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Beschreibung
Eigentlich war Geseke Cletzen ein Leben in Wohlstand zugedacht. Ende des 14. Jahrhunderts wird sie als Tochter des Ratsherren Albert Schreye in Hamburg geboren, und auch ihre Mutter stammt aus einem angesehenen Hamburger Haus. Im Kloster aufgezogen entwickelt sie kaufmännisches Talent und Hilfsbereitschaft. Was soll da schief gehen? Ihr erster Ehemann, Siegfried Clingspor, ist doppelt so alt wie sie; ihr Vater hat die Ehe aus politischem Kalkül verordnet. Nachdem Clingspor in den Wirren der Jagd auf Störtebeker ums Leben gekommen ist, wählt sich Geseke den jungen Ratsmann Johann Cletzen zum Mann. Sie wird Mutter und übernimmt eine tragende Rolle in der Hamburger Oberschicht. Doch das Glück währt nicht lange: Dem Heerführer Cletzen wird der Prozess gemacht – sein Kopf fällt auf dem Rathausmarkt. Geseke muss ihre Ehrenkleider abgeben, darf keinen Schmuck mehr tragen. Sie ist entehrt und verarmt, denn in seinem Testament hat Cletzen verfügt, dass sein Vermögen einer wohltätigen Stiftung zugute kommt. Doch Geseke ist nicht die Frau, die ihr Vermögen anderen überlässt. Sie baut kurzerhand das Stadthaus der Familie um und gründet ein Armenspital. So entsteht das Hospital St. Elisabeth, das erste Armenhaus für Frauen in Europa. Geseke Cletzen stirbt dort 1447.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
01.01.2003
Sprache
Deutsch
EAN
9783434525950
Herausgeber
Die Hanse in der Europäischen Verlagsanstalt
Sonderedition
Nein
Autor
Silke Urbanski
Seitenanzahl
250
Auflage
1
Einbandart
Gebundene Ausgabe
Buch Untertitel
Ratsherrentochter, Henkersbraut und Spitalsgründerin
Autorenporträt
Dr. Silke Urbanski, 1964 in Hamburg geboren, ist promovierte Historikerin. Über ihre Tätigkeit als Gymnasiallehrerin hinaus, nimmt sie Lehraufträge am Historischen Seminar der Universität Hamburg wahr. Ihre Dissertation, „Geschichte des Klosters Harvestehude – In valle virginum“ ist soeben in zweiter Auflage erschienen.

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