzeptieren. Ihr Temperament lässt sie nicht selten unüberlegt und impulsiv handeln. Obwohl es ihr widerstrebt, muss sie sich im Palast anpassen, denn ein falsches Wort könnte sie schnell den Kopf kosten. Obwohl ich Nomi anfangs mit ihrem unerschrockenen Auftreten interessanter fand, war es Serina, die mich im Laufe des Buches mit ihrer Entwicklung überrascht hat und zu meinem Lieblingscharakter wurde. Sie findet ihre Stärke und stellt Nomi damit langsam aber sicher in den Schatten. Von den anderen handelnden Figuren schließt man manche ins Herz, andere wiederum wandeln sich im Laufe der Zeit und verändern das Bild, das man von ihnen hat, und wiederum andere – und das ist leider der Großteil der Charaktere – bleiben blass und nicht greifbar. Vor allem bei den männlichen Personen, die eine größere Rolle in dem Geschehen einnehmen und auch Teil der verschiedenen Liebesgeschichten sind, hatte ich dauernd das Gefühl, meine Meinung über sie immer wieder revidieren zu müssen. Mal erfüllte mich unbändige Sympathie für sie, mal Unbehagen und nahezu durchgängig Misstrauen, weil man sich nie sicher sein konnte, wer auf der guten und wer auf der bösen Seite steht. Ob überhaupt eine Gefahr von ihnen ausgeht. Während Asa, der jüngere Bruder des Thronfolgers, mir mit seiner freundlichen, amüsierten Art und seinen Reaktionen gegenüber Nomis rebellischem Auftreten sehr positiv aufgefallen ist, umgab den Thronfolger Malachi immer ein Fragezeichen. Erst wirkt er in seiner Wut durch Nomis Verhalten fast schon unsympathisch, dann wirft seine Art doch immer wieder Rätsel auf. Er war weder nett noch bösartig, er war verwirrend und deshalb seltsam interessant. Die Brüder, die sich von ihrem Aussehen so stark ähneln, sind charakterlich wie Tag und Nacht und man stellt sich ständig die Frage: Gibt es hier einen bösen und einen guten Bruder oder lauert die Gefahr ganz woanders? Nomi findet sich in einer Mehr-oder-weniger-Dreiecksbeziehung zwischen den beiden Prinzen wieder, während Serina ihr Love Interest in ganz anderen Reihen findet. Um nicht zu viel zu spoilern, belasse ich es dabei, dass ich diesen jungen Mann sogar am meisten mochte, obgleich er leider eine der Figuren ist, die sehr blass bleiben. Die Liebesgeschichten haben mir Freude bereitet und nahmen auch keine vordergründige Rolle in dem Geschehen ein. Obwohl sie sich zu schnell entwickelten und die Autorin sich mehr Zeit hätte lassen müssen, um die Gefühle nachvollziehbar aufzubauen, hielten auch die Liebesgeschichten die Spannung hoch, denn gewöhnlich oder unspektakulär war keine davon. Mit Tracy Bangharts starken Frauenfiguren springt die Botschaft des Buches einen nahezu an: Dass man kämpfen und sich nicht unterwerfen lassen sollte. Dass jeder das Recht haben sollte, freie Entscheidungen treffen zu dürfen. Dass Frauen stark und nicht weniger wert sind als Männer (und umgekehrt!). Bei dem Kampf der Schwestern, diese Ansicht in die Welt hinauszutragen, lässt es sich – trotz einiger Schwächen des Buches wie mangelnde emotionale Bindung zu den meisten Charakteren und leichte Vorhersehbarkeit – nicht anders als mitzufiebern und Nomi und Serina auf ihrer Entwicklung gespannt zu begleiten. Fazit Tracy Banghart hat mit Iron Flowers – Die Rebellinnen einen fesselnden Reihenauftakt mit starken Frauenfiguren und viel Spannung geschaffen, der mir viel Spaß gemacht hat. Einige Schwachstellen gibt es, die mich hindern, die volle Punktzahl zu geben, aber Iron Flowers kann sich in dem Genre definitiv sehen lassen. Ich vergebe 4 Sterne und freue mich schon auf den zweiten Band, da es wohl keinen fieseren Cliffhanger hätte geben können.