In seinem sechsten Kinderfilmabenteuer um Fußball-begeisterte Kids erzählt Joachim Masannek mit neuer Besetzung und alten Methoden die erste Geschichte der erfolgreichen Kinosaga noch einmal.
Keine acht Jahre ist es her, als die wilden Kerle in "DWK5 - Die wilden Kerle: Hinter dem Horizont" zuletzt im Kino Fußball spielten, da präsentiert Joachim Masannek, Autor, Regisseur und Erfinder der extrem populären Kinderfilmserie, auch schon das sechste Abenteuer. Nach einem enttäuschenden Trip in die Welt der Boliden mit zwei gefloppten "V8"-Spektakeln wandelt er lieber auf sicherem Terrain und gibt mit "Die wilden Kerle - Die Legende lebt" einer neuen Generation von Fußball-verrückten Kids ein Forum. Das heißt in diesem Fall: Masannek hat im Prinzip nur die Schauspieler ausgetauscht, alles andere ist genauso wie im ersten Teil "Die wilden Kerle" von 2003: Eine siebenköpfige Gang lässt die Legende der Original-DWK wieder aufleben, rottet sich im reaktivierten Teufelstopf zusammen und bereitet sich unter der Aufsicht des (inzwischen erblindeten) Trainers Willi (Rufus Beck is back!) auf das ultimative Match gegen die von Big M alias dicker Michi gesteuerten galaktischen Sieger vor. Diesen Handlungsstrang unterfüttert Masannek einmal mehr mit fantasievollem Beiwerk, das sich in dem originellen Produktionsdesign (von Susann Bieling) ebenso niederschlägt wie in der speziellen Sprache, den aufgemotzten Fahrrädern und dem unverkennbaren Sound der Bananafishbones. Auch die berühmte Schlacht um das Baumhaus Camelot in bester Gotcha-Manier wird übernommen wie der alte Schlachtruf "Alles ist gut, solange du wild bist". Wenn die Action ruht, folgen Dialogsequenzen, in der einmal mehr ausführlich über Freundschaft, Treue und Verrat diskutiert wird. Das Ganze gipfelt in der Botschaft: "Kämpfe für das, woran du glaubst". Ein ganz besonderer Coup ist Masannek beim Cast gelungen. So konnte er die komplette Originalbesetzung der ersten Wilde Kerle-Filme, von Raban Bieling bis Jimi Blue Ochsenknecht, allesamt inzwischen junge Erwachsene, für ein Cameo gewinnen. Von solchen überraschenden Ideen oder innovativen Gags wie ein cleveres Kommunikationssystem, das mittels Steinschleudern von gigantischer Reichweite funktioniert, hätte man sich mehr gewünscht. So bleibt Teil sechs zum großen Teil eine bloße Kopie von Nummer Eins - was der nachrückenden Fan-Generation, die ganz unbeleckt die neuen wilden Kerle betrachten kann, völlig egal sein dürfte. lasso.
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