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★★★★★
☆☆☆☆☆
Lesbar, aber weit weg von einem Hit
Evelyne W. - Bewertet am 05.09.2020
Zustand: Gut
Nach der Beschreibung habe ich einen interessanten Krimi erwartet (nicht bei rebuy gekauft). So richtig wurden die Erwartungen nicht erfüllt.
Der Kommissar Kaga ist mit den Ermittlungen betraut. Es stellt sich heraus, dass er Nonoguchi von früher kannte. Was aber seine Ermittlungen nicht… beeinflusst. Er hängt sich mit seinem jungen Kollegen dran. Und damit beginnt ein Kampf um Nachweise um den Täter zu ermitteln. Aber allmählig wird Kaga misstrauisch und zweifelt die Aussagen von Nonoguchi immer mehr an. Kaga macht sich ein Bild zu dem Vorgang und es wird ihm klar, dass es nicht so einfach ist. Und dann bringt Nonoguchi Kaga doch Zweifel. Kaga nimmt sich den Umkreis von Hidaka und Nonoguchi unter die Lupe. Auch die Ehefrau Hidaka muss ihm helfen. Kaga bleibt dran und dringt immer mehr in die persönlichen Angelegenheiten ein und so kommt langsam nach einigen Wirrungen eine doch unerwartete Lösung.
Das Buch ist in verschiedenen Strängen aufgeteilt. Diese bestehen aus Osama Nonoguchis Aufzeichnung und Darlegungen und denen von Kaga zu seinen Ermittlungen. Die Zusammenführung bringt am Ende die Lösung.
Irgendwie ist nur ganz am Anfang eine Spannung aufgebaut und dann geht diese schnell verloren. Ich habe das Buch nach ca. der Hälfte nicht mehr mit großer Aufmerksamkeit gelesen.
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☆☆☆☆☆
Für mich mal eine andere Art von Kriminalroman
Manuela - Bewertet am 09.06.2016
Zustand: Exzellent
Böse Absichten ist ein Roman des Autors Keigo Higashino, er besticht durch ein Katz und Maus Spiel zweier Charaktere die der Autors sehr gut herausgearbeitet hat. Es geht um den Mord um den Erfolgsautor Kunihiko Hidaka, schnell findet der Ermittler Kaga den Mörder heraus und dieser ist auch… geständig. Er schweigt jedoch über das Motiv und Kaga versucht nun dieses zu finden. Da der Mörder immer wieder versucht sein wahres Motiv zu verschweigen entspinnt sich zwischen Kaga und ihm ein spannendes Duell um die Wahrheit. Der Leser wird, genauso wie Kaga immer wieder auf eine falsche Spur geführt und es endet letztendlich überraschend.
Die Schreibweise des Romans war für mich erst etwas gewöhnungsbedürftig zog mich aber dann doch in den ganz eigenen Reiz des Stil. Ich habe mitgerätselt, ob ich nun die Wahrheit über das Motiv lese oder ob es doch wieder anders enden wird. Der Schluss selber bot dann ein unerwartetes Motiv. Mir hat der Roman sehr gut gefallen und ich habe mit Vergnügen mitgerätselt. Es ist kein Thriller mit hohem Spannungsbogen, aber das Spiel zwischen dem Ermittler und dem Mörder ist dennoch spannend und man bleibt bis zum Ende gespannt welches Motiv der Mörder hatte.
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☆☆☆☆☆
Böse Absichten
Miss.mesmerized - Bewertet am 15.05.2015
Zustand: Exzellent
Osamu Nonoguchi wird von seinem Freund Kunihiko Hidaka gebeten, ihn nochmals abends aufzusuchen. Der erfolgreiche Autor steht kurz vor der Auswanderung nach Kanada und klingt am Telefon besorgt. Als Nonoguchi dort ankommt, scheint das Haus verweist. Er informiert dessen Frau, die bereits im Hotel… ist, wo sie die letzte nach verbringen wollten. Als sie das Haus schließlich gemeinsam betreten, finden sie nur noch die Leiche des Freundes und Gatten. Wer könnte dem Literaten etwas angetan haben? Die Polizei ist ratlos, auch Nonoguchi kann sich keinen Reim darauf machen. War es die Nachbarin, deren Katze von Hidaka vergiftet wurde? Doch die Dinge liegen möglicherweise ganz anders und es sind mehr gewiefte Erzähler am Werk als man meinen sollte.
Keigo Higashino spielt mit seinen Figuren und dem Leser. Durch Perspektivenwechsel bringt er immer wieder neue Wendungen, die unerwartet sind und dieselbe Situation gänzlich anders erscheinen lassen. Gerade zurechtgerückte Motive und Handlungen fallen wieder in sich zusammen. Die Wahrheit liegt eben doch nur im Auge des Betrachters und Erinnerungen können getrübt sein. „Böse Absichten“ punktet mit wenigen Figuren in einem komplexen Plot, der sich geschickt windet und keine einfache Lösung offeriert. Sprachlich für meinen Fall passend zu den jeweils erzählenden Figuren, beim Ermittler etwas einfältiger als bei Nonoguchi. Am Ende lässt er leider etwas nach und ganz zum Schluss kommt ein arg abruptes Ende, das ein wenig verstört und nicht zum Fluss der Geschichte passt.
Fazit: clever konstruiert, spannend zu lesen – ein gelungener Krimi.