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★★★★★
☆☆☆☆☆
Kurzweilige Geschichte
Simone L. - Bewertet am 02.03.2017
Zustand: Exzellent
Eine kurzweilige Geschichte über Walerian, der von seiner Mutter erst 11 Jahre lang bei seinen Großeltern geparkt wurde und dann musste er mit ihr nach Wien ziehen. Dort versucht er auf eigenen Beinen zu stehen und Geld zu verdienen. Sprachlich ist das Buch toll geschrieben. Das Buch ist aus der… Sicht von Walerian geschrieben, der einiges an Ironie und Wortwitz einfließen lässt. Damit ist das Buch sehr unterhaltsam. Ich konnte leider einige Dinge zeitlich nicht so recht einordnen. Wie alt ist Walerian, als er bei seiner Mutter auszieht? Er hat ja viele verschiedene Jobs ausgeübt, wieviel Zeit ist da vergangen? Wie alt ist er am Ende des Buches? Was ich mich auch gefragt habe, er war ja kein guter Schüler. Wie hat er es dann geschafft, auf eine Handelsschule zu gehen? Ich fand das Buch durchaus unterhaltsam und es ist nett geschrieben, vor allem der Sprache wegen. Aber umgehauen hat es mich leider nicht. Es hat bei mir mehr Fragen aufgeworfen, als ich vorher hatte. Außerdem finde ich es für ein so dünnes Büchlein zu teuer.
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☆☆☆☆☆
Wo ist meine Heimat
Edith S. - Bewertet am 25.02.2017
Zustand: Exzellent
Wo ist meine Heimat? Das fragt sich der polnische Emigrant (wider Willen) Walerian (nach einem polnischen Beruhigungsmittel getauft). Kurz nach der Geburt wurde er von seiner jungen Mutter bei den Großeltern abgesetzt und erst nach elf Jahren wieder abgeholt, um gegen seinen Willen nach Wien zu… emigrieren.
Nach anfänglichen Sprachschwierigkeiten und einer Schule die zwar bequem aber nicht gerade förderlich war, kommt Walerian auf die Handelsschule. Hier glänzt er durch Abwesenheit. Als ihn seine Mutter vor die Tür setzt, nimmt er sein Leben selbst in die Hand, sucht seine Heimat und sein Glück.
Zunächst wollte ich einen Stern abziehen, da das Büchlein sehr klein und dünn geraten ist und mir für den Preis somit sehr teuer vorkam. Jedoch hat es mich so gut unterhalten wie lange kein Buch mehr.
Der Schreibstil ist sehr witzig und ironisch, doch leider hat man es an einem Nachmittag durch.
Zumindest bin ich jetzt auch Neugierig auf die anderen Werke des Autors.
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☆☆☆☆☆
der Mann, der Luft zum Frühstück aß
Katja Z. - Bewertet am 19.02.2017
Zustand: Gut
Erst lässt ihn seine Mutter nach der Geburt bei den Großeltern zurück, dann taucht sie plötzlich wieder auf und verpflanzt den Jungen von der polnischen Provinz in die österreichische Hauptstadt. Da er der neuen Sprache nicht mächtig ist, kommt er in eine Klasse mit anderen etwas langsamen Kindern,… womit Walerian aber gut umgehen kann, es sind ohnehin nicht die Dinge der Lehrer, die man fürs Leben braucht. Die Schulzeit lässt sich so gut rumbringen. Auch die Handelsschule dient zur Vorbereitung auf das Leben - wenn man während der Unterrichtszeit das echte Leben außerhalb der Schule studiert. Dass die Chancen auf ein erfolgreiches Berufsleben für ihn so erst einmal nicht gut aussehen, liegt auf der Hand, aber ein cleverer Pole lässt sich davon nicht unterkriegen und weiß sich durchzuschlagen.
Die Beschreibung des Buchs klang verlockend und interessant. Nach dem Lesen frage ich mich jedoch, was Radek Knapp eigentlich mitteilen oder erzählen wollte. Mir fehlt das Ziel des Buchs, die Aussage. Ja, ein zwangsweiser Emigrant, dem es gelingt, sich in der neuen Heimat durchzuschlagen - aber bei Walerian scheint vieles zufällig und nicht planmäßig zu geschehen, als Vorbild taugt das nicht. Auch wird er weder zum Aufsteiger noch kann er wirklich ein eigenes Ziel erreichen, weder beruflich noch privat. Beziehungen zwischen den Figuren tauchen auch nur rudimentär am Rande auf, das komplexe Verhältnis zu Mutter wird über die ersten zusammenfassenden Zeilen der jüngeren Kindheit nicht thematisiert.
Gelungen fand ich die Passagen über Walerians Schulzeit, die nebenbei typische Versäumnisse der Integration offenlegt. Sein Berufs- und Erwachsenenleben hingegen konnte mich nicht überzeugen, zu belanglos bleiben die Episoden, zu wenig Aussagekraft, um mir als Leser etwas zu sagen. Der lockere Plauderton, der auch durchaus zum Protagonisten passt, verleiht dem Roman durchaus eine unterhaltsame Leichtigkeit beim Lesen, ist mir insgesamt aber zu wenig, um zu überzeugen.