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★★★★★
☆☆☆☆☆
Seiten vergilbt, sonst Zustand in Ordnung
Lisa G. - Bewertet am 27.04.2025
Zustand: Sehr gut
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☆☆☆☆☆
Geht so
Ursula A. - Bewertet am 27.10.2022
Zustand: Sehr gut
Habe das Buch in einem tadellosen Zustand erhalten.
Nach ,Unterleuten' und ,Über Menschen' hat mich dieser Roman von Juli Zeh nicht ,vom Hocker gehauen'.
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★★★★★
☆☆☆☆☆
Sieht ungelesen aus
Teresa M. - Bewertet am 21.02.2018
Zustand: Sehr gut
Habe sehr gut bestellt , keine vergilbung , keine knicke , sieht unbenutzt aus ! Prima !
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★★★★★
☆☆☆☆☆
Gesellschaftsroman
Susanne K. - Bewertet am 05.02.2018
Zustand: Exzellent
In ihrem Roman "Leere Herzen" beschäftigt sich Juli Zeh mit unserer aktuellen gesellschaftlichen Situation. Sie schafft es diese sehr präzise und provokant darzustellen.
In einer inhaltsentleerten Welt ist vielen Menschen eine kostenlose Waschmaschine als Tausch gegen ihr Wahlrecht nicht nur… wichtiger als sich aktiv in den politischen Prozess einzubringen, sie wissen auch nicht mehr für welche Ziele es sich zu leben lohnt und letzten Endes noch nicht einmal für was sie sterben sollten. Doch in einer Zivilisation die aus allem Geschäfte macht und alles geregelt hat, gibt es auch hier eine Lösung - "die Brücke". Britta und Babak die zwei Hauptpersonen des Romans haben diese Organisation ins Leben gerufen. Sie kümmern sich um Depressive und vom Leben gelangweilte Menschen. Während ihrer ganz spezillen Therapie bei der die "Patienten" Waterbording und Nahtoterfahrungen am eigenen Leib erfahren, wenden die meisten sich geheilt und dankbar ihrem alten Leben wieder zu. Es gibt aber auch ein paar Unbelehrbare. Um ihrem gewünschten Tot einen Sinn zu verleihen, vermitteln Britta und Babak diese Menschen an Organisationen deren Beachtung in einer auf Sensationsmeldungen dominierten Welt immer weiter schwindet. So stirbt man in Zeiten des Terrors für Aktionen von Greenpeace, den Tierschutz oder die Wiederbelebung der Demokratie. Alles im überschaubaren Rahmen mit lediglich einer Handvoll Opfer - ausreichend um in die Schlagzeilen des Tages zu kommen. Doch seit einiger Zeit gibt es Konkurrenz für die Betreiber der Brücke, die "Empty Hearts". Anders als die Brücke ist diese Untergrundorganisation weitaus radikaler, Opfergrenzen kennen sie nicht.
Der Roman "Leere Herzen" ist eine Analyse unserer aktuellen Gesellschaft. Es wird uns ein Spiegel vorgehalten. Wie wird es weitergehen? Wohin wird sich unsere Gesellschaft und unsere Politik entwickeln? Könnten wir in ein paar Jahren wirklich da stehen wo Britta, Babak und die anderen Personen des Roman bereits angekommen sind? Fragen über sich jeder seine eigenen Gedanken machen kann. Ein Roman der Nachdenklich macht und uns wachrütteln sollte. Welche Ziele haben wir? Was ist uns wichtig? Wie soll unsere Gesellschaft aussehen, dass es sich zu leben lohnt.
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☆☆☆☆☆
Eher mäßige Story gut verpackt
Sandra G. - Bewertet am 16.12.2017
Zustand: Exzellent
Nachdem mich „Unterleuten“ begeistern konnte, ich „Nullzeit“ aber eher mittelprächtig fand, war ich dennoch sehr neugierig auf Juli Zehs neuen Roman „Leere Herzen“. Thematisch wieder etwas völlig anderes; laut Klappentext erwartete mich hier eher eine Art Politthriller-Roman-Mix. An sich nicht ganz… mein Genre, aber die Leseprobe machte definitiv Lust auf mehr.
In jener wird man ohne großes Vorgeplänkel in die Szenerie geworfen. Ein Abendessen einer normalen, aber offensichtlich recht erfolgreichen Familie mit ihren Freunden. Der Schauplatz ist Deutschland in einer nicht näher bestimmten, aber mit Sicherheit nicht allzu entfernten Zukunft. Gerade in der anfänglichen Abendveranstaltung fallen so einige interessante bis zynische Spitzen gegenüber der heutigen Politik und Situation. Dieser Teil der Leseprobe reichte aus, um meine Neugierde auf das Buch endgültig zu wecken. Die Szene war auf eine spezielle Weise irgendwie bizarr und schräg und doch wieder völlig selbstverständlich.
Der Schreibstil tat sein Übriges, um den Einstieg in die Geschichte sehr leicht zu machen. Sehr flüssig zu lesen, ohne dabei allzu simpel zu sein und somit genau mein Geschmack und entsprechend meiner Erwartung. Die Protagonisten und auch Nebenfiguren wirkten auf mich durchweg nicht sonderlich sympathisch – vielleicht waren sie absichtlich so angelegt, vielleicht ist das auch nur mein persönlicher Eindruck. Allerdings waren sie dabei keineswegs so nervig bis anstrengend, so dass ich nie das Bedürfnis verspürte, ihretwegen das Buch abbrechen oder zumindest unterbrechen zu wollen.
Dafür, also für das irgendwann schleppende Lesetempo meinerseits, sorgte der allzu schnell abflachende Spannungsbogen. Was zu Beginn sehr interessant begann, als die Geschäfte hinter der „Brücke“ endlich beschrieben wurden, ließ etwa ab der Mitte des Buches die Geschichte Abwechslung vermissen. Hier konnte das ordentliche Tempo vom Beginn leider nicht mehr gehalten werden und eher unspektakuläre Ereignisse zogen sich etwas zu sehr in die Länge – vor allem gemessen an der doch eher geringen Seitenzahl. Hier hätte ich mir einfach insgesamt eine etwas andere Entwicklung gewünscht, etwas mehr Überraschung.
Am Ende konnte die Story leider nach den vielen anfänglichen, interessanten Details nicht ganz halten, was sie versprach. Gute 3 Sterne vergebe ich für den Inhalt, aufgrund des lesenswerten Stils kann ich „Leere Herzen“ aber insgesamt reinen Gewissens 4 Sterne geben.