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Technische Daten
Erscheinungsdatum
30.11.2016
Sprache
Deutsch
EAN
9783034013505
Herausgeber
Chronos
Sonderedition
Nein
Autor
Kevin Heiniger
Seitenanzahl
496
Einbandart
Gebundene Ausgabe
Buch Untertitel
Die «Nacherziehung» männlicher Jugendlicher in der Anstalt Aarburg (1893–1981)
Schlagwörter
Zwangserziehungsanstalt, Sexualität, Straftäter
Thema-Inhalt
NHTB - Sozial- und Kulturgeschichte
Inhaltsverzeichnis
Dank
Prolog
1. Einleitung
2. Die Zwangserziehungsanstalt Aarburg im Kontext des ‹Jahrhunderts der Anstalten›
2.1. Waisenhäuser und Pioniere bis um 1800
2.2. Reformierte und katholische Anstalten – eine asynchrone Entwicklung
2.3. Private Wohltätigkeit und staatliche Fürsorge im Diskurs der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts
2.4. Gründungsversuche von staatlicher Seite
2.5. Kantonaler Alleingang
3. Erste Betriebsperiode, 1893–1895
3.1. Direktor Joseph Baur – eine Fehlbesetzung?
3.2. Vom Gymnasiallehrer zum Direktor der Zwangserziehungsanstalt
3.3. Die Rolle der Presse
3.4. Interne Konflikte
3.5. Epilog auf die erste und Ausblick auf die zweite Direktorenkrise
3.6. Fazit zur Direktorenkrise 1894
4. Misshandlungen und Suizide – die unruhigen Jahre 1914 und 1916
4.1. Hilferuf des Direktors
4.2. Die Untersuchung – eine Momentaufnahme des Anstaltslebens
4.3. Formen von Gewalt, die Sicht des Personals und die Verantwortung des Direktors
4.4. Die Ernährungsfrage und der Naturalienhandel
4.5. Parteilichkeit des Anstaltspersonals, Diskriminierungen und Zöglingshierarchien
4.6. Die Rolle des Pfarrers Alfred Zimmermann
4.7. Direkte Konsequenzen der Untersuchung
4.8. Fazit zur Misshandlungsaffäre
4.9. Die Suizide von 1916
4.10. Das Bild der Suizidenten aus der Sicht der Untersuchung
4.11. Freundschaften, Cliquen und Zöglingsnetzwerke
4.12. Schund und Literatur – ungeeignete Lektüre als Suizidgrund?
4.13. Falsches Erziehungssystem oder «geistige Minderwertigkeit» – die Ursachendiskussion
4.14. Reformpädagogik und neue Erziehungsansätze
4.15. Beschlüsse, Folgen und Desavouierung des Kritikers
4.16. Fazit zu den Krisen von 1914 und 1916
5. ‹Der Kampf um Aarburg› – die Anstaltskritik von 1935/36 und ihre Folgen
5.1. Der Fall Lippuner – ein Internum wird zur öffentlichen Debatte
5.2. Schohaus, Steiner, Grosser Rat – ein multilateraler Konflikt entbrennt
5.3. Die Sonderkommission in Aktion
5.4. «Peinlich» und «schädigend» – die Aufsichtskommission in der Defensive
5.5. Reformvorschläge der Sonderkommission
5.6. Subkommissionen, das Strafgesetzbuch und politische Verzögerungen
5.7. Dauerbaustelle Erziehungsanstalt
5.8. Zwischenfazit zur Kritik und zu den Folgen
6. Reformen in der Anstaltspraxis nach 1936
6.1. Psychiatrische Begutachtung und Versetzung von Jugendlichen
6.2. Gruppen- und Progressivsystem
6.3. Freizeitgestaltung
6.4. Berufsausbildung und Externat
6.5. Ein Arbeitskonflikt zwischen Personal und Direktor 1945/46
6.6. Professionalisierung des Personals und Pädagogisierung der Anstaltspraxis
6.7. Spuren des Umbruchs im Tagebuch von Oskar M.
6.8. Fazit: Die Kritik von Schohaus als Zäsur für die Anstalt und als Zeitphänomen
7. Gesellschaftlicher Wandel und Direktionswechsel – Jahre des Umbruchs um 1970
7.1. Presse- und Heimkampagne, 1970–1972
7.2. Die Entwicklung in Aarburg
7.3. Die Expertise von 1978 und ihre Folgen
7.4. Jugendheim, Anstalt für Nacherziehung und Aussenwohngruppe, 1993
7.5. Fazit zur Entwicklung nach 1970
8. Das «sexuelle Problem»
8.1. Homosexualität und Diskurse über Homosexualität seit dem Spätmittelalter
8.2. (Homo-)Sexuelle Lebenswelten in der Anstalt Aarburg, 1906–1965
8.2.1. Sittlichkeitsdelikte im Zeitkontext
8.2.2. Liebe, Zuneigung, Sexualität – die Strategien von Oskar M.
8.2.3. Schwärmereien und Freundschaftsbünde, 1906 und 1915/16
8.3. Generationenwechsel in der Direktion und veränderter Umgang mit Homosexualität, 1932
8.3.1. Fritz M. – erfolgloser Heilungsversuch vom «Krebsübel»
8.3.2. Zöglinge untereinander – Untersuchungen zu Affären in den Jahren 1939, 1949 und 1958
8.3.3. Gradmesser jugendlicher Reife – ein Zwischenfazit zu den Affären
8.3.4. «[…] wie es zwei treiben, die sich ‹gerne› haben» – weibliche Angestellte und Zöglinge
8.3.5. «[…] in einer ‹schwulen› Manier […]» – männliche Angestellte und Zöglinge
8.3.6. «Dä stoht uf di» – Ehemalige und Zöglinge
8.3.7. «[…] denn es ekelte mich vor ihm» – auswärtige Männer und Zöglinge
8.4. Das «sexuelle Problem» nach der Heimkampagne
8.5. Fazit zum «sexuellen Problem»
9. Résumé
Quellenanhang
Editorische Notiz
Tagebuch von Oskar M., 1944/45
Anhang 1: Fragen an den ehemaligen Erzieher und Gewerbelehrer Felix Auer
Anhang 2: Kommentar zu den Suiziden von 1916. Von Dr. med. Mark Fellmann
Anhang 3: Tabellen und Grafiken
Verzeichnis der Tabellen
Verzeichnis der Grafiken
Abkürzungen
Quellen- und Literaturverzeichnis
Quellen
Literatur
Bildnachweis
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