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★★★★★
☆☆☆☆☆
Eine heimliche Liebe
Kerstin P. - Bewertet am 25.05.2018
Zustand: Exzellent
„Lenchen hatte die Diktatur im Hause, Frau Marx die Herrschaft. Und Marx fügte sich wie ein Lamm dieser Diktatur. Lenchen hätte sich für Karl geopfert. Sie kannte ihn mit seinen Launen und Schwächen, und sie wickelte ihn um den Finger.“
Wilhelm Liebknecht, Zeitgenosse und Wegbegleiter von Karl… Marx
Inhalt:
Lenchen Demuth, Karl Marx und eine Liebe, die nicht sein durfte.
Sein Name ist auf der ganzen Welt berühmt. Auch seine Ehefrau Jenny hat es zu großer Bekanntheit gebracht. Wer aber war Lenchen Demuth, jene Frau, die der Familie Marx jahrzehntelang den Haushalt führte und zu der engsten Vertrauten des großen deutschen Philosophen wurde?
In Zeiten todbringender Armut und Ausbeutung muss sich Lenchen Demuth schon früh als Dienstmädchen verdingen. Im Haushalt der Familie Marx wird sie der jungen Ehefrau Jenny zur engen Freundin – und bald auch Vertraute des großen Philosophen Karl Marx, dessen Gedanken und Erkenntnisse sie immer mehr faszinieren. Doch dann verliebt sich Lenchen rettungslos in ihn, und auch er kann der Versuchung nicht widerstehen. Als sie ein Kind von ihm erwartet, steht nicht nur ihre Freundschaft mit Jenny, sondern auch das Werk von Marx und Engels auf dem Spiel.
Meine Meinung:
Dieser Roman hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Man taucht ein in eine ganz andere Welt, wie man sie sich heute kaum noch vorzustellen vermag. Die Geschichte beginnt im März 1829 in Sankt Wendel, wo Lenchen aufwuchs. Von da an begleitet der Leser die Ich-Erzählerin bis zum Ende des 19. Jahrhunderts auf ihrem nicht immer einfach Weg, nach Trier, Brüssel bis hin nach London.
Dadurch, das Lenchen die Geschichte erzählt, kann man sich super in sie hineinversetzen. Man lacht, leidet und lebt mit ihr. Man lernst sie immer besser kennen. Sie muss eine unglaublich starke Frau gewesen sein.
Die Beschreibungen der damaligen Zeit haben mir sehr gut gefallen und alles war sehr realistisch dargestellt. Man fühlte sich sofort in die damalige Zeit zurückversetzt.
Man erlebt während dem Lesen eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle. Man spürt die Armut, die Verzweiflung und die Hoffnung der Menschen.
Die Autorinnen erzählen die sagenhafte Aufstiegsgeschichte eines einfachen Mädchens vom Lande, das die engste Vertraute des großen deutschen Revolutionärs wurde, sehr anrührend und aufwühlend. Sie haben nach umfangreicher Recherchearbeit ihre historischen Kenntnisse perfekt in den Roman integriert, Fakten und Fiktion sehr harmonisch miteinander verwoben.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist an die damaligen Gepflogenheiten und Sitten angepasst und lässt sich super lesen.
Auch das Cover passt perfekt zur Geschichte. Vor dem Lesen habe ich mich gefragt was es damit wohl auf sich hat. Im Nachhinein hätte man meiner Meinung nach das Motiv nicht besser wählen können.
Fazit:
Eine klare Leseempfehlung für alle, die historische Romane mit vielen Fakten und einem Teil Fiktion lieben. Eine wirklich berührende Geschichte über eine bewundernswerte Frau.
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☆☆☆☆☆
Eine Liebe die nicht sein darf ...
Edith S. - Bewertet am 06.05.2018
Zustand: Sehr gut
Lenchen (Helena) Demuth wächst ein einer Zeit auf, in der Armut und Hunger die Menschen plagen. Ihr wird kaum Liebe, nur Spott und Unmut entgegen gebracht. Einzig ihr Vater (Pabbie) erkennt in ihr eine gescheite Tochter und bringt ihr als kleines Kind schon das Schach-Spiel bei. Er ist auch der… Einzige der nach einem harten Arbeitstag auf dem Feld, noch ein Lächeln für sie übrig hat. Als ihr Vater plötzlich und unerwartet stirbt, wird die Not noch schlimmer. Als sie sich nur noch als Belastung für ihre Familie fühlt, sucht sie Arbeit in Trier. Hier lernt sie durch Zufall die Baronesse Jenny von Westphalen kennen und findet Arbeit bei deren Eltern als Dienstmädchen. Hier lernt sie auch den beängstigenden Karl Marx kennen. Doch Jenny wird mehr und mehr zur Freundin und sie ist ihr stets ergeben, bis sie sich in Karl Marx verliebt ...
Zum 200. Geburtstag von Karl Marx erschien dieser Roman über die unerfüllte Liebe zu seiner Dienstmagd. Erst im Nachwort lässt sich erkennen, dass nicht alles Wirklichkeit war.
Der Roman liest sich flüssig, die Charaktere sind gut beschrieben, die Armut und das Elend fast greifbar.
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☆☆☆☆☆
Mitreißend mit großen Gefühlen
Stephanie p. - Bewertet am 03.05.2018
Zustand: Exzellent
Helena, auch genannt Lenchen, Demuth arbeitet als Dienstmädchen für die Familie Marx. Sie freundet sich schnell mit der Ehefrau Jenny an und wird kurz darauf auch eine enge Vertraute des Philosophen Karl Marx. Sie ist begeistert und fasziniert von seinen Studien, die sie auch auf ihr eigenes Leben… ummünzen kann. Eines Tages verliebt sich Lenchen in Karl Marx und erwartet ein Kind. Doch dadurch gefährdet sie sowohl die Freundschaft zu Jenny als auch das Werk von Karl Marx.
Claudia und Nadja Beinert ist es gelungen einen wirklich fesselnden Roman zu verfassen, der vor allem mit großen und authentischen Gefühlen überzeugen und begeistern kann. Den Schwestern ist es mit ihrem flüssigen Schreibstil gelungen einen wirklich lesenswerten Roman zu verfassen. Die Handlung ist gut durchdacht und sehr logisch. Als Leser kann man sofort in die Handlung einsteigen und dieser ohne Probleme bis zum Ende folgen. Mich konnte das Buch bereits mit der ersten Seite fesseln und mitreißen. Diese Begeisterung hat mich bis zum letzten Satz nicht losgelassen. Dadurch erschien das Buch sehr kurzweilig und lies sich schnell lesen.
Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut, wodurch unnötige Längen und Wiederholungen vermieden werden können. Der Leser wird gleich zu Beginn von der Handlung in seinen Bann gezogen. Besonders gelungen finde ich die Verknüpfung der sehr interessanten und gut recherchierten historischen Fakten und den authentischen und liebenswerten Protagonisten.
Die Charaktere sind sehr authentisch und vielschichtig. Als Leser kann man sich schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie entwickeln. Vor allem die Hauptprotagonistin Lenchen wuchs mir sofort ans Herz, was zur Folge hatte, dass ich mit ihr mitfiebern und ach immer wieder mitleiden musste. Besonders gut gefällt mir, dass die Autorinnen viele historische Fakten geschickt in die Handlung einfließen lassen. Dadurch wirkt diese besonders authentisch und konnte mich ergreifen.
„Revolution im Herzen“ wirkt geschichtlich sehr gut und aufwendig recherchiert. Als Leser merkt man sofort, dass alle historischen Fakten Hand und Fuß haben. Geschichtliches Vorwissen ist für das Verständnis des Buches nicht erforderlich. Auch ohne ein solches kann man als Leser sofot in die Handlung einsteigen und ihr ohne Probleme bis zum Ende folgen.
FAZIT:
„Revolution im Herzen“ konnte mich komplett mitreißen und begeistern. Die Autorinnen haben nicht nur eine fesselnde Geschichte mit gut recherchierten historischen Fakten verfasst, sie können auch große Gefühle transportieren. Aus diesem Grund vergebe ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung!
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☆☆☆☆☆
Starke und beeindruckende weibliche Hauptfigur!
Ann-Kathrin H. - Bewertet am 18.04.2018
Zustand: Exzellent
Zum Karl- Marx- Jahr erscheint neben Fachliteratur auch dieser interessante Roman von den Beststellerautorinnen Claudia und Nadja Beinert. Sowohl der Titel "Revolution im Herzen" als auch das wirklich toll und hochwertig gestaltete Cover haben mich sofort angesprochen.
Helena Demuth, kurz… Lenchen, hatte es in ihrer Kindheit nicht leicht, da ihre Familie, besonders nach dem Tod ihres Vaters, kaum zur Ernährung aller genügend verdiente. Daraufhin macht sich Lenchen auf den Weg nach Trier, um dort eine Anstellung als Dienstmädchen zu bekommen. In Trier lernt sie die junge Jenny kennen und dient ab sofort ihrer Familie. Nach Jennys Hochzeit mit Karl Marx folgt sie ihnen und kümmert sich sowohl um den Haushalt als auch um deren Kinder. Obwohl sie den Philosophen Karl Marx seit Kindertagen kennt und verabscheut, entwickelt sich Laufe der Jahre eine besondere Freundschaft und Liebe. Doch als sie nun ein Kind von ihm erwartet, ändert sich alles.
Auch in ihrem neuen Roman überzeugen Claudia und Nadja Beinert durch ihren prägnanten, flüssigen und einfühlsamen Schreibstil. Allerdings fand ich es sehr schade, dass sie sehr früh in die Geschichte eingestiegen sind, die Kindheit von Lenchen, und meiner Meinung nach viel zu früh geendet haben. Gefühlt war gerade erst der Höhepunkt des Romans und auf einmal kam das sehr ausführliche und tolle Nachwort.
Obwohl historische Romane mit autobiographischen Flair mit Vorsicht zu genießen sind und viele Sachen fiktiv sind, erkennt man die gut durchgeführte Recherche der Autorinnen.
Insgesamt kann ich das Buch nur weiterempfehlen!