Hotel Cartagena. Kriminalroman - Simone Buchholz  [Taschenbuch]

Hotel Cartagena. Kriminalroman - Simone Buchholz [Taschenbuch]

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Produktinformationen

Details
EAN / ISBN-139783518470039
Höhe21 cm
AutorSimone Buchholz
ProduktformTaschenbuch
AuflageOriginalausgabe
Seitenanzahl228
HerausgeberSuhrkamp
Erscheinungsdatum 2019
HauptbeschreibungEine unterkühlte Hotelbar am Hamburger Hafen. Unten an den Docks glitzern die Lichter, oben sind die Tische eher dünn besetzt. Plötzlich gehen die Türen auf, zwölf schwerbewaffnete Männer kapern die Bar, nehmen Gäste und Personal in Geiselhaft. Mittendrin: Chastity Riley, die sich eigentlich auf ein schmerzhaftes Wiedersehen mit alten Freunden eingestellt hatte, jetzt aber gemeinsam mit allen anderen Geiseln lernen muss, dass es Verletzungen gibt, die sich einfach nicht mehr reparieren lassen … Der Kiez in den 80ern, ein junger Mann will raus. Er nimmt ein Schiff nach Kolumbien und lernt am Strand von Cartagena, was passiert, wenn man mit den falschen Leuten feiert. Auf die große Party folgt die Hölle. Erst das ganz große Drogengeschäft, dann Verrat, Flucht, Untertauchen. Später dann: die Chance auf Vergeltung. Der inzwischen gar nicht mehr so junge Mann beschließt, sie zu ergreifen.Und so wird St. Pauli von einer spektakulären Geiselnahme erschüttert. Die Polizei steht draußen und scheint zum Zuschauen verdammt, während Staatsanwältin Chastity Riley ihren inneren John McClane aktivieren muss.Eine unterkühlte Hotelbar am Hamburger Hafen. Unten an den Docks glitzern die Lichter, oben sind die Tische eher dünn besetzt. Plötzlich gehen die Türen auf, zwölf schwerbewaffnete Männer kapern die Bar, nehmen Gäste und Personal in Geiselhaft. Mittendrin: Chastity Riley, die sich eigentlich auf ein schmerzhaftes Wiedersehen mit alten Freunden eingestellt hatte, jetzt aber gemeinsam mit allen anderen Geiseln lernen muss, dass es Verletzungen gibt, die sich einfach nicht mehr reparieren lassen … Der Kiez in den 80ern, ein junger Mann will raus. Er nimmt ein Schiff nach Kolumbien und lernt am Strand von Cartagena, was passiert, wenn man mit den falschen Leuten feiert. Auf die große Party folgt die Hölle. Erst das ganz große Drogengeschäft, dann Verrat, Flucht, Untertauchen. Später dann: die Chance auf Vergeltung. Der inzwischen gar nicht mehr so junge Mann beschließt, sie zu ergreifen.Und so wird St. Pauli von einer spektakulären Geiselnahme erschüttert. Die Polizei steht draußen und scheint zum Zuschauen verdammt, während Staatsanwältin Chastity Riley ihren inneren John McClane aktivieren muss.
Breite13.2 cm
SpracheDeutsch

Kundenbewertungen Krimis & Thriller (2)

Gesamtbewertung

4.5 von 5 Sternen

Anke B. (13.10.2019)
Gekaufter Zustand: Wie neu
Der unübersichtliche Typ Frau
Staatsanwältin Chastity Riley feiert mit ihren Kollegen den 65. Geburtstag eines Vorgesetzten in einer Hotelbar. Der Abend gestaltet sich kompliziert – nicht nur, weil man bei der Polizei anscheinend nur arbeiten kann, wenn man einen ordentlichen psychischen Knacks hat (und viel trinken kann), Riley sich mit verschiedenen Kollegen in verschiedenen Stadien einer Affäre befindet, und sowieso jeder irgendwie mal mit jedem – sondern weil es zufällig in just dieser Bar zu einer Geiselnahme kommt. Anführer der Geiselnehmer ist ein Exilhamburger, der die letzten Jahrzehnte in Südamerika verbracht hat und nun zurückkommt, um eine Art Ocean’s Eleven-Ding durchzuziehen. Ein Krimi im klassischen Sinn ist das nicht, in der Art, dass ein Täter gefunden werden müsste oder die Polizei irgendetwas ermittelt. Das meiste ergibt sich halt so; im Mittelpunkt stehen hier vielmehr die Polizisten und Rileys Innenleben. Trotzdem liest sich das spannend und flüssig weg. Man muss allerdings die sehr besondere Sprache dieser Reihe mögen; viel Hamburg, viel Kiez, viel „Alter, ey“. Vom Einheitsbrei des deutschen Krimis hebt sich das positiv ab. Irgendwie kommt es mir aber trotzdem manchmal zu aufgesetzt cool vor; ich kann mir nicht recht vorstellen, dass Menschen, die eine Ausbildung bei der Polizei oder gar ein Jurastudium hinter sich haben, so reden und denken. 3,5 Sterne.
Anne H. (30.09.2019)
Gekaufter Zustand: Wie neu
Es wird persönlich
Ein Mann, der vor Jahrzehnten Hamburg den Rücken kehrte Richtung Südamerika ist zurück in der Elbmetropole. Henning Garbarek hat eine Rechnung offen, deren Begleichung ihm sehr wichtig ist. Staatsanwältin Chastity Riley ist eingeladen auf einen 65. Geburtstag, zu dem sie tatsächlich hingeht, da der Jubilar ihr sehr wichtig ist, obwohl sie das so vielleicht gar nicht zugeben würde. Auch wenn sie dort auf einige Personen treffen wird, die ihr so nahestanden, nahestehen oder nahestehen wollen, dass es eigentlich keine gute Idee ist, diese Mischung gemeinsam in einen Raum zu packen. Eine ganze Menge explosive persönliche Motive und Emotionen prallen dann plötzlich an einem einzigen Abend aufeinander und rufen eine Ausnahmesituation in einer Hotelbar hervor, die allen Beteiligten im wirklichen und übertragenen Sinn unter die Haut geht und verursachen, dass man sich an diesem Abend mit alten und neuen Wunden beschäftigen muss – und vor allem auch damit, wie die Situation möglichst verlustfrei gelöst werden kann. Es beginnt eine Analyse der Beteiligten und Konstellationen vor dem Hintergrund ihrer individuellen und gemeinsamen Geschichte, die einen Roman erschafft, der zwar kein klassischer Whodunnit-Kriminalroman ist – aber an Spannung nichts vermissen lässt und vor allem sprachlich ein ganz besonderes Vergnügen sein kann, wenn man sich auf den Stil der Autorin einstellen kann. Denn diese ganze Geschichte erlebt der Leser so unmittelbar durch die Augen von Staatsanwältin Chastity Riley, Hennig Garbarek und Ermittler Ivo Stepanovic, wie zumindest ich es noch nie in einem Buch gelesen habe. Das Buch besteht aus quasi aus ihren Gedankengängen, Erinnerungen, Wahrnehmungen, ungefiltert. Nicht immer in der Ich-Form, aber in absolut konsequenter Perspektive. Dadurch entsteht eine ganz besondere Sprache, denn man denkt nicht in grammatikalisch ausgefeilten Sätzen und Nebensätzen, mit Bindewörtern, Füllwörtern, Beschönigungen, sondern unmittelbar – und so ist der Tin in diesem Buch. Das ist (vielleicht) gewöhnungsbedürftig, aber ich fand es unfassbar spannend, über die Handlung hinaus. Dazu kommt, dass Simone Buchholz einfach zwischendurch großartige Sätze schreibt, wie z.B. „Henning stand am Hafen, gerade war ihm die Nacht zerbrochen“ (S. 27), eine fast lyrisch anmutende Karussellfahrt einbaut (ab S. 165) oder Einfälle hat, die ich beim Lesen gefeiert habe, wie die grandiose Fußball-Referenz auf den Seiten 143/144 als es um die Herren Stepanovic, Magath und Meier geht – ich frage mich glatt, ob es Anspielungen im Buch gibt, die ich einfach überlesen habe, weil sie mir nichts sagen und andere Leser ganz anderes entdeckt haben. Das ist Schreibkunst, das ist intelligenter Humor, das gefällt mir außerordentlich gut. Da dies nicht das erste Buch der Autorin mit diesen Protagonisten ist, fehlte mir schon ein wenig der Background – kein Erzähler bringt uns die Hintergründe nahe, Vergangenes wird eben auch nur in Form der „Denke“ von Riley und Stepanovic angerissen – machte für mich aber keinen negativen Aspekt aus – nur neugierig auf die anderen Bände der Reihe, von denen ich nicht einmal weiß, ob sie im gleichen Tonfall verfasst sind, oder ob die Ausnahmesituation in Hotel Cartagena auch einen Ausnahmestil hervorgerufen hat. Erfrischend anders!