Der Gesang der Flusskrebse. Roman - Delia Owens  [Gebundene Ausgabe]

Der Gesang der Flusskrebse. Roman - Delia Owens [Gebundene Ausgabe]

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Produktinformationen

Details
EAN / ISBN-139783446264199
Höhe20.9 cm
ProduktformGebundene Ausgabe
Auflage6
Seitenanzahl464
Herausgeberhanserblau in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Hauptbeschreibung“Ein schmerzlich schönes Debüt, das eine Kriminalgeschichte mit der Erzählung eines Erwachsenwerdens verbindet und die Natur feiert.” The New York Times Chase Andrews stirbt, und die Bewohner der ruhigen Küstenstadt Barkley Cove sind sich einig: Schuld ist das Marschmädchen. Kya Clark lebt isoliert im Marschland mit seinen Salzwiesen und Sandbänken. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Als zwei junge Männer auf die wilde Schöne aufmerksam werden, öffnet Kya sich einem neuen Leben – mit dramatischen Folgen. Delia Owens erzählt intensiv und atmosphärisch davon, dass wir für immer die Kinder bleiben, die wir einmal waren. Und den Geheimnissen und der Gewalt der Natur nichts entgegensetzen können.
Breite13.4 cm
AutorDelia Owens
Erscheinungsdatum 2019
Titel in OriginalspracheWhere the Crawdads Sing
SpracheDeutsch

Kundenbewertungen Gegenwartsliteratur (ab 1945) (3)

Gesamtbewertung

4.3 von 5 Sternen

Julia S. (05.08.2019)
Gekaufter Zustand: Wie neu
Düster, melancholisch und dennoch zauberhaft!
“Ich kann die Möwen nicht verlassen, die Reiher, die Hütte. Die Marsch ist die einzige Familie, die ich hab.“ INHALT: North Carolina, 1952: Kya ist 6 Jahre alt, als sie erst von der Mutter und daraufhin auch von ihren vier Geschwistern verlassen wird. Ihr gewalttätiger Vater ist entweder am Schweigen, oder er brüllt. Sein einziges Geld gibt er überwiegend für Alkohol aus. Da bleibt nur wenig für Essen übrig, welches Kya für sie besorgt. Sie muss sich selbst kochen beibringen und lernen zu überleben. Denn der Vater lässt sich oftmals tagelang nicht blicken, bis er schließlich ganz aus ihrem Leben verschwindet. So lebt sie von nun an allein in ärmlichen Verhältnissen in ihrer abgelegenen Hütte im Marschland, während sie von anderen Menschen als "Sumpfgesindel" ausgeschlossen und gemieden wird. Bis sie in ihrer Einsamkeit zwei Männern näher kommt und es anschließend bereut... Jahre später entdecken zwei Jungen die Leiche von Chase Andrews im Marschland. Und es dauert nicht lange, bis die Bewohner von Barkley Cove das "Marschmädchen" verdächtigen... MEINUNG: Zugegebenermaßen bin ich bei Büchern, die plötzlich bei allen Buch-Bloggern gleichzeitig aus dem Boden sprießen, immer recht skeptisch. Oftmals erwarte ich von diesen Geschichten dann relativ viel. So hatte ich auch am Anfang von "Der Gesang der Flusskrebse" kurz meine Zweifel. Für einen Augenblick musste ich mich erst einmal an die vielen Naturbeschreibungen sowie an manche Sätze mit leichter Umgangssprache, gewöhnen. Doch schon nach wenigen Seiten lernte ich die malerische & sehr atmosphärische Erzählweise der Autorin, zu schätzen. Dadurch hat sie es geschafft, dass die Geschichte vor meinen Augen regelrecht lebendig wurde. Auch die Gedichte, die immer wieder mit den Kapiteln verwoben sind, passen gut dazu und versprühen einen ganz eigenen Charme. Die Handlung entwickelt sich eher langsam und findet auf zwei Zeitebenen (ab 1952 & ab 1969) statt, welche gegen Ende fließend ineinander übergehen. Dabei spielen die Kriminalermittlungen mehr die Nebenrolle. Der Fokus liegt auf Kya, die fernab von der Zivilisation, allein und auf sich gestellt, im Marschland heranwächst. Besonders ihre Liebe und Nähe zur Natur, mit all den Tieren und Pflanzen, kommt dabei besonders gut zur Geltung. Ich fand es spannend, sie auf ihrem Lebensweg zu begleiten. Die Geschichte ist insgesamt etwas düster & melancholisch, was ich aber ziemlich gerne mag. Gleichzeitig lädt sie jedoch zum Träumen ein und verzauberte mich immer wieder erneut beim Lesen. Eine tolle Kombination! FAZIT: Eine düstere, melancholische und äußerst atmosphärische Geschichte, die gleichzeitig zum Träumen einlädt und den Leser regelrecht verzaubert! 4,5/5 Sterne!
Sabine G. (04.08.2019)
Gekaufter Zustand: Wie neu
Marschmädchen
Es tut einem Buch manchmal nicht gut, wenn es zu hymnisch besungen und in eine zu große Tradition gerückt wird. Das war hier der Fall. Ich bin daher mit geradezu immensen Erwartungen an die Lektüre gegangen. Auch wenn ich überwiegend gefesselt war, ist bei mir dennoch nicht der Eindruck eines modernen Klassikers entstanden. Kya wird von allen nur das Marschmädchen genannt. Ihre Mutter und ihre Geschwister lassen sie mit dem gewalttätigen und trunksüchtigen Vater allein im Marschland zurück. Schon mit sechs Jahren muss Kya weitestgehend für sich selbst sorgen. Sie muss ungewöhnliche Wege finden, Geld zu verdienen und erhält auch keine Schulbildung. Die Natur wird ihr einziges Heil und ihre große Liebe. Lesen lernt sie nur durch einen Kindheitsfreund ihres Bruders. Zwischen den beiden keimen im Laufe der Jahre tiefere Gefühle auf, doch als Tate ans College geht, ist Kya erneut vollkommen allein. In ihrer Einsamkeit verliebt sie sich ausgerechnet in den Frauenheld Chase. Doch dieser liegt eines Morgens tot im Sumpf. Dass die Autorin Zoologin ist, kommt dem Buch sehr zugute. Die Naturbeschreibungen sind authentisch und eindringlich. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass sich Kyas Kindheit für manchen, der weniger naturverbunden ist als ich, gelegentlich doch ziemlich hinzieht. Der Roman spielt von Beginn an auf zwei Zeitebenen: Die Leser erleben in einem Erzählstrang Kyas Entwicklung. Der zweite beginnt mit dem Auffinden der Leiche und den darauffolgenden Entwicklungen. Dieser letztere blieb für mich im Vergleich leider sehr an der Oberfläche. Dies setzt sich fort, als die beiden Zeitstränge aufeinandertreffen und Kya zu einer jungen Frau geworden ist. Bis zu diesem Zeitpunkt hat man sehr viel über ihr Innenleben, das sich in der Naturbeschreibung wiederspiegelte, erfahren. Nun läuft die Erzählung einheitlich weiter, erreicht aber nicht mehr die anrührende Tiefe, mit der die Vergangenheit geschildert wurde. Es ist sicher dem Umstand geschuldet, dass so die Spannung über die Auflösung des Kriminalfalls aufrechterhalten werden kann, was auch gelingt. Der Erzählung hat das aber geschadet, da sie damit das Besondere verloren hat. Die Wahrheit über Chases Tod hat mich persönlich reichlich schockiert und einige moralische Fragen aufgeworfen. Leider kann ich aber auf meinen Kritikpunkt nicht näher eingehen, ohne zu viel zu verraten. Als Fazit kann ich sagen, dass das Buch für mich durch die eindringliche Schilderung einer Kindheit, die nur durch die Natur vor völliger Einsamkeit bewahrt wird, heraussticht. In der zweiten Hälfte konnte die Autorin jedoch das hohe Niveau leider nicht ganz halten und verschenkt etwas Potential. Als unnötige und unübliche Bevormung der Leser habe ich den Tick der Übersetzenden empfunden, das gemeine Schimpfwort, das in der Zeit, in der die Geschichte spielt, für Afroamerikaner tragischerweise verwendet wurde, durch Sternchen zu ersetzen. Das steht im Gegensatz zu dem, was die Autorin wollte und spielt die Geschichte sinnlos weich, ohne die Vergangenheit besser machen zu können.
Miriam G. (02.08.2019)
Gekaufter Zustand: Wie neu
Melancholische Geschichte, die berührt
Zwei Jungen finden einem Toten im Marschland – und für die Bewohner der nahe gelegenen Stadt steht schnell die vermutliche Täterin fest: Es kann nur die weit weg von der Stadt lebende und von allen isolierte Frau Kya sein, die auch als Marschmädchen bekannt ist. Nach und nach von Eltern und Geschwistern verlassen, lebt sie bereits seit vielen Jahren ganz alleine in einer kleinen Hütte am Meer. Das Buch ist in zwei Erzählstränge aufgeteilt, was einen sehr guten Lesefluss ermöglicht und die Spannung aufrechterhält – obwohl an sich nicht viel passiert: Die Handlung und damit der erste Erzählstrang beginnt im Jahr 1952 mit der sechsjährigen Kya Clark. Ihre Familie ist sehr arm, lebt von der Rente des Vaters und hat kaum genug zu essen, da der Vater einen Großteil vertrinkt. Die ärmlichen Verhältnisse werden besonders durch die Beschreibungen der Hütte deutlich, die kaum genug Platz für eine Familie bietet. Dieser erste Erzählstrang beschreibt die Kindheit und Jugend Kyas, wie sie lernte in der Marsch zu überleben, alleine zur Frau wurde und wie sie sich verliebte. Besonders gefesselt haben hier die detaillierten Naturbeschreibungen und die dichte Atmosphäre, der immer eine leichte Melancholie anhängt. Allerdings ist die Erzählung auch etwas düster und traurig. Kya ist viel allein, hungrig und oft einsam, auch scheint im Marschland nie die Sonne zu scheinen. Parallel zu der Entwicklung Kyas wird die Geschichte des (vermutlichen) Mordes im Jahr 1969 erzählt. „Der Gesang der Flusskrebse“ ist ein sehr ruhiges Buch und scheint in einer eigenen kleinen Welt zu spielen, in der politisches Geschehen und Zeitgeschichte keine Bedeutung haben. Lediglich durch einzelne Personen, die von „außen“ in die Handlung eintreten, wird bewusst gemacht, dass es nicht nur das Marschland und seine kleine Stadt gibt. Das macht es einem leicht, tief in die Handlung und in das Buch zu versinken und sich die Landschaftsbeschreibungen vor Auge zu führen. Der Leser fühlt mit Kya, hat Mitleid mit ihr und wünscht ihr von ganzem Herzen, dass sie doch endlich glücklich wird. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich jedoch: Gegen Ende (ca. die letzten 100 Seiten) zieht sich das Buch leider etwas in die Länge. Hier werden wiederholt Dinge erzählt und benannt, die dem Leser schon bekannt sind, was dem Lesevergnügen leider einen kleinen Abbruch tut. Übrigens: Wer hier einen klassischen Krimi erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden. Zwar gibt es einen (vermutlichen) Mord und das typische Ermittler-Duo, ansonsten fehlen dem Buch jedoch die üblichen Kriminalroman-Züge wie beispielsweise ein kontinuierlicher Spannungsaufbau. „Der Gesang der Flusskrebse“ ist ein Buch für alle, die nicht zwangsläufig eine spannende Handlung erwarten, sondern atmosphärische Naturbeschreibungen schätzen und eine bildhafte Sprache wertlegen.