Alle Bewertungen, die wir veröffentlichen, wurden von echten rebuy Nutzer:innen geschrieben.
★★★★★
☆☆☆☆☆
Seicht und unaufgeregt
Julia F. - Bewertet am 18.05.2026
Zustand: Exzellent
Picking Daisies kommt als zarter und seichter Roman daher. Wir begleiten Dani, welche arge Selbstzweifel in sich trägt und ihren Vater früh verloren hat.
Dani ist dabei so ehrlich und auch gefühlvoll geschrieben, das man tatsächlich davon ausgehen kann, das sie eine reale Person ist. All die… Klischees die Protas in Bücher oft haben, findet man hier nicht. Denn sie ist unsicher, hat viele Selbstzweifel und ist seit jeher in in ihren besten Freund verliebt. Das hat es für mich grundsätzlich greifbar gemacht. Auch ihre Leidenschaft für Mode zieht sich durch die gesamte Geschichte und schafft ein schönes, stimmiges Nebenthema, das dem Buch zusätzlichen Charme verleiht.
Doch leider wurde ich nicht ganz warm mit dem Buch. Dies war eins der Bücher, bei dem ich ziemlich schnell die Storyline inkl. Plottwist erahnt habe. Was grundsätzlich nicht schlecht sein muss, wenn das Drumherum stimmig und spannend ist. Denn leider war ich von den ständigen Unsicherheiten und dem ewigen hin und her auch etwas genervt. Nicht wegen der Thematik an sich, sondern wegen der Art, wie sie vermittelt wurde.
Das Buch las sich super leicht weg, doch es hat in mir nicht die Gefühle geweckt, die ich mir gewünscht hätte.
Hat dir die Bewertung geholfen?
★★★★★
☆☆☆☆☆
Leider hat sich mein erster Eindruck nicht fortgesetzt
Lea R. - Bewertet am 02.05.2026
Zustand: Exzellent
Bei "Picking Daisies on Sundays" hat der erste Eindruck irgendwie etwas ausgelöst. Das Cover und der tolle Farbschnitt, aber auch die ersten Seiten der Leseprobe fand ich so unglaublich süß und ich war gespannt, warum damals in der Highschool nichts aus Levi und Dani geworden ist. Aber natürlich… auch, ob die beiden beim zweiten Versuch zueinander finden.
Leider muss ich sagen, dass mich das Buch dann doch sehr enttäuscht hat. Die Geschichte lies sich zwar flüssig lesen aber dennoch hatte ich Probleme mit dem Schreibstil und der Art und Weise, wie die Beziehung zwischen Dani und Levi beschrieben wurde und sich entwickelt hat. Es wurde zwar sehr viel geredet und vor allem beteuert, wie gern die beiden sich haben, aber irgendwie hat mir die Tiefe dabei gefehlt und auch das Gefühl, wirklich mitzuerleben, warum sie so füreinander empfinden. Allerdings war es vielmehr so, dass die Gefühle einfach da waren und immer wieder betont wurden, aber der Funke dadurch für mich nicht übergesprungen ist. Aber auch insgesamt hat der "Vibe" im Buch für mich nicht so richtig gepasst.
Auf der einen Seite waren die Charaktere ausnahmslos übertrieben dramatisch und emotional. Danis Freunde und ihre Kommilitoninnen, die so sehr mitfiebern und alle hellauf begeistert von Levi sind. Levis kleine Schwestern, als sie Dani nach vier Jahren zum ersten Mal wieder sehen. Aber auch Levi selbst, der ständig verlegen ist oder errötet und vor allem seine Gefühle für Dani so gar nicht verstecken kann. Ich mag das sonst immer total, wenn man anhand von Blicken etc. merkt, wie das Gegenüber sich verliebt. Aber bei Levi ging mir das zu schnell und war zu offensichtlich. Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, was damals vorgefallen sein kann, das diesen kompletten Kontaktabbruch rechtfertigt, aber gleichzeitig wohl auch gar nicht nochmal aufgearbeitet werden muss, als die beiden wieder Kontakt zueinander haben. Aber Levi und Dani kehren super schnell und selbstverständlich in ihre innige Beziehung zurück und auch die "Auflösung" des Kontaktabbruchs hat mich nicht überzeugt. Eigentlich sollte man meinen, dass so enge Freunde, sich besser gegenseitig lesen können. Was ich auch schwierig fand, war Levis übertriebene Besorgnis und sein Beschützerinstinkt in Bezug auf Dani, aber auch seine Eifersucht.
Das Buch hatte zwar viel Handlung und viele verschiedene Settings, aber auf der emotionalen Ebene hatte ich nicht das Gefühl, dass eine richtige Entwicklung stattfand, sodass ich die Geschichte als sehr langatmig empfunden habe. Durch Danis tief sitzende Unsicherheit, die mir als ihr prägendster Charakterzug im Gedächtnis geblieben ist, wurde jeder Schritt nach vorne im nächsten Moment wieder zurück gegangen.
Im Fazit kann ich nur sagen, dass ich es sehr schade finde, weil das Buch für mich viel Potenzial hatte, aber mich leider nicht von sich überzeugen konnte.
Hat dir die Bewertung geholfen?
★★★★★
☆☆☆☆☆
Zwischen Vergangenheit und Neubeginn: Eine leise Reise zur S
Karina G. - Bewertet am 15.04.2026
Zustand: Exzellent
Picking Daisies on Sundays von Liana Cincotti ist ein feinfühliger Roman, der sich intensiv mit Themen wie Selbstfindung, emotionaler Heilung und dem Mut zum Neuanfang auseinandersetzt. Im Mittelpunkt steht eine Protagonistin, die zwischen schmerzhaften Erinnerungen und der Hoffnung auf ein anderes… Leben schwankt. Besonders eindrucksvoll ist Cincottis ruhiger, beinahe poetischer Schreibstil, der den Leser sanft durch die inneren Konflikte und Entwicklungen führt. Die Handlung schreitet eher langsam voran, was jedoch gut zur introspektiven Atmosphäre passt und Raum für Reflexion lässt. Manche könnten dies als zu entschleunigt empfinden, doch genau darin liegt der Reiz des Buches. Die Figuren wirken authentisch und nahbar, ihre Gedanken und Gefühle sind nachvollziehbar dargestellt. Insgesamt ist es ein stilles, aber tief bewegendes Werk.
Hat dir die Bewertung geholfen?
★★★★★
☆☆☆☆☆
Wohlfühlbuch mit kleinen Stolpersteinen 💛
Louisa E. - Bewertet am 12.04.2026
Zustand: Exzellent
Ich bin echt ziemlich schnell durch „Picking Daisies on Sundays“ gekommen. Das Buch hat so eine angenehme Leichtigkeit, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Daisy und Levi mochte ich richtig gern zusammen. Die Dynamik zwischen den beiden hat für mich gut funktioniert und ich musste an… einigen Stellen wirklich schmunzeln oder sogar laut lachen. Das war einfach so eine entspannte, süße Story für zwischendurch. So ein richtig schönes „ich les das jetzt in einem Rutsch“-Buch!
Ein kleiner Kritikpunkt war für mich die Sprache. Manche Wörter wurden irgendwie sehr „streng“ ins Deutsche übersetzt – bei „Eiskrem“ musste ich kurz stutzen und auch Formulierungen wie „sie buk“ haben mich immer mal wieder rausgebracht. Ist natürlich korrekt, fühlt sich aber im Lesefluss etwas ungewohnt an.
Was mich mehr gestört hat: Ich bin kein großer Fan vom Miscommunication-Trope, und hier war es mir teilweise etwas zu konstruiert. Das Verhalten der Protagonistin war an manchen Stellen nicht ganz nachvollziehbar und es blieben ein paar logische Lücken offen, die die Handlung zwar vorangetrieben haben, aber für mich nicht ganz rund waren.
Fazit: Insgesamt aber trotzdem ein Buch, das sich leicht weg liest und Spaß macht – vor allem, wenn man Lust auf eine lockere Romance hat. Von mir gibt es ⭐️ 4/5 Sternen.