Bis zu 50 % günstiger als neu 3 Jahre rebuy Garantie Professionelles Refurbishment
ElektronikMedien
Tipps & News
AppleAlle anzeigen
TabletsAlle anzeigen
HandyAlle anzeigen
Fairphone
AppleAlle anzeigen
iPhone Air Generation
GoogleAlle anzeigen
Pixel Fold
HonorAlle anzeigen
HuaweiAlle anzeigen
Honor SerieY-Serie
NothingAlle anzeigen
OnePlusAlle anzeigen
OnePlus 11 GenerationOnePlus 12 Generation
SamsungAlle anzeigen
Galaxy XcoverWeitere Modelle
SonyAlle anzeigen
Weitere Modelle
XiaomiAlle anzeigen
Weitere Modelle
Tablets & eBook ReaderAlle anzeigen
Google
AppleAlle anzeigen
HuaweiAlle anzeigen
MatePad Pro Serie
MicrosoftAlle anzeigen
XiaomiAlle anzeigen
Kameras & ZubehörAlle anzeigen
ObjektiveAlle anzeigen
System & SpiegelreflexAlle anzeigen
WearablesAlle anzeigen
Fitness TrackerAlle anzeigen
SmartwatchesAlle anzeigen
Xiaomi
Konsolen & ZubehörAlle anzeigen
Lenovo Legion GoMSI Claw
NintendoAlle anzeigen
Nintendo Switch Lite
PlayStationAlle anzeigen
XboxAlle anzeigen
Audio & HiFiAlle anzeigen
KopfhörerAlle anzeigen
FairphoneGoogle
LautsprecherAlle anzeigen
Beats by Dr. DreGoogleYamahatonies
iPodAlle anzeigen

Handgeprüfte Gebrauchtware

Bis zu 50 % günstiger als neu

Der Umwelt zuliebe

Optischer Zustand
  • Sichtbare Gebrauchsspuren auf einzelnen Seiten
  • z. B. umfangreiche Markierungen/Notizen, ausgefranste Kanten des Buchumschlags, Wasserschäden, deutliche Verformung des gesamten Buches sowie größere Verschmutzungen durch mehrmaligem Gebrauch
  • Könnte ein Mängelexemplar sein oder ein abweichendes Cover haben (z. B. Clubausgaben)
  • Gut für den Eigenbedarf geeignet
Beschreibung
Neuseeland zur Zeit des Goldrausches 1866: Als der Schotte Walter Moody nach schwerer Überfahrt nachts in der Hafenstadt Hokitika anlandet, trifft er im Rauchzimmer des örtlichen Hotels auf eine Versammlung von zwölf Männern, die eine Serie ungelöster Verbrechen verhandeln: Ein reicher Mann ist verschwunden, eine opiumsüchtige Hure hat versucht, sich das Leben zu nehmen, und eine ungeheure Summe Geld wurde im Haus eines stadtbekannten Säufers gefunden. Moody wird bald hineingezogen in das Geheimnis, das schicksalhafte Netz, das so mysteriös ist wie der Nachthimmel selbst.
neu 14,00 € -81 %*
2,59 €
Taschenbuch | Gut
Auf Lager Versandbereit in 1-2 Werktagen
zzgl.
Auf Lager Versandbereit in 1-2 Werktagen
zzgl.
Sonderinformationen:

Bitte beachte: Auflage, Verlag und Cover weichen ggf. von der Abbildung ab

Handgeprüfte Gebrauchtware

Bis zu 50 % günstiger als neu

Der Umwelt zuliebe

* Spare 81 % gegenüber Neuware
Der Streichpreis bezieht sich auf den festgelegten Preis für Neuware.

Technische Daten


Erscheinungsdatum
27.03.2017
Sprache
Deutsch
Originalsprache
Englisch
EAN
9783442715145
Herausgeber
btb
Titel in Originalsprache
The Luminaries
Sonderedition
Nein
Autor
Eleanor Catton
Seitenanzahl
1040
Einbandart
Taschenbuch

Hersteller: btb Taschenbuch, Neumarkter Straße 28, München, Deutschland, produktsicherheit@penguinrandomhouse.de, Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH

Warnhinweise und Sicherheitsinformationen

Informationen nach EU Data Act

4.3
Aus 15 Bewertungen zu Die Gestirne
Aus 15 Bewertungen zu Die Gestirne
Nach Produkt-Zustand filtern
Deine Meinung ist uns wichtig
Alle Bewertungen, die wir veröffentlichen, wurden von echten rebuy Nutzer:innen geschrieben.
Ein aussergewöhnlicher Roman mit viel Raffinesse
Wolly - Bewertet am 30.12.2015
Zustand: Exzellent
Inhalt: 1866 - Der Schotte Walter Moody macht sich auf den langen und beschwerlichen Weg nach Neuseeland, um dort ein neues Leben zu beginnen. Angesteckt vom dortigen Goldrausch möchte er sein Glück finden. Nach seiner Ankunft in der kleine Hafenstadt Hokitika, begiebt er sich zu seinem Hotel und gerät dort unversehens in eine geheime Versammlung, die viele Überraschungen bereithält. Nach und nach erfährt er von den 12 anwesenden Männern den Grund für das Treffen und das stillschweigen darüber. Es gibt einige Geschehnisse in der Stadt die den Herren Kopfzerbrechen bereiten. Ein versuchter Selbstmord einer opiumsüchtigen Hure, ein plötzlich verschwundener reicher Goldsucher, ein toter Einsiedler mit einem Haufen Gold. Wie passt das alles zusammen und wer weiss mehr über die Ereignisse als er zugibt? Meinung: Mit "Die Gestirne" schafft Eleanor Catton ein aussergewöhnliches Buch. In über 1000 Seiten erzählt die junge Autorin eine komplexe Geschichte die sehr vieles vereint. Die Suche nach dem Glück, nach Liebe und Frieden, die Gedanken an Rache, Tod und Einsamkeit, Neubeginn und Vergangenheit. Ein wirklich umfangreicher Plot mit sehr vielen Figuren und einzelnen kleinen Geschichten die alle Teil der Großen werden. Die vielen Figuren des Romans und ihre Schicksale verwirren anfangs etwas, werden aber im Laufe der Geschichte greifbarer und authentischer. Besonders Moody als Erzähler weckte Sympathien. Der Aufbau des Buches ist speziell und reizvoll. Einleitende Kapitelüberschriften beschreiben, womit es der Leser im jeweiligen Abschnitt zu tun bekommt. Eine Wir-Erzählweise schafft Bindung und das Thema Sternbilder zieht sich als Gerüst durch das komplette Buch. Besondere Betonung verdient aber der Schreibstil. Dem Jahrhundert der Spielzeit sehr gut angepasst schreibt die Autorin klangvoll, bildhaft, aber nicht kitschig oder umständlich. Es macht Spaß zu lesen, erfordert aber Konzentration. Kein Buch für nebenbei. Negativ fällt vor allem das Ende auf. Es wirkt etwas hastig, manche wichtige Figur geht unter, manches ist überflüssig. Generell gibt es zwischendurch ab und an Passagen die sich ziehen und damit den Lesefluss ein wenig einschränken. Nichtsdestotrotz muss man den Hut vor der Autorin ziehen für diesen Roman. In dem Alter ein derartiges Buch zu schreiben wurde zu Recht mit dem Bookerpreis belohnt. Fazit: Eine Leseempfehlung für alle, die sich auch gerne mal an komplexere Geschichten heranwagen möchten und mit einem aussergewöhnlichen Buch belohnt werden wollen.
Hat dir die Bewertung geholfen?
Ein Meisterwerk!
Britta - Bewertet am 29.12.2015
Zustand: Exzellent
„Die Gestirne“ spielt in Neuseeland zur Goldgräberzeit im 19. Jahrhundert. In Hokitika stößt Moody auf eine Versammlung von 12 Personen. Thema sind ungelöste Kriminalfälle, zu denen jeder eine eigene Sichtweise hat. Vieles kommt dabei ans Licht und Moody steht vor der schwierigen Aufgabe, aus den vielen Erzählvarianten die Wahrheit herauszudestillieren. Eleanor Catton hat diesen Roman meisterhaft komponiert. Der Roman besteht aus 12 Teilen. Diese nehmen Bezug auf Planeten und Sternen, die am Nachthimmel von Neuseeland zu sehen sind und die als Vorlage für die Einteilung und Charakterisierung der Personen im Roman dienen. Sie entsprechen den 12 astrologischen Häusern der Tierkreiszeichen. Die Logik dahinter ist bestechend, wenn auch nicht immer leicht zu erkennen. Der Roman ist sehr anspruchsvoll und nicht leicht zu lesen. Moody und der Leser werden mit zahlreichen Detailinformationen gefüttert. Rund 1000 Seiten hat das Werk und doch wird es auf keiner davon langweilig. Die Geschichte war spannend und hat mich bis zum Schluss gefesselt, auch wenn ich die Logik der Autorin nicht immer vollständig erschließen konnte. Mich hat fasziniert, wie die einzelnen Puzzleteile zusammengetragen werden und am Ende eine stringente Auflösung ergeben. Als Buch für zwischendurch ist es nicht zu empfehlen, wohl aber allen, die anspruchsvollen, spannenden Lesestoff suchen.
Hat dir die Bewertung geholfen?
Ein einzigartiger Roman
Lisibooks - Bewertet am 26.12.2015
Zustand: Exzellent
„Die Gestirne“ ist ein einzigartiger Roman. Etwas Ähnliches habe ich bisher noch nicht gelesen! Der Roman hat den Booker Prize gewonnen und darf sich in die Reihe großartiger Geschichten wie „Schiffbruch mit Tiger“ und „Der Gott der kleinen Dinge“ einreihen. Mit dem Preis sind zwei Rekorde verbunden: Mit 28 Jahren ist die Autorin Eleanor Catton die bisher jüngste weibliche Preisträgerin und mit knapp über 1000 Seiten (in der deutschen Übersetzung) ist der Roman auch der umfangreichste, der jemals mit dem Booker Prize ausgezeichnet wurde. Die Geschichte spielt in Neuseeland zu Zeiten des Goldrauschs. Walter Moody, der sein Glück als Goldgräber suchen möchte, kommt mit dem Schiff in Hokitika an und macht sich auf ins Hotel. In der dortigen Bar trifft er auf eine merkwürdige Mischung aus zwölf Männern, die zunächst angestrengt so tun, als seien sie zufällig dort, doch in Wirklichkeit zu einer geheimen Versammlung verabredet sind. Als Moody von seiner Schiffsreise berichtet, scheinen die Männer einen Hinweis darauf erhalten zu haben, dass Moody Licht ins Dunkel einiger seltsamer Vorkommnisse bringen könnte, die die unterschiedlichen Männer in irgendeiner Weise verbinden. Er wird in die Hintergründe ihrer Zusammenkunft eingeweiht, denn am 14. Januar des Jahres 1866 geschahen mehrere scheinbar zufällige Ereignisse: Ein kauziger Einsiedler wurde tot in seiner Hütte aufgefunden. War es Mord oder hat er sich zu Tode getrunken? Rätsel gibt eine Kiste Gold auf, die in der Hütte entdeckt wurde. Noch seltsamer ist, dass kurz nach dem Fund des Goldes eine Frau auftritt, die behauptet, die Witwe des Toten zu sein und dies auch noch belegen kann. Am selben Tag wurde eine im kleinen Städtchen sehr beliebte Hure, deren Opiumkonsum allzu bekannt war, halb tot aufgefunden. War es Selbstmord? Und wie kommt es, dass an eben diesem schicksalhaften Tag auch noch der junge, reiche Glückpilz unter den Goldgräbern spurlos verschwindet? Im ersten Drittel des Romans werden immer neue Puzzlestücke zu den Geschehnissen offenbart. Die zwölf Männer haben alle irgendetwas zu den Ereignissen beizutragen und Moody hat die Aufgabe, alle Vorkommnisse einzuordnen und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Im weiteren Verlauf wechseln sich Rückblenden und der Fortgang der Ereignisse ab. Eine kleine Liebesgeschichte fehlt auch nicht und diese ist genau passend eingearbeitet. Weder zu kurz noch zu lang, sehr intensiv, aber nicht kitschig. Der Roman ist absolut außergewöhnlich. Die Autorin hat einen unverwechselbaren Stil, ihre Geschichte zu erzählen, es stecken unerwartet viel Humor und Ironie zwischen den Zeilen, es gibt viele unterschiedliche Charaktere, über deren Hintergründe man im Verlauf Einiges in Erfahrung bringt, und man merkt in einem fort, dass rein gar nichts in diesem umfangreichen Werk dem Zufall überlassen oder nicht bis zuletzt durchdacht ist. Die Sprache ist sehr anspruchsvoll genau wie die Geschehnisse, die erzählt werden. Man kann den Roman nicht eben nebenbei lesen, sondern muss sich anstrengen, um alle Personen auseinanderzuhalten und die Erzählstränge zu verstehen. Dennoch wird bis zum Ende die Spannung so hoch gehalten, dass man vergleichsweise zügig vorankommt. Für mich hätte der Roman nicht kürzer sein dürfen. Alles, was erzählt wird, hat seine Berechtigung und hat am Ende einen Sinn. Beim Lesen hat man stets das Gefühl, dass mit jeder neuen Information wieder neue Fragen aufgeworfen werden und muss einfach weiterlesen, um zu erfahren, wie alles zusammenhängt. Es gibt unzählige kleine Details zu entdecken, die mit Astrologie (aber man muss sich da nicht auskennen) zu tun haben, von denen ich hier nur einige nennen möchte: Wie schon erwähnt, ist nichts dem Zufall überlassen. Der Roman ist in zwölf große Teile eingeteilt, eine bedeutsame Zahl in der Astrologie. Die Länge der einzelnen Teile nimmt immer genau um die Hälfte ab, sodass nach einem sehr lang scheinenden ersten Teil die weiteren Teile immer kürzer werden. In den zwölf Teilen sind wiederum Unterkapitel vorhanden. Jedem Kapitel sind in einem Satz jeweils kurze Inhaltsangaben als Teaser vorangestellt, die auch ganz nützlich sind, wenn man nochmal nachsehen möchte, was in den letzten Kapiteln passiert ist. Die jeweilige Überschrift verrät, wer in dem Kapitel eine größere Rolle spielt. Jeder Person wird im Personenverzeichnis ein Planet bzw. Tierkreiszeichen zugeordnet, von denen jeweils passende in der Überschrift genannt werden. Besondere Ereignisse finden zu besonderen Zeiten wie beispielsweise der Sommersonnenwende statt…und vieles mehr. Ich freue mich schon darauf, beim nächsten Lesen immer wieder neue Details zu entdecken. Gerade das finde ich an diesem Roman so toll: Es ist im Gegensatz zu vielen anderen kein Roman, den man nur einmal lesen möchte. Wenn man erst alle Zusammenhänge kennt, wird sicher auch das zweite Lesen ein schönes Erlebnis. Eine klare Leseempfehlung, für die man sich aber Zeit nehmen sollte.
Hat dir die Bewertung geholfen?
(1)
Eine unglaubliche Geschichte
Cattie - Bewertet am 23.12.2015
Zustand: Exzellent
Eleanor Cattons "Die Gestirne" ist kein Buch, dass man mal eben an einem Abend liest. Auch in zwei Tagen wird man das Buch sicher nicht beenden. Dies liegt zum einen an seinem Umfang (über 1000 Seiten), zum anderen aber and er Geschichte: die ist nämlich verstrickt und verzwickt und trotzdem anders, originell und fesselnd. Anfangs hatte ich den Eindruck, es würde um Walter Moody gehen, der gerade eben in Hokitika, Neuseeland, an Land gegangen ist und in einem Gasthaus auf 12 Männer trifft, die sich merkwürdig verhalten. Doch dann sind es eben diese Männer, die zu den Protagonisten werden, zumindest für einen Großteil des Buches, denn sie sind alle in die Ereignisse verwickelt, die sich in der kleinen Stadt zugetragen haben. Und diese Ereignisse sind ganz und ganz nicht logisch und schon gar nicht strukturiert. Von der ersten Seite an hat mich das Buch gefesselt. Die Zeit, der Ort und natürlich die Charaktere haben mich beeindruckt und immer wieder überrascht, sodass auch nach 1000 Seiten noch neue Aspekte ans Licht kamen und sich mein Blick auf die einzelnen Figuren und deren Taten stetig verändert hat. Deswegen ist es für mich auch schwer, eine Figur als meinen Lieblingscharakter zu benennen, da so viele von ihnen hinter ihrer äußeren Fassade etwas versteckt halten, für das sie eigentlich bewundert werden sollen oder das ihnen zumindest eine gewisse Position einräumen sollte. Da wären Crosbie Wells mit seinem Wunsch nach Familienzugehörigkeit, Anna Wetherell, der eine Familie ebenfalls verwehrt bleibt, dann noch Emery Staines der Verschwundene und Lydia die Wiederaufgetauchte, Francis Carver der Kapitän, und Alistair Lauderback der Politiker, um nur einige zu nennen. Catton hat ihre Geschichte auf einem wichtigen Aspekt aufgebaut, den ich sicherlich nicht ganz verstanden habe, der mich jedoch trotzdem in seinen Bann gezogen und meine Interesse an der Astrologie und deren Deutung geweckt hat: den Gestirnen. Sie durchziehen das Geschehen und stehen quasi über den Ereignissen, sind vielleicht sogar Auslöser für diese und geben ihre Richtung an. Nichts ist hier dem Zufall überlassen, alles ist vorherbestimmt und konstruiert, wirkt aber so natürlich wie das Leben selbst. Ich habe anfangs erwähnt, dass mich das Buch gefesselt und beeindruckt hat und das möchte ich auch nicht widerrufen. Trotzdem haben sich in der Länge der Geschichte einige langatmige Passagen herausgebildet, die mir das Lesen teilweise erschwert haben und die ich mir dynamischer gewünscht hätte. Ein wenig Schwung hätte einigen Stellen sicherlich gut getan. "Die Gestirne" ist trotzdem ein sehr interessantes, originelles und vor allem besonderes Buch, dass den Booker Prize 2013 zurecht verliehen bekommen hat
Hat dir die Bewertung geholfen?
Goldgräberromantik, Intrigen und Verstrickungen im Zeichen der Sterne
Lesestunde mit Marie - Bewertet am 23.12.2015
Zustand: Exzellent
Dieses hochgelobte Buch von Eleanor Catton machte die Autorin mit 28 Jahren zur bisher jüngsten Booker Prize-Trägerin. Die in Kanada geborene neuseeländische Autorin veröffentlichte das englischsprachige Original 2013 unter dem Titel The Luminaries. Die deutsche Übersetzung kam im November 2015 heraus. Die komplexe Geschichte spielt im Neuseeland, Mitte des 19. Jahrhunderts, zu Zeiten des großen Goldrausches. Dachte ich zu Beginn noch, dass der frisch in der Goldgräberstadt Hokitika eingetroffene Mr Moody der Protagonist sein könnte, lernte ich nach und nach, dass der „Wir-Erzähler“ in seiner Erzählung ständig die Perspektive wechselt und uns hierbei indirekt aus Sicht und Wahrnehmung von mehr als einem Dutzend Hauptfiguren die Geschehnisse und nach und nach auch die Zusammenhänge darstellt. Ins Auge fällt, dass die Länge der Kapitel genau wie die Länge der 12 Buchteile mit fortschreitender Geschichte immer weiter abnehmen und somit eine Referenz zum abnehmenden Mond herstellen. Zudem werden ständig Bezüge zu Sonne, Mond und Planeten Konstellationen hergestellt. Jedes Kapitel hat unter der Überschrift eine kurze Zusammenfassung, die interessanterweise in den letzten Kapiteln überproportional zunehmen. Besagter Mr Moody trifft zu Beginn auf eine Versammlung von zwölf Männern, die verschiedener nicht sein könnten. Dies wird im Verlauf der Erzählung immer deutlicher. Ob der unehrliche Magnat Mannering, der investigative Journalist und Zeitungsherausgeber Löwenthal, ein chinesischer Opiumdealer, der engagierte und unternehmungslustige Geistliche Devlin oder der weise Maori Tauwhare – um nur einige zu nennen. Alle haben eines gemein, sie sind - ohne so recht zu wissen warum – in mysteriöse Geschehnisse rund um einen Komplott verstrickt. Mehr oder weniger gemeinsam, versuchen sie der Sache auf den Grund zu gehen. So präsentieren sich anfänglich ausgedehnte Szenen, die in keinem greifbaren Zusammenhang zu stehen scheinen. Doch immer wieder scheint es zentrale Verbindungspunkte über eine Hand voll Personen zu geben, die nicht Teil dieser ausgehenden Versammlung sind. Zum einen lesen wir immer wieder über einen offensichtlich verschlagenen und heimtückischen Frances Carver oder die begehrte, aber opiumsüchtige Hure Anna Wetherell. Des weiteren der scheinbar vom Glück beseelte, aber spurlos verschwundene Minenbesitzer Emery Staines, der alkoholkranke, verstorbene Einsiedler Crosbie Wells, die Trickbetrügern Lydia und der Politiker Lauderdall. Die Charaktere sind hierbei fein, aber teilweise auf eine ambivalent verstörende Art ausgearbeitet. Hier gibt es nicht nur Schwarz und Weiß. Oft denkt man einen Charakter erfasst zu haben, um später eine ganz andere Persönlichkeit zu erkennen. Wird dürfen in entbehrungsreiche Leben von Goldgräberpionieren schauen, bei denen das große Glück und der Absturz eng beieinander liegen, erhalten kleine Einblicke in die Gedankenwelt eines Maori sowie zweier emigrierter Chinesen. Wir begegnen einander (ent-)fremd(et)en Brüdern, nehmen Anteil an einer schicksalstiefen Liebe, sehen menschliche Machenschaft und Manipulationen, Lug und Betrug, Naivität und Berechnung. Die Gestirne erforderte vor allem zu Beginn meine volle Lesekonzentration. Mit stolzen 1.040 Seiten ist es zudem eine umfangreiche Lektüre. Der kunstvolle Schreibstil bereitete mir außerordentliche Lesefreude. Eleanor spielt hier mit zahlreichen Stilmitteln, die den Inhalt angenehm vertiefen. Trotz gehobenem Sprachniveau und komplexer Handlung lesen sich die Gestirne flüssig. An dieser Stelle auch ein großes Lob an die Übersetzerin. Auch wenn ich keinen direkten Vergleich mit dem Original ziehen kann, so erkennt man doch ihre detaillierte Einarbeitung in Materie und Stilistik. Was mir sehr gut gefiel, aber sicher nicht jedermanns Sache ist, dass schlussendlich nicht alles aufgeklärt wurde und der Fantasie des Lesers ein wenig Freiraum gelassen wird. Fazit: Ein Buch der Extraklasse, das mit seinem Umfang und seiner Komplexität einen hohen Leseanspruch hat. Die Referenzen in die Astrologie geben dem Buch eine ganz besondere Note. Für mich ein tolles Lese-Highlight zum Jahresende 2015.
Hat dir die Bewertung geholfen?