In der unglaublichen, fast wahren Geschichte eines 1997 von beschränkten Provinzkriminellen durchgeführten Raubzugs gibt sich Amerikas Comedyelite die Ehre.
Die erste Komödie, in die Jared Hess, Regisseur schräger Genrehits wie "Napoleon Dynamite" und "Nacho Libre", nicht auch als Autor involviert ist, lebt von populären Stars wie Zach Galifianakis und Kristen Wiig und dem komischen Magnetismus von Vakuumhirnen mit großen Ambitionen.
"Hangover"-Entdeckung Galifianakis hat hier ein situationskomisches Exklusivforum, darf in die aberwitzigsten Verkleidungen schlüpfen, in den unpassendsten Momenten die Kontrolle über Körperfunktionen verlieren und in der Rolle eines Kleinkinds mit Vollbart und James-Bond-Affinität die Welt zum Spielplatz erklären. Als gutmütiger Fahrer eines Geldtransporters hat er eine Verlobte aus dem Qualitätsreservoir eines Trailerparks und eine heimlich angebetete Ex-Kollegin (Kristen Wiig), die ihm eines Tages ein unmoralisches Angebot macht. Von dem durchtriebenen Kleinganoven Chambers (Owen Wilson) angestiftet, überredet sie ihren Bewunderer, den nur mäßig bewachten Tresorraum seines Arbeitgebers auszuräumen. Als Belohnung wartet ein hoher Anteil an der erhofften Beute und das Versprechen wilder gemeinsamer Nächte in Mexiko.
Sehr frei nach dem 1997 tatsächlich erfolgten Raubzug, der die Täter kurzfristig zu mehrfachen Millionären machte, begleitet "Masterminds" Vorbereitung, Durchführung und Folgeerscheinungen des Coups. Dass sich bei allen Beteiligten die Auswirkungen limitierter Kopfarbeit bemerkbar machen, wird für multiple Lacher mit Breitenwirkung sorgen, wie auch die albern-absurden Tarnungen von Galifianakis, der als verführter Trottel mit Herz bei den meisten Zuschauer unter Artenschutz stehen dürfte. Längst nicht alles funktioniert in dieser prominent besetzten Chaotenkomödie, vor allem dann, wenn Mindestanforderungen an Glaubwürdigkeit, besonders in den Flughafenszenen, nicht eingehalten werden. Der Auftritt von Jason Sudeikis als Auftragskiller, der den Helden in Mexiko erledigen soll, ist freilich ein Highlight, auch wenn diese Figur letztlich eine Entwicklung nimmt, die zwar die Absurdität fördert, aber viel an komischem Potenzial ungenutzt lässt. kob.
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