Sie verfügt über ein absolutes Gehör, gilt als Muse Wolfgang Rihms, der ihr seine Opernfantasie "Dionysos" auf den Leib geschrieben hat, und erhielt bereits den inoffiziellen Titel "Sopran der Zukunft": Die Hamburger Sängerin Mojca Erdmann, gesprochen Moisca, gibt nun mit ihrem CD-Debüt bei der Deutschen Grammophon die Visitenkarte zu ihrer internationalen Karriere ab. Mit "Mostly Mozart" widmet sie sich dem Wiener Komponisten und seinen Zeitgenossen Antonio Salieri, Giovanni Paisiello, Johann Christian Bach und Ignaz Holzbauer. "Mozart begleitet mich schon mein ganzes Leben. Obwohl bei uns zu Hause zeitgenössische Musik stets eine Rolle gespielt hat, weil mein Vater Komponist ist", sagt die 35-Jährige. "Dennoch war es für mich immer das Größte, Mozart zu singen, obwohl ich großen Respekt vor ihm habe: Man weiß genau, wie es klingen soll, aber es ist wahnsinnig schwer, dort hinzukommen."
Auf ihrer CD offenbart Mojca Erdmann jedoch, dass sie sehr genau weiß, wie sich ein "vollendeter Mozart" anhört. Sicher auch in den höchsten Lagen vertont sie die ausgewählten Arien emotional tief und sehr durchdacht. Bereits mit sechs Jahren erhielt sie ihren ersten Geigenunterricht und sang im Kinderchor der Hamburgischen Staatsoper. Schon mit 14 Jahren begann sie ein Gesangsstudium bei Evelyn Herlitzius und wechselte anschließend nach Köln, wo sie die Fächer Gesang und Geige belegte. Schon damals gehörte Mojca Erdmann zum Ensemble der Komischen Oper Berlin und trat an der Deutschen Oper Berlin sowie in Basel und in Mannheim auf. Zuletzt feierte sie einen großen Erfolg als Despina in "Così fan tutte" von Wolfgang Amadeus Mozart bei den Winterfestspielen in Baden-Baden. Im Oktober debüttiert sie an der Metropolitan Opera in New York als Zerlina in einer Neuproduktion von Mozarts "Don Giovanni". Zeitgleich zum Mozart-Album erscheint bei RCA Red Seal (Sony Classical) das "Italienische Liederbuch" zusammen mit dem Baritonsänger Christian Gerhaher und dem Pianisten Gerold Huber.
Birgit Schlinger
Sie verfügt über ein absolutes Gehör, gilt als Muse Wolfgang Rihms, der ihr seine Opernfantasie "Dionysos" auf den Leib geschrieben hat, und erhielt bereits den inoffiziellen Titel "Sopran der Zukunft": Die Hamburger Sängerin Mojca Erdmann, gesprochen Moisca, gibt nun mit ihrem CD-Debüt bei der Deutschen Grammophon die Visitenkarte zu ihrer internationalen Karriere ab. Mit "Mostly Mozart" widmet sie sich dem Wiener Komponisten und seinen Zeitgenossen Antonio Salieri, Giovanni Paisiello, Johann Christian Bach und Ignaz Holzbauer. "Mozart begleitet mich schon mein ganzes Leben. Obwohl bei uns zu Hause zeitgenössische Musik stets eine Rolle gespielt hat, weil mein Vater Komponist ist", sagt die 35-Jährige. "Dennoch war es für mich immer das Größte, Mozart zu singen, obwohl ich großen Respekt vor ihm habe: Man weiß genau, wie es klingen soll, aber es ist wahnsinnig schwer, dort hinzukommen."
Auf ihrer CD offenbart Mojca Erdmann jedoch, dass sie sehr genau weiß, wie sich ein "vollendeter Mozart" anhört. Sicher auch in den höchsten Lagen vertont sie die ausgewählten Arien emotional tief und sehr durchdacht. Bereits mit sechs Jahren erhielt sie ihren ersten Geigenunterricht und sang im Kinderchor der Hamburgischen Staatsoper. Schon mit 14 Jahren begann sie ein Gesangsstudium bei Evelyn Herlitzius und wechselte anschließend nach Köln, wo sie die Fächer Gesang und Geige belegte. Schon damals gehörte Mojca Erdmann zum Ensemble der Komischen Oper Berlin und trat an der Deutschen Oper Berlin sowie in Basel und in Mannheim auf. Zuletzt feierte sie einen großen Erfolg als Despina in "Così fan tutte" von Wolfgang Amadeus Mozart bei den Winterfestspielen in Baden-Baden. Im Oktober debüttiert sie an der Metropolitan Opera in New York als Zerlina in einer Neuproduktion von Mozarts "Don Giovanni". Zeitgleich zum Mozart-Album erscheint bei RCA Red Seal (Sony Classical) das "Italienische Liederbuch" zusammen mit dem Baritonsänger Christian Gerhaher und dem Pianisten Gerold Huber.
Birgit Schlinger