Das hรคtte sich Robert Louis Stevenson nicht trรคumen lassen: Seine "Schatzinsel" dringt als รผberwรคltigendes Science-Fiction-Abenteuer in Welten vor, die noch nie ein Trickfilm zuvor gesehen hat.
Wer mal eben in Robert Louis Stevensons Evergreen "Die Schatzinsel" schmรถkert, kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass dieser Klassiker der Jugendliteratur bereits mehr als 100 Jahre auf dem Buckel hat. Als habe Stevenson erst gestern die Geschichte beendet, erscheinen die Figuren des ultimativen Piratenromans zum Greifen nahe, entfรผhrt der Roman an aufregende Orte und in geheimnisvolle Gegenden.
Eine schรถnere und spannendere Grundlage als die Geschichte des Jungen Jim Hawkins, der in den Besitz einer Schatzkarte kommt und danach ein unglaubliches Abenteuer nach dem anderen erlebt, lรคsst sich fรผr einen fulminanten Actionkracher kaum vorstellen. Aber Disneys Topregisseuren John Musker und Ron Clements ("Aladdin", "Arielle, die Meerjungfrau") waren selbst Piraten, Schรคtze, Duelle, Meutereien, einsame Inseln, gemeine Intrigen und Verrat am besten Freund noch nicht genug.
Fรผr ihren bislang umwerfendsten Zeichentrickfilm verlegten sie das unwiderstehliche Szenario in ein vor Fantasie und รberraschungen nur so strotzendes Paralleluniversum und erfanden die ewig junge Saga als Science-Fiction-Adventure noch einmal neu. "Der Schatzplanet" ist ein Filmerlebnis geworden, das zwar all die bekannten und beliebten Story-Elemente der Vorlage รผbernimmt, aber gleichzeitig in einen vรถllig neuen Zusammenhang setzt, der jedem Filmfan die Augen รผbergehen lassen wird:
Jim wohnt nicht mehr an der schottischen Kรผste, sondern auf einem รถden Planeten; er ist kein braver Bub mehr, sondern ein aufmรผpfiger James-Dean-Typ, dem der Schalk im Nacken sitzt; Long John Silver ist nicht nur ein einbeiniger Pirat, sondern auch ein Cyborg mit ungeahnten Fรคhigkeiten; ihr Segelschiff sticht nicht in See, sondern schwirrt durch Welten, die bislang bestenfalls dem Raumschiff Enterprise bekannt waren; und ihr Ziel ist keine fade Insel, sondern ein raffiniert versteckter Planet am Rande des Sonnensystems.
All das wurde brillant als geniale Fusion aus klassischem Zeichentrick und modernster CGI-Technik umgesetzt, die Vergleiche weniger mit anderen Disney-Werken, vielmehr mit schweren Fantasy-Kalibern ร la "Krieg der Sterne" herausfordert - und mรผhelos standhรคlt. Denn dieser Animationsfilm aus einer anderen Galaxie liefert nicht nur immer wieder verblรผffende Action und dauernde Aufregung, sondern auch eine Geschichte, die einem nahegeht: รผber einen Jungen, der erkennen muss, dass sein einziger Freund sein รคrgster Feind ist. Beim nรคchstjรคhrigen Animations-Oscar wird "Der Schatzplanet" ein entscheidendes Wรถrtchen mitreden. Garantiert!
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