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Theorien abweichenden Verhaltens II. "Moderne" Ansätze. Eine Einführung für Soziologen, Psychologen, Juristen, Journalisten und Sozialarbeiter

Siegfried Lamnek (Taschenbuch, Deutsch)

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Beschreibung
Abweichende und kriminelle Handlungen gewinnen wissenschaftlich und gesellschaftlich an Bedeutung. Gewalt an Schulen, terroristische Aktionen oder Kindstötungen sind nur einige extreme Beispiel hierfür. Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts hat sich in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema gezeigt, dass die älteren sozialwissenschaftlichen Theorien weder hinsichtlich ihrer Erklärungskraft noch in Bezug auf die praktische Umsetzung ihrer Erkenntnisse immer befriedigen konnten. Dieses UTB informiert darüber, welche neuen Ansätze in den letzten Jahrzehnten entstanden, um abweichendes Verhalten besser erklären und verstehen zu können. Die erweiterte und didaktisch aufbereitete 3. Auflage ist auch ein ideales Lehrbuch für die neuen BA-Studiengänge.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
18.06.2008
Sprache
Deutsch
EAN
9783825217747, 9783825217747
Herausgeber
UTB
Autor
Siegfried Lamnek
Seitenanzahl
422
Auflage
3
Einbandart
Taschenbuch
Inhaltsverzeichnis
Vorwort zu 3. Auflage 11 Vorbemerkung 13 1 Moderne Ansätze als Paradigmenwechsel? 15 1.1 Die radikale Kriminologie im angelsächsischen Sprachraum 15 1.1.1 Die Absetzung von der traditionellen Kriminologie 16 1.1.2 Die Wurzeln der radikalen Kriminologie 18 1.1.3 Wirkungsgeschichte der radikalen Kriminologie 23 1.1.4 Radikale Kriminologie und gesellschaftliche Praxis 25 1.2 Die kritische Kriminologie in der Bundesrepublik 28 1.2.1 Die Zurückweisung der Grundannahmen ätiologischer Theorien 29 1.2.2 Die theoretischen Wurzeln der kritischen Kriminologie 30 1.2.3 Die kritische Kriminologie in ihren zentralen Aussagen 31 1.2.4 Kritische Kriminologie und gesellschaftliche Praxis 40 1.3 Soziale Kontrolle als zentraler Gegenstand der neuen Kriminologie 43 1.3.1 Denktraditionen sozialer Kontrolle 44 1.3.2 Kontrollstile 46 1.3.3 Organisationsformen sozialer Kontrolle 47 1.3.4 Trends der sozialen Kontrolle 50 2 Der handlungstheoretische Ansatz nach Haferkamp 53 2.1 Devianz als soziales Handeln 53 2.1.1 Das soziale Handeln 53 2.1.2 Konformität und Devianz – zwei Formen sozialen Handelns 54 2.1.3 Die Ebenen der Abweichung in ausdifferenzierten Gesellschaften 55 2.1.4 Eine Begründung für abweichendes Verhalten über die Genese des Selbst 57 2.2 Norm und Handeln 59 2.2.1 Die Bewertung von Normen in den Theorien 60 2.2.2 Die Bedeutung von Normen für das Handeln 62 2.2.3 Die Verbindung normativer und interpretativer Richtungen 64 2.3 Der Prozeß der Normsetzung durch Macht und Herrschaft 67 2.3.1 Die Bedeutung von Mängellagen 72 2.3.2 Vermittlung und Institutionalisierung der Forderungen 73 2.3.3 Von der Aushandlung zur Setzung 75 2.3.4 Die Motivation zur Kontrolle übertragender institutionalisierter Handlungen 76 2.4 Konformes und abweichendes Handeln in der Mehrgruppengesellschaft 80 2.4.1 Die Gesellschaft – ein kohärentes System von Subgruppen? 81 2.4.2 Das Mitdefinieren der Situation der „Anderen“ 82 2.4.3 Die Inklusivsysteme als „In-groups“ 83 2.4.4 Die Gründung alternativer Inklusivsysteme 85 2.5 Kriminalisierung und Entkriminalisierung – Instrumente im Konflikt sozialer Gruppen 87 2.5.1 Zur Setzung von (Straf-)Rechtsnormen 88 2.5.2 Die Absicherung von Machtpositionen 89 2.5.3 (Ent-)Kriminalisierung unter demAspekt von Macht und Herrschaft 90 2.5.4 Das Diebstahlsverbot und andere Beispiele 91 3 Das Konzept der Selbstkontrolle nach Gottfredson und Hirschi 95 3.1 Die theoretischen Wurzeln des Selbstkontrollkonzepts 95 3.1.1 Die klassischen Theorien 96 3.1.2 Die „positivistischen“ Theorien 100 3.2 Das Selbstkontrollkonzept als eine „Allgemeine Theorie der Kriminalität“ 109 3.3 Sozialisation und Selbstkontrolle 119 3.3.1 Delinquenz als Ergebnis von Störungen in der Sozialisation 119 3.3.2 Einige korrelierende Faktoren für Delinquenz 122 3.4 Aspekte einer kritischen Würdigung: Selbstkontrolle als „neokonservative Pädagogik“? 127 4 Die materialistisch-interaktionistische Kriminologie nach Gerlinda Smaus 133 4.1 Die theoretischen Voraussetzungen 133 4.1.1 Kritik am interpretativen Paradigma 134 4.1.2 Kritik an marxistischen Theorien 136 4.1.3 Vereinbarkeit des scheinbaren Paradoxons 138 4.1.4 Die Theorie der Strukturierung von Giddens 139 4.2 Die Anwendung auf die Kriminologie 141 4.2.1 Struktur 142 4.2.2 Strukturierung 144 4.3 Grundlegende Spezifika des materialistischinteraktionistischen Ansatzes 146 4.4 Die Unterscheidung zu anderen Ansätzen 147 4.4.1 Unterscheidung zu ätiologischen Ansätzen 148 4.4.2 Unterscheidung zum Labeling Approach 149 4.4.3 Unterscheidung zu marxistischen Ansätzen 150 4.5 Die feministische Perspektive 152 4.6 Beurteilung der materialistisch-interaktionistischen Kriminologie 158 4.6.1 Inhaltliche Würdigung 158 4.6.2 Transformation der Theorie in die Praxis 160 5 Die Rational Choice-Theorie 164 5.1 Grundannahmen der Rational Choice-Theorie 164 5.1.1 Die Sichtweise der Rational Choice-Theorie 166 5.1.2 Das Menschenbild der Rational Choice-Theorie: der Homo Oeconomicus und der RREEMM 167 5.2 Die Werterwartungstheorie nach Esser (SEU-Theorie) 170 5.3 Die Theorie des geplanten Handelns nach Ajzen 172 5.4 Die Rationale Reflexion der Situation nach Seipel und Eifler 175 5.5 Das Modell von McKenzie und Tullock 177 5.6 Die Annahmen Gary S. Beckers 179 5.7 Die Strafe aus der Perspektive der Rational Choice-Theorie 181 5.8 Das Opfer aus der Perspektive der Rational Choice-Theorie 183 5.9 Kritik an der Rational Choice-Theorie 183 6 Neurobiologische Aspekte des abweichenden Verhaltens 186 6.1 Der Blick ins menschliche Gehirn 187 6.2 Hirnschäden und Charakter: Phineas P. Gage und Eliot 189 6.3 Neurologie und der freie Wille 191 6.4 Ein kriminelles Gehirn? 194 6.5 Aggression 196 6.6 Epilepsie 201 6.7 Bestrafung als Rekonditionierung 203 6.8 Spiegelneuronen 204 6.9 Fazit 205 7 Sozialräumliche Kontext- und Aggregationseffekte 207 7.1 Ursprünge der soziologischen Analyse von Verhalten und Raum.210 7.2 Abweichendes Verhalten und soziale Desorganisation 212 7.2.1 Chicago Anfang des 20. Jahrhunderts 212 7.2.2 Entwicklung des Konzepts der „sozialen Desorganisation“ 213 7.2.3 Sozialökologische Einbettung der „sozialen Desorganisation“ durch Robert E. Park 214 7.2.4 Erweitertes Modell der sozialen Desorganisation 218 7.3 Abweichendes Verhalten und residenzielle Segregation 221 7.3.1 Konzeptuelle Abgrenzung von residenzieller Segregation und sozialer Exklusion 221 7.3.2 Der Zusammenhang von residenzieller Segregation und sozialer Exklusion 223 7.3.3 Residenzielle Segregation und abweichendes Verhalten 226 7.4 Beurteilung von sozialer Desorganisation und Sozialisationseffekten im räumlichen Kontext 229 8 Viktimologie 233 8.1 Aufgabengebiete und Fragestellungen der Viktimologie 234 8.1.1 Möglichkeiten zur Differenzierung von Opfern 237 8.2 Die Bedeutung von Opferbefragungen (Victim Surveys) 242 8.2.1 Lebensstil und Opferwahrscheinlichkeit 245 8.2.2 Gründe für Anzeigen und Dunkelziffern 246 8.2.3 Bestrebungen nach informeller Konfliktregelung 250 8.3 Die Schädigungen der Opfer 253 8.3.1 Einige Kategorisierungen von Opferschädigungen 254 8.3.2 Spezifische Opferreaktionen bei bestimmten Straftaten 257 8.4 Der Umgang des Kriminaljustizsystems mit Opfern von Straftaten 259 9 Soziale Kontrolle und Prävention 262 9.1 Prävention und soziale Kontrolle 262 9.1.1 Zur sozialen Kontrolle 263 9.1.2 Prävention im Kontext von Kriminalitätstheorien 265 9.2 Die präventiven Legitimationen des Kriminaljustizsystems 271 9.2.1 Die nicht explizit festgelegten Strafzwecke 271 9.2.2 Das generalpräventive Begründungsmodell 272 9.2.3 Die Legitimierung durch Integrationsprävention 274 9.2.4 Polizeiliche Präventionsvorstellungen 275 9.3 Die generalpräventive Wirksamkeit von Strafrechtsnormen 279 9.3.1 Zur Abschreckung durch Sanktionsdrohungen 280 9.3.2 Kritik amPrinzip des Strafens 283 10 Abolitionismus 287 10.1 Entwicklung und Prinzipien des Abolitionismus 287 10.2 Einige Richtungen im Abolitionismus 292 10.2.1 Der moralische Rigorismus von Christie 292 10.2.2 Die „peines perdues“ von Hulsman 297 10.2.3 Das mephistophelische Prinzip bei Mathiesen 298 10.2.4 Der Doppelkontrollcharakter bei Scheerer 299 10.2.5 Die moderate Position des European Committee on Decriminalisation 301 10.2.6 Der strukturelle Abolitionismus bei Smaus 303 10.3 Einige Gemeinsamkeiten abolitionistischer Ansätze 306 10.3.1 Die Forderung nach Abschaffung restriktiver Institutionen 306 10.3.2 Kontrolle und Konfliktlösung auf der Ebene kleiner Strukturen 307 10.3.3 Die Abkehr von der exakten, wertfreien Wissenschaft 310 10.3.4 Abolitionismus und Labeling Approach 311 10.4 Zwei Extreme bundesrepublikanischer Praxisbetrachtung 312 10.4.1 Die Positionen von Haferkamp und Schumann – oder: Reduktion oder Ausweitung sozialer Kontrolle 313 10.4.2 Zur wechselseitigen Kritik 316 10.5 Abolitionismus in der Praxis 317 10.5.1 Die Haltung zur sozialen Kontrolle 317 10.5.2 Der Verzicht auf staatliche Sanktionsmittel 319 10.5.3 Praktische Alternativen statt „negativer Kriminalpolitik“ 322 10.6 Diversion als Strategie der Entkriminalisierung 325 10.6.1 Grundlegung der Diversion 326 10.6.2 Zur Bewertung der Diversion 332 10.6.3 Möglichkeit und Machbarkeit von Diversion in der Bundesrepublik 339 10.6.4 Projekte im Rahmen von Diversionsmaßnahmen nach dem JGG 348 10.7 Wiedergutmachung und Täter-Opfer-Ausgleich 349 10.7.1 Wiedergutmachung und Schadensersatz 350 10.7.2 Die Bereitschaft zum Täter-Opfer-Ausgleich 362 10.7.3 Evaluation des Täter-Opfer-Ausgleichs 366 Literaturverzeichnis 373 Personenregister 398 Sachregister 404
Höhe
215 mm
Breite
15 cm

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