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Der Umwelt zuliebe
Beschreibung
Mit Kenner- und Könnerschaft angefertigte Slasher-Hommage, die auch als harter Thriller, Coming-of-Age-Story und Kleinstadtporträt besteht.
Der Texaner Alfonso Gomez-Rejon ist bereits seit Längerem im Filmgeschäft tätig und verfügt als Assistent von Martin Scorsese und Alejandro Gonzalez Inarritu über das nötige Niveau, als Regisseur etlicher Folgen der "American Horror Story"-Serie gleichzeitig über genügend Fachkompetenz, ein mit Qualitäten ausgestattetes Remake des Billig-Schlitzers "The Town That Dreaded Sundown" anzuzetteln. War dieser ein Fall für die Grindhouse-Kinos und mit "Der Umleger" auf deutsch angemessen subtil betitelt, reiht sich Gomez-Rejon Update keineswegs in die lange Reihe nur produktionstechnisch aufgehübschter Neuauflagen ein.
Seine Kenntnis der Genreregeln reizt er mit selbstreflexiven Clous wie aus der "Scream"-Reihe ironiefrei aus, wenn ein provinzielles Doppelstädtchen unter dem Terror eines vermummten Maskenmörders zittert, der bei einem Schäferstündchen Jamis Freund Corey vor ihren Augen massakriert. Damit geht der Serienkiller, der bis 1976 die Stadt in Angst und Schrecken versetzte, wieder oder ein Nachahmer frisch ans Werk. Während die elternlose Jami (glaubhaft: Addison Timlin aus "Californication") kurz vor ihrem Absprung aufs ferne College im Fadenkreuz des Täters steht, der in deftigen Thrillszenen weiter meuchelt, forscht sie in dem obskuren, nie gelösten Fall nach und fördert neue Erkenntnisse zutage.
Daraus entsteht ein für solche Verhältnisse ungewohnt komplexer Provinzkrimi. Gomez-Rejon kombiniert in pfeffrig harter Gangart einen True-Crime-Thriller mit den Boogeyman-Mythen, hat zugleich Geduld für eine Coming-of-Age-Geschichte und eine Mentalitätsschau der Menschen in der Provinz. Bis in die Einstellungen ahmt er die Atmosphäre der goldenen Ära der Slasherfilme nach, auf kunstfertige Art, die eines Ti West ("The House of the Devil") würdig ist. Mit bedächtigen Kamerabewegungen taucht er in die schrägen Winkel einer alptraumhaften Geschichte, hält sich mit seinem Stilwillen dennoch dezent zurück, lässt Ausstattung und Kostüme im schlaftrunkenen Weichzeichner für sich sprechen. Bei allem Retro-Chic vergisst er nie, ein eigenes, feines und cleveres Geflecht um einen mörderischen Abschied von der Traumzeit der Jugend zu weben.
tk.
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