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★★★★★
☆☆☆☆☆
Klasse!
Edith S. - Bewertet am 07.09.2017
Zustand: Sehr gut
England, März 1940: Der Krieg verlangt von den Frauen Chilburys alles ab. Nun soll auch noch der Chor aufgelöst werden. Doch die Frauen bekommen Unterstützung von der Musikdozentin Prim und finden beim Gesang Trost in der schweren Zeit.
Ein unglaublich schöner Roman, überwiegend in… Tagebucheinträgen und Briefen geschrieben. Dreizehn Frauen und besonders die Schicksale der Schwestern Kitty und Venetia - du unter der tyrannischen Vater leiden, der verwitweten Lehrerin Mrs Tillman oder die gierige Hebamme Edwina, treten hier in den Vordergrund.
Ein Roman um Verlusste, Freundschaft, Zusammenhalt und das man mit Lug und Betrug nicht sehr weit kommt. Nie hätte ich gedacht das hinter diesem unscheinbaren Cover so ein spannender und gefühlvoller Roman steckt. Klare Kauf und Leseempfehlung, daher volle Punktzahl!
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★★★★★
☆☆☆☆☆
Was ein Chor bewirken kann
Lese- Q. - Bewertet am 06.09.2017
Zustand: Exzellent
1940, England, Chilbury. Die Männer und Söhne mussten fast alle in den Krieg ziehen. Der Gemeindechor soll aufgelöst werden. Gegen den Widerstand der bisherigen Dorfsprecherin trauen sich die Damen, einen Frauenchor zu gründen. Schon bald finden sie Trost und Freude am Singen. Im Verborgenen finden… Dramen, Liebesgeschichten und Konkurrenzkämpfe statt. Der reiche Gutsbesitzer braucht einen Sohn als Erben, eine Hebamme plant Betrug, die Dorfschönheit bricht Männerherzen, ein Mädchen träumt von einer Karriere als Sängerin, eine besorgte Mutter bekommt unerwünschte Einquartierung.
In Form von Tagebucheinträgen und Briefen bekommt man Einblick in Gedanken und Geschehnisse in Chilbury. Und der Krieg kommt näher....
Man fühlt sich ein wenig voyeuristisch, durchlebt aber gern mit den Dorfbewohnerinnen freudige und berührende Momente, verachtet gewissenlose Verhaltensweisen und erhofft für alle ein gutes Ende.
Durch kurze Abschnitte gut zu lesen. Die einzelnen Einträge, aus verschiedenen Blickwinkeln geschrieben, zeigen, wie wichtig der Chor nicht nur für seine Mitglieder, sondern auch für die Dorfgemeinschaft und darüber hinaus sind. Ein Buch, das Mut macht und anders als die üblichen Berichte aus dieser Zeit daher kommt.
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☆☆☆☆☆
Singen fürs Selbstbewusstsein
Elisabeth S. - Bewertet am 31.08.2017
Zustand: Exzellent
"Der Frauenchor von Chilbury" von Jennifer Ryan ist ein wunderschönes, hoffnungsvolles, aber auch ein herzzerreißend trauriges Buch.
Die Männer des Dorfes Chilbury sind fast alle im Krieg, da beschließt der Vikar ganz einfach, dass der Chor aufgelöst wird, weil er ja nach nichts mehr klingt. Die… Frauen des Chores sind nicht begeistert, sie hätten gerne weitergesungen in dieser deprimierenden Kriegszeit, neben all der Arbeit als Krankenschwestern usw., aber sie trauen sich nicht.
Da kommt die Musikprofessorin Prim gerade recht, sie gibt den Frauen den Mut, den Chor wieder auf die Beine zu stellen und alleine zu singen.
Im Laufe der Geschichte bekommen die Frauen durch ihre gemeinsamen Aktionen und den Rückhalt in der Gemeinschaft viel mehr Selbstbewusstsein und wagen immer mehr. Man erfährt viel aus dem Leben der erzählenden Frauen, alle haben ihr eigenes Schicksal, ihre Hoffnungen und Probleme. Es geschehen auch tragische Dinge, aber sie rappeln sich immer wieder auf und am Ende gibt es fast Happy Ends, wenn man das im Krieg überhaupt so nennen will.
Mir haben der Schreib- und der Erzählstil sehr gut gefallen. Durch die Briefromanstruktur erfährt man die Geschehnisse in jedem Kapitel aus einem anderen Blickwinkel und bekommt viele verschiedene Meinungen und Gedanken mit. Manche der Frauen des Dorfes schreiben Briefe, andere in ihre Tagebücher, und wir dürfen überall mitlesen.
Ich muss gestehen, dass es Phasen gab, in denen ich tagelang nicht weiterlesen konnte, weil es so traurig war, aber der Roman spielt nunmal zur Kriegszeit.
Insgesamt ein Roman der mich sehr berührt und bereichert hat. Man fühlt sich als Frau bestärkt und fühlt mit den tapferen Damen von Damals.
Unbedingt lesenswert!