Von der (Liebes-)Zähmung eines Widerspenstigen erzählt Tom Vaughan, der in seiner RomCom Gentleman Pierce Brosnan auf Culture-Clash-Kurs nach Los Angeles schickt.
Love is all you need. Den Beatles-Hit hat sich Richard Haig, Literaturprofessor in Cambridge, wohl als Lebensmotto auserkoren. Warum es sich wegen einer Frau mit allen anderen verderben, denkt sich der ewige Womanizer. Die Prämisse zu "Doctor Love" wurde im Kino schon zigfach variiert - man erinnere sich nur an den abgehalfterten Autor Hugh Grant, den in "Wie schreibt man Liebe?" seine Studentinnen weit mehr interessieren als seine Lehrtätigkeit. Um die Zähmung eines Widerspenstigen geht es nun auch bei Tom Vaughan ("Love Vegas"), der in Sachen Besetzung mit Pierce Brosnan, Salma Hayek, Jessica Alba und Malcolm McDowell groß auftrumpft.
"How to Make Love Like an Englishman" heißt seine RomCom im Original treffender, ein Großteil des Spaßes generiert sich aus dem Aufeinandertreffen von britischer und amerikanischer Lebensart. Mit der guten Laune des Gentlemans ist's schlagartig vorbei, als sein aktueller Flirt Kate (Alba) ihm gesteht, schwanger zu sein. Ein Tiefschlag, der ihn sich im Rinnstein übergeben lässt. "Er hatte wahrscheinlich die Shrimps" merkt der Portier dazu trocken an. Eheschließung und Umzug an die US-Westküste sind die Folge. Dort verliebt sich die Gattin in einen jüngeren Mann, zieht aus, installiert an ihrer Stelle Stiefschwester Olivia (Hayek), die für ihren Sohn (Duncan Joiner) sorgen soll.
Liebe und Nachwuchs in Theorie und Praxis, Culture Clash, Vater-Sohn-Konflikte, die ewige Gültigkeit von Literatur... zig Themen reißt das Drehbuch von Matthew Newman an, ohne ein konkretes zu finden. So fehlt dem Film ein echter Spannungsbogen, er bleibt Patchwork, wie die Neo-Familie, die allmählich zusammenfindet. Sonnendurchflutet sind die Bilder von "Star Wars"-Kameramann David Tattersal, malerisch brechen sich am Strand von Malibu, den das Haus des Dozenten überblickt, die Wellen. Der hat nicht nur mit gelangweilten College-Kids zu kämpfen, sondern muss nach einer nächtlichen Alkoholfahrt auch darum bangen, dass ihm eine Green Card ausgestellt wird.
Dass man sich bei der schwungvoll montierten Komödie, die einige nette Seitenhiebe auf den "american way of life" bereit hält, dennoch - und trotz aller Vorhersehbarkeiten - gut unterhält, liegt am entspannten, augenzwinkernden Auftritt von Alt-Bond Brosnan. Der läuft zur Höchstform auf, wenn er sich mit seinem Vater McDowell - besonders im Original - spitzzüngig-intelligente Wortgefechte liefert, bei denen schon mal die Dessousmarke Victoria's Secret anders konnotiert ist. Wenig Geheimnis machen derweilen Alba und Hayek um ihr gutes Aussehen, als Siegerin in Sachen Schauspielkunst geht dabei die letztgenannte gebürtige Mexikanerin vom Platz. geh.
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