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★★★★★
☆☆☆☆☆
Tolle Idee; Umsetzung leider nicht ganz überzeugend
Annalena C. - Bewertet am 26.08.2017
Zustand: Exzellent
Die Idee, bekannte Bücher mit passenden Gerichten zu verbinden, finde ich super. Das ist wirklich innovativ und habe ich so vorher noch nicht gesehen.
Die Umsetzung war leider nicht ganz überzeugend für mich.
Erst einmal fand ich das Format des Buches etwas zu klein, dieses Kochbuch enthält… sehr viel Fließtext, der teilweise etwas erdrückend wirkte.
Dazu kam, dass für ein Kochbuch wirklich viel zu wenig Bilder zu den Gerichten vorhanden waren. Manche Gerichte hatten sogar gar keine Abbildungen. Das fand ich etwas Schade, denn gerade bei Essen, das man zum ersten Mal zubereitet, hilft eine optische Orientierung enorm.
Außerdem empfand ich die Rezepte sehr Dessert-lastig. Ich hätte mir von einer Metzgermeisterin etwas mehr Vielfalt gewünscht.
Positiv sind mir dagegen die witzigen Anekdoten und Geschichten rund aus dem Leben von Cara Nicoletti aufgefallen. Diese haben dem Buch das gewisse Etwas gegeben.
Ich glaube, wenn man diese Buch nicht nur als reines Kochbuch ansieht, sondern eher als eine Mischung von Rezepten und Essays, geht man nicht mit falschen Erwartungen ans Lesen und kann sich mehr daran erfreuen.
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☆☆☆☆☆
Yummie!
Lese- Q. - Bewertet am 18.07.2017
Zustand: Sehr gut
Ein wunderbar nostalgisches Cover, warme Farben, eine sympathische, zupackende Frau. Und das Versprechen, 50 Rezepte aus Klassikern oder Lieblingsbüchern appetitlich zu servieren.
Perfekte Gliederung: Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter + jeweils entsprechendes Buch.
Cara Nicoletti schreibt… anschaulich, wenn es um biografische Erlebnisse geht. Leicht hat sie es nicht gehabt. Schöne zeitgenössische Erinnerungen. Gelungene Fotos. Bewusst ausgewählt, ob schwarz-weiß oder in Farbe.
Die Rezepte: manche möchte man sofort nachkochen; einige Zutaten sind aber ungewöhnlich. Warum jedoch nicht mal ausprobieren?
Konnte ich nicht in einem Rutsch verarbeiten, allerdings schaue ich immer wieder mal gern hinein.
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☆☆☆☆☆
Das große Fressen?
Beate S. - Bewertet am 11.07.2017
Zustand: Exzellent
Ich kenne die Symbiose Film - Kochen aus einer Veranstaltung von Freuden, die für einen kleines ausgewählten Kreis die Gerichte aus dem Film „Das große Fressen“ nachgekocht haben. Sehr gelungen, amüsant, und mit dem Nebenbei-Filmgenuss ein geniales Erlebnis.
Als Büchernärrin, die sich schon… mehrmals nach den Rezepten aus diverser Literatur gefragt hat, war dieses Buch für mich auf den ersten Blick eine sehr gute Wahl, geschrieben von einer „Frau vom Fach“ - Carla Nicoletti stammt aus einer Metzgersfamilie, und gespickt mit kleinen Geschichten und Essays, die in einem angenehm lesbaren Stil verfasst sind.
Die innovative Konzeption geht für mich leider nicht völlig auf. Die Rezeptauswahl ist recht ungewöhnlich, zumindest für mich als Leser klingt nur weniges davon verführerisch, so dass ich mich Löffelschwingend in die Küche begeben möchte. Nein, ich blieb lieber beim Buch und blätterte weiter. Außerdem hätte ich mir mehr Bilder zu den Rezepten gewünscht, was für mich inzwischen zu einem guten Kochbuch einfach dazu gehört.
Es ist schade, denn insgesamt entpuppt sich das Buch bei genauerem Hinsehen weder als wirklich gute Lektüre noch als interessantes und gun aufgemachtes Kochbuch.
Es ist eine Idee, aus der man sicher mehr hätte herausholen können.
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☆☆☆☆☆
Ein Buch zum Verschlingen
Anna E. - Bewertet am 17.06.2017
Zustand: Sehr gut
Cara Nicoletti ist in einer Metzgersfamilie aufgewachsen, hat schon als Bäcker und Konditor gearbeitet, in vielen professionellen Küchen gekocht. Wenn sie nicht am Herd steht, nimmt sie ein Buch zur Hand. In diesem außergewöhnlichen Kochbuch verbindet sie Lesen und Essen, geistige und handfeste… Nahrung. Sie zeigt, wieviel Essen doch in unserer täglichen Lektüre steckt. Egal ob Klassiker (Die Elenden), Roman (Wer die Nachtigall stört…) oder Thriller (Das Schweigen der Lämmer), in jeder Geschichte wird gegessen, meistens sogar sehr gut (doch ehrlich, auch Dr. Lecter war ein hervorragender Koch). Die Autorin sortiert ihre Rezepte und Geschichten nicht nach Vor-, Haupt- und Nachspeise, sondern nach dem Alter, in dem sie die dazugehörigen Bücher kennengelernt hat. Will heißen Kindheit, Jugend/Studium und Erwachsenenalter. Diese Aufteilung macht, was die Bücher angeht, natürlich Sinn, wer jedoch Lust auf z.B. ein Dessert hat, muss sich erst durchs Buch blättern um alle Rezepte dazu zu finden. Und stößt dabei auf so manches Kapitel, an dem er sich fest liest ; )
Zu jedem Buch erzählt die Autorin eine kurze autobiografische Geschichte, die sie mit der jeweiligen Lektüre verbindet. Dazu gehört auch ein ganz kurzer Abriss über die Handlung (erfreulicherweise halbwegs spoilerfrei) oder zum Autor oder oder oder. Die Geschichten sind so vielfältig wie die angesprochenen Bücher. Die Rezepte selbst sind gut verständlich erklärt, der Schwierigkeitsgrad reicht von einfach bis kompliziert. Die verwendeten Zutaten sind oft auf den amerikanischen Markt zugeschnitten, Ersatz lässt sich aber relativ leicht finden. Die Autorin wartet nicht mit den neuesten und innovativsten Gerichten auf, sondern bietet eine tolle Mischung aus Altbewährtem und Heißgeliebtem in modernem Gewand. Für ein Kochbuch ist es relativ dürftig bebildert, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Insgesamt ist Yummy Books ein wirklich tolles Kochbuch für Bücherfreunde, die hinterher nicht wissen, ob sie zuerst den nächsten Supermarkt oder Buchladen stürmen sollen.
P.S.: Ich bin mir nicht sicher, ob mein Leseexemplar anders gestaltet ist als das zu kaufende Buch, deswegen dieser Nachtrag. Die Aufmachung mit superbilligem, lieblos zusammengeklatschtem Pappeinband hätte mich im Laden absolut abgeschreckt. Auch die Seiten waren gefühlt sehr dünn und ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass mir die Seiten demnächst entgegenkommen, weil auch die Bindung mehr als dürftig ist. Alles gut und schön, falls es sich hierbei um eine Leseexemplarvariante handelt. Sollte das „fertige“ Buch jedoch in derselben Qualität wie mein Leseexemplar sein, hat der Verlag sich hier nicht mit Ruhm bekleckert. Inhalt toll, Verpackung absolut scheußlich!