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Beschreibung
Mauro Larrea erhält eine Nachricht, die seinen Ruin bedeutet. Einst in den Silberminen Mexikos reich geworden, kämpft er um eine neue Chance und trifft auf die Frau, die sein Schicksal entscheidet … Wenn ich jetzt nicht gehe ist eine abenteuerliche Jagd nach dem Glück und ein packender und bewegender Roman über die Kraft des Neuanfangs. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist Mexiko-Stadt der Mittelpunkt der Neuen Welt und Mauro Larrea einer ihrer wohlhabendsten Bewohner. Jahre zuvor kam er mit nichts ins Land, als Witwer, als Vater zweier Kinder. Nach seinem kühnen Aufstieg lebt er in einem Barockpalast, besitzt Minen, Ländereien, Kutschen, Pferde, Logen überall. Doch jetzt soll plötzlich alles verloren sein, wegen einer einzigen Entscheidung! Hals über Kopf verlässt er die Stadt und versucht sein Lebensglück ein zweites Mal – und begegnet Soledad Montalvo, einer schönen, einer klugen, einer unberechenbaren Frau.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
11.03.2018
Sprache
Deutsch
EAN
9783458363453
Herausgeber
Insel Verlag
Titel in Originalsprache
La Templanza
Serien- oder Bandtitel
insel taschenbuch
Sonderedition
Nein
Autor
Maria Dueñas
Seitenanzahl
590
Auflage
1

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4.7
Aus 3 Bewertungen zu Wenn ich jetzt nicht gehe
Aus 3 Bewertungen zu Wenn ich jetzt nicht gehe
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Über Umwege
Anne H. - Bewertet am 11.04.2017
Zustand: Exzellent
Mexiko-Stadt, die 1860er Jahre. Mauro Larrea hat sich hochgearbeitet. Vom spanischen Einwanderer und einfachen Bergmann zum Silberminenbesitzer. Er nennt nicht nur ein Stadtpalais und Haziendas sein Eigen, er besitzt auch vielversprechende Schürfrechte für zukünftige Geschäfte. Doch das Schicksal will es anders. Er steht vor dem Aus, sieht sich gezwungen, einen skrupellosen Geldgeber, den er lange in der Vergangenheit wähnte, erneut aufzusuchen, um ein neues Geschäft zu finden und zu tätigen. Zu groß die Gefahr, seinen letzten Besitz zu verlieren und die gesellschaftliche Stellung seiner selbst und seiner Kinder zu riskieren. Die Hoffnung auf eine lukrative Investition treibt ihn nach Havanna und einige familiäre Verwicklungen und eine Partie Billard schließlich nach Jerez de la Frontera. Sein Ziel ist es, hier nun das Geschäft aller Geschäfte zu tätigen, möglichst schnell das spanische Mutterland wieder zu verlassen und am besten noch den in Europa weilenden Sohn Nicolas wieder zur Räson zu bringen und in den sicheren Hafen der Ehe in Mexiko zu geleiten. Niemals hätte er damit gerechnet, dass eine simple Begegnung mit Soledad Montalvo genügt, um ihn noch tiefer in deren familiäre Verstrickungen mit hinein zu ziehen, und bei denen wird es nicht bleiben. Maria Duenas Stil gefällt mir außerordentlich gut, es gibt unglaublich deskriptive Passagen, die aber niemals langweilig sind, vielmehr glaubt man, die flirrende Hitze Andalusiens, die alten Holzfässer, den feuchten Kreideboden der Bodega, das alte Stadtpalais zu sehen und zu riechen. Von Beginn an zieht die Autorin mit der Schilderung starker eindrücklicher Bilder in meinen Augen den Leser in den Bann, das hat mich ehrlich fasziniert und an das Buch gefesselt. Ich war begeistert von der Stimmung zwischen Soledad und Mauro. Mich hat die nonverbale (im Text vorhandene) Kommunikation der beiden, ihre Übereinstimmung, einfach ihre Chemie schlichtweg mitgenommen und ich habe eine hohe Empathie für die beiden entwickelt. Es wurde so viel Liebe transportiert, ohne dass es wirkliche Liebesszenen in diesem Buch gibt und auch überhaupt nicht kitschig ist, aber so viel Gewissheit, um sich und um den anderen. Bei aller Unsicherheit, die das sich Verlieben oder Liebe an sich oft beinhalten, gibt es da ja oft noch diesen anderen Faktor – dass man den anderen Menschen sieht, und man weiß es. Alles. Und man ist sich sicher. Ohne das man darüber reden muss. So ist das bei Soledad und Mauro, und das ist ehrlich ganz toll. Ein minimini-Kritikpunkt: ich verstehe den deutschen Titel nicht. das Buch hat im Original einen wunderbaren Titel: La Templanza (die Mäßigkeit) – das ist so stimmig, das passt, da es nicht nur der Name des Weinberges ist sondern auch ganz fantastisch übertragbar ist auf die Handlung und die Personen der Geschichte. Natürlich ist er im deutschen nicht ad hoc so selbsterklärend, aber da hätte man doch etwas finden können… „Wenn ich jetzt nicht gehe“ – Wer? Wohin? Und dann?... „Wenn ich jetzt nicht gehe“ ist einfach eine ganz wunderbare Geschichte. Für mich kein historischer Roman, kein Liebesroman, kein Abenteuerroman, obwohl alles zutreffen könnte, es ist „die Frucht der weißen sonnenglühenden Erde des Südens, der Mäßigung und des Westwindes, der Beharrlichkeit und der Leidenschaft eines Mannes und einer Frau“ (Seite 589). Damit ist alles gesagt.
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Dieses Buch hat das Zeug ein Klassiker zu werden!
Magdalena K. - Bewertet am 15.03.2017
Zustand: Exzellent
Ich muss gestehen, dass ich von Maria Duenas als Schriftstellerin bisher nichts mitbekommen habe, obwohl sie schon mehrere Bücher veröffentlicht hat und in Spanien eine gefeierte Bestseller-Autorin ist. Im Jahr 2015 war dort „Wenn ich jetzt nicht gehe“ sogar das meistverkaufte Buch. Wie das bei mir oft der Fall ist, wurde ich auf das Buch durch das schöne Cover aufmerksam. Es ist schlicht gestaltet und lässt eine Liebesgeschichte erahnen, die nicht kitschig anmutet. Bekommen habe ich sogar viel mehr als eine Liebesgeschichte, denn der Roman ist das reinste Abenteuer! Die Geschichte beginnt in Mexiko-Stadt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dort lebt Mauro Larrea, ein 50-jähriger reicher Unternehmer. Seine Frau ist schon vor längerer Zeit verstorben und hat ihn und die zwei Kinder Mariana und Nico zurückgelassen. Mauro war schon immer ehrgeizig und hat keine Mühen und Risiken gescheut um an sein Ziel zu kommen. So hat er es auch geschafft seine Armut zu überwinden und wohlhabend und angesehen zu werden. Doch nun hat ihn sein Glück verlassen, denn er ist ein zu großes Risiko eingegangen. Er hat all sein Geld in neue Maschinen aus den USA investiert, doch der dort herrschende Bürgerkrieg hat im einen Strich durch die Rechnung gemacht und ihn ruiniert. Jetzt heißt es schnell handeln um zu verhindern dass diese Neuigkeit die Runde macht. Mit Hilfe seine treuen und langjährigen Freundes Andrade erkennt er, dass ihm nichts anderes übrigbleibt, als nach Kuba zu gehen und dort Geschäfte abzuschließen um ihn aus der Misere zu befreien. Denn es steht nicht nur sein Leben auf der Kippe, sondern auch das seiner Kinder. Seine Tochter hat er aufgrund seines Vermögens in eine angesehene alte Familie verheiraten können und sein Sohn ist verlobt und die Hochzeit gerät in Gefahr. Doch um Geschäfte in Kuba tätigen zu wollen, braucht er Startkapital. Er verkauft fast seinen ganzen Besitz und schließt ein Geschäft mit dem Halsabschneider ab, der der ihn schon zu Beginn seiner Karriere ausgenommen hat, und das Ganze zu einem Wucherpreis. Er setzt seine Villa, das einzig kostbare was ihm noch geblieben ist als Pfand ein und hat nur vier Monate Zeit einen Drittel plus horrende Zinsen zurückzuzahlen, sonst steht er vor dem Nichts. Als sich herumspricht, dass Mauro nach Kuba geht, bekommt er noch Geld von der Schwiegermutter seiner Tochter mit. Das soll er gewinnbringend investieren. Vom zukünftigen Schwiegervater seines Sohnes bekommt er auch Geld mit. Es handelt sich um das Erbe seiner Schwester, die er jahrelang nicht gesehen hat. Mauro soll das Geld der Schwester überbringen. Nun hat Mauro genug Geld um etwas daraus zu machen. Wird es ihm gelingen? Der Schreibstil von Maria Duenas ist ganz hervorragend! Sie beschreibt die Umgebung und die Charaktere so detailreich und genau, dass sie lebendig wirken. Sie bedient sich einer Sprache, die zeitlos wirkt und ich oft das Gefühl hatte einen altbewährten Klassiker zu lesen! Mit Mauro Larrea hat sie einen ganz ausgezeichneten Charakter geschaffen. Er ist stark und seine Moral hat mir gut gefallen. Er hat oft anders gehandelt als ich es erwartet hatte, hat die Situationen oder Personen nicht ausgenutzt, auch wenn es ihm förmlich in den Schoß gefallen ist, wie z.B. das Geld der Schwiegereltern seiner Kinder. Mauros Freund Andrade und sein Diener Santo waren Mauro eine große Stützte und Menschen, die jeder gern in seinem Leben hätte. Und dann haben wir natürlich noch die sinnliche Soledad, die eine wichtige Rolle in Mauros Leben einnehmen wird. Die Geschichte spielt an mehreren Schauorten, was mir sehr gut gefallen hat. Wir erleben förmlich wie es in Mexiko-Stadt, Kuba und Spanien zur damaligen Zeit aussieht und zugeht. So wird das Gefühl die Abenteuer von Mauro mitzuerleben noch verstärkt! Außerdem erwarten einen viele Wendungen, die man nicht erahnt und so die Spannung bis zum Schluss des relativ dicken Buches halten. Ich bin von Maria Duenas' Buch „Wenn ich jetzt nicht gehe“, dessen Titel übrigens ganz hervorragend zum Inhalt passt, restlos begeistert und möchte unbedingt noch weitere Bücher der Autorin lesen!
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Auf Glückssuche
Simone L. - Bewertet am 05.03.2017
Zustand: Exzellent
Mauro Larrea ist einer der wohlhabendsten Bewohner von Mexiko-Stadt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Doch eine einzige Fehlentscheidung treibt ihn in den Ruin. Um diesen abzuwenden flieht er nach Havanna um dort für einen Ausweg zu sorgen. Doch dann trifft er auf Soledad Montalvo, eine schöne, kluge aber auch unberechenbare Frau! Die Autorin versteht es sehr gut, eine drohende Familientragödie zu beschreiben, die mit wundervollen Protagonisten gespickt ist. Auf sehr unterhaltsame Weise beschreibt sie den Werdegang von Mauro, der das Glück hat, nach einem fatalen Fehler wieder auf die Füße zu fallen. In diesem Buch kann man mitfiebern, ob seine Geschäfte gelingen und mitreisen nach Kuba und Spanien. Es treten sehr viele Personen in Erscheinung, die es meiner Meinung nach nicht alle gebraucht hätte. Durch die vielen spanischen Namen und Orte, die sehr ausführlich genannt werden, war ich manchmal doch etwas irritiert und musste mich sehr konzentrieren. Aber die Autorin schafft es, durchweg spannend zu erzählen, für mich gab es keine Längen in diesem Buch. Geschickt verwebt sie mehrere Familienschicksale miteinander, die am Ende eine abgerundete Geschichte ergeben.
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