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Beschreibung
Nirgendwo ist es so schön wie daheim. Das wusste schon Heinrich Heine, der einst über seine Heimat dichtete: »Mit seinen Eichen, seinen Linden, werd ich es immer wiederfinden.« Im Sommer 2017 rief die Bild-Zeitung ihre Leser dazu auf, es Heine gleichzutun und eine Ode an ihre Heimat zu verfassen. Gesucht wurden die schönsten Reime über der Deutschen liebste Plätze und Orte – von der Nordsee bis ins Allgäu, vom Rhein bis zum Erzgebirge. Die Reaktion war überwältigend: Allein in den ersten Tagen erreichten die Bild-Redaktion mehr als 800 Werke. Die Aktion zeigte: Die Deutschen lieben nicht nur ihre Heimat, sie sind auch immer noch ein Land der Dichter. Dieser schmucke Band versammelt die besten und schönsten Gedichte. Hochwertig ausgestattet und mit vielen Bildern unserer zauberhaften Landschaften versehen hat diese Auswahl das Zeug, eine echte lyrische Reiseapotheke zu werden.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
12.03.2018
Sprache
Deutsch
EAN
9783742305336
Herausgeber
riva
Sonderedition
Nein
Autor
riva Verlag
Seitenanzahl
128
Einbandart
Gebundene Ausgabe
Buch Untertitel
Eine Hymne an Deutschland in Gedichten
Schlagwörter
Bildzeitung, Denk' ich an Deutschland, Liebeserklärung, Reime, Urlaub, Ostsee, Nordsee, Berge, Stadt, Park, Verse, Dichtung, Naturlyrik, Natur, bild.de, Hommage, Heimatgedichte, Anthologie, Die Lieblingsgedichte der Deutschen, Bibliothek, Klassiker, Geschenk, Bestseller, lyrik, bild, Heinrich Heine, kurzurlaub, gedichte, heinz erhardt, schöne gedichte, deutsche gedichte, berühmte gedichte, heimatromane, schöne liebesgedichte, herbstgedicht kurz, bekannte gedichte, heimat sprüche, mai gedichte, heimatstadt, lyrik gedichte, heimat zitate, frühlingsgedichte kurz, wintergedicht kurz, sprüche heimat, gedichte deutsch, gedichtsammlung, kehr ich einst zur heimat wieder, april gedicht, mein heimatland, zitate heimat, oktober gedicht, februar gedicht, januar gedichte, gedicht natur, deutsches vaterland, die schönsten gedichte, gedicht mai, rainer maria rilke bekannte gedichte, märz gedicht, spruch zuhause, schöne frühlingsgedichte, frühlingsgedichte kurz lustig, mundartgedichte, gedicht garten, heimat gedicht, juni gedichte, klassische gedichte, bekannte deutsche gedichte, gedicht heimat, märkische heide lied, mein schlesierland, gedichte auf deutsch, deutsche poesie, gedichte lyrik, juli gedichte, gedicht februar, wintergedichte goethe, schöne wintergedichte, steige hoch du roter adler, lustige herbstgedichte, gedicht januar, ostergeschenk, bild zeitung, bild online, nachrichten bild, bild zeitung heute, die bild, bild aktuell, bild nachrichten, bild schlagzeilen, bild de bild zeitung, bild zeitung news, bildzeitung bild, bild zeitung von heute, bild aktuelle nachrichten, bild zeitung online, bild de nachrichten, die bild zeitung, bild zeitung hamburg, bild zeitung de, bild heute, aktuelle nachrichten bild, bildzeitung heute, bildzeitung news, bildzeitung online, bild thüringen, bild zeitung münchen, bild zeitung hannover, bild zeitung von heute lesen, www bildzeitung de, bild zeitung berlin, www bild zeitung, bildzeitung dresden, bild zeitung leipzig, bild magdeburg, bild zeitung frankfurt, bild zeitung gestern, bild zeitung aktuell, bild nachrichten heute, bild zeitung stuttgart, zeitung bild, bild nachrichten aktuell, aktuelle bild, deutschland bilder, weihnachtsgedichte, zitate, liebesgedichte, poesie, geburtstagsgedichte, gedichte zum geburtstag, gedichte zur hochzeit, frühlingsgedichte, dichter, gedichte liebe, gedicht weihnachten, herbstgedicht, hochzeitsgedichte, ostergedicht, heinz erhardt gedichte, gedichte zur geburt, goethe gedichte, gedicht geburtstag, liebes gedicht, lustige gedichte, wintergedichte, rilke gedichte, kurze gedichte, kindergedichte, gedichte freundschaft, muttertag gedicht, gute nacht gedicht, erich kästner gedichte, gedichte zum muttertag, gedicht hochzeit, romantische gedichte, ich liebe dich gedichte, freundschaftsgedichte, deutsche literatur, gedichte für kinder, heinrich heine gedichte, gedichte zur taufe, gedichte goethe, hermann hesse gedichte, freundschaft gedichte, gedicht geburt, gedicht frühling, ringelnatz gedichte, bertolt brecht gedichte, erich fried gedichte, neujahrsgedichte, eichendorff gedichte, gedichte zum abschied, deutsche dichter, danke gedicht, gedichte schreiben, kurze liebesgedichte, gedicht muttertag, gedichte zur goldenen hochzeit, eugen roth gedichte, wilhelm busch gedichte, gedichte romantik, herbst gedicht, engel gedichte, schiller gedichte, gedichte über freundschaft, gedichte leben, gedichte über liebe, gedicht abschied, gedicht englisch, gedicht zeit, gedichte lustig, gedichte zum vatertag, kurzgedichte, gedichte zum hochzeitstag, traurige gedichte, gedichte zum ruhestand, gedicht herbst, christliche gedichte, gedichte sehnsucht, gedichte zur konfirmation, robert gernhardt gedichte, frühling gedicht, sehnsucht gedichte, moderne gedichte, ruhestand gedicht, gedichte der romantik, theodor storm gedichte, abschied gedicht, gedichte zum nachdenken, gedicht danke, brecht gedichte
Thema-Inhalt
DC - Lyrik, Poesie WQH - Heimatkunde
Thema-Zusatz
Deutschland
Höhe
187 mm
Breite
12.5 cm

Hersteller: Münchner Verlagsgruppe GmbH, Türkenstraße 89, München, Deutschland, 80799, info@m-vg.de, Türkenstraße 89, 80799, München

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3.6
Aus 7 Bewertungen zu Heimat
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Im Sog der Tradewifes
Kristin G. - Bewertet am 23.11.2025
Zustand: Exzellent
Hannah Lühmann hat mit Heimat ein Werk geschaffen, welches subtil darstellt wie schnell man in eine fatale Faszination verfallen kann. Ich habe es als Hörbuch gehört, im Nachhinein hätte ich es lieber als physisches Buch gelesen, gedanklich mit meiner eigenen Stimme im Kopf, weil ich die Stimmlage der Sprecherin anhaltend doch etwas anstrengend fand. Ich denke es wäre für mich mehr zur Geltung gekommen, wenn ich es gelesen hätte. Trotzdem hat mich der Inhalt dazu angehalten weiterzuhören. Jana eine Frau, ihr drittes Kind erwartend, frisch in eine ländliche Umgebung gezogen, geplagt von Gedanken um Existenz, Arbeit, Erschöpfung, lernt Caro kennen. Schnell stellt sich heraus, dass diese so ganz anders ist als Jana und das fasziniert sie. Diese Faszination zieht sie in ihren Bann. Man muss bei manchen Gedanken zugeben, dass man sie selbst gar nicht negativ findet, gar nicht anzweifelt, dass das vielleicht auch eine Möglichkeit wäre und erschreckt ein bißchen, dass eben dies zu dem führt was im Buch ganz fein, ganz leise in seinen Anfängen beschrieben wird … Gruppenzwang, Verantwortungsabgabe, Identitätsverlust. Es wird einem eindrücklich vor Augen geführt, wie es ist, wenn man aufhört zu hinterfragen, wenn man sich dem Leichten hingibt, weil es so schön scheint und vergisst hinter die Fassade zu blicken. Wie einfach es scheinbar ist sich einer Ideologie hinzugeben, welche man in ihren Grundzügen ablehnt.
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Spannend, aber leider etwas flache Umsetzung
Laura S. - Bewertet am 19.09.2025
Zustand: Sehr gut
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema "Tradwife" - in einer Kombination aus Faszination und völligem Unglauben, dass das wirklich ernsthafte Realität für Menschen ist. Das Phänomen wird auf Instagram immer präsenter - mit allen Widersprüchen. Daraus einen Roman zu machen, erschien mir ein höchst spannendes Unterfangen. An sich bin ich auch schnell in die Geschichte von Jana und ihrer Familie eingestiegen und habe den Prozess der Radikalisierung verfolgt und auch die Enge Verknüpfung mit Rechtsextremismus. Wie sich aus dem Wunsch nach Zugehörigkeit und Klarheit ein Strudel entwickelt. Leider kommt dann für mich allerdings ein großes Aber: Ich hätte mich besonders auf die psychologischen Widersprüche gefreut und war gespannt, wie diese ausgearbeitet werden. In diesem Roman ging mir dann doch alles zu gradlinig und schnell und damit blieb die gesamte Geschichte und die Protagonisten doch eher eindimensional. Für mich hätte das Buch sehr gewonnen, wenn ich als Leserin sehr viel deutlicher in die Widersprüche gezogen werde und mich mit diesen beschäftigen muss. Daher leider etwas Abzüge, aber insgesamt schon ein Buch, was ich weiterempfehlen kann.
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Verharmlost Tradwives und bleibt oberflächlich
Annegret H. - Bewertet am 30.08.2025
Zustand: Exzellent
Obwohl ich mich sehr auf das Buch und besonders das Thema gefreut habe, bin ich nach der Lektüre leider ernüchtert. Die Autorin schreibt wirklich gut, man kommt schnell in einen Lesefluss. Die Handlung erzählt Hannah Lühmann in sehr kurzen Episoden, zwischen denen oft undefinierte Zeitsprünge liegen, sodass zwischen zwei Absätzen auch mal ein paar Wochen oder Monate vergehen zu scheinen. Durch diese kurzen Blitzlichter erhält das Buch am Anfang schnell ein hohes Erzähltempo. Das hat mich nach einer Weile aber frustriert, weil zwar schnell, aber wenig tief erzählt wird. Ich habe kein richtiges Gefühl für die erzählte Zeit bekommen und durch die kurzen Einblick in das Leben der Figuren bleiben fast alle auf Distanz. Auch die Freundschaft zwischen Jana und den Frauen ihres neuen Wohnortes fühlt sich dadurch für mich oberflächlich an und ich kann sie nicht wirklich nachvollziehen, da sich hier kaum eine logische Bindung zwischen den Frauen aufbaut. Das Buch hält leider nicht, was der Klappentext verspricht. Er kündigt beispielsweise an, dass die auf Social Media inszenierte Familienidylle von Janas neuer Bekannten Karolin in Wahrheit alles andere als perfekt ist. Das wird im Buch zwar mehrfach angedeutet und dramatisch aufgebauscht, aber nie aufgelöst. Dazu kommt ein plötzlich sehr mysteriöses und viel zu abruptes Ende. Janas Angst, die der Klappentext anteasert, bleibt ebenfalls diffus. Ängstlich wirkt sie nicht. Dazu kommt, dass Jana bereits vor dem Umzug in die ländliche Region und vor ihrem ersten Treffen mit Tradwive Karolin in die konservative Richtung driftet. Sie ist mit ihrem 3. Kind schwanger und kündigt ihren Job, ohne mit ihrem Mann zu sprechen. Der scheint andere Werte als seine Frau zu vertreten, bleibt aber blass und eher unsympathisch. Die wenigen Zweifel, die Jana angesichts Karolins Aussagen hat, schiebt sie schnell zur Seite zu schieben und nicht zu reflektieren. Stattdessen schließt sie sich meist sofort Karolins Meinung an, sodass hier kaum eine nachvollziehbare Entwicklung stattfindet. Dadurch dass jede echte kritische Auseinandersetzung mit dem dargestellten Ultrakonservatismus fehlt, wirkt das Buch letztendlich verharmlosend auf mich. Auch in vielen Details lässt mich das Buch ratlos zurück. Mit ihren 7.000 Follower:innen ist Karolin Mikro-Influencerin, aber so richtig ergibt ihr Content keinen Sinn. Klar, sie postet vieles, was man mit Frauen der extremen Rechten verbindet - Tradwive-Content mit konservativen Idealen à la Backen und Kindererziehung zuhause, aber auch Heimatverherrlichung und Angstschüren. Janas Beobachtung, dass Karolin auch viele nicht-deutschsprachige Menschen auf Instagram folgen, soll erklären, warum Karolin manche ihrer generischen Captions auf Englisch verfasst. Das meiste schreibt und spricht sie aber auf Deutsch, sodass eine nennenswerte Menge nicht-deutschsprachiger Follower:innen unrealistisch ist. Es klingt auch so, als wäre die Autorin eher mit Facebook vertraut und wollte dessen Funktionsweise auf Instagram übertragen. Während man auf Facebook einzelne Beiträge öffentlich und den Rest privat veröffentlichen kann, ist das auf Insta meines Wissens nicht möglich. Es fühlt sich an, als hätte die Autorin den Tradwive-Trend uns Social Media als Kulisse gewählt, weil das Thema hochaktuell ist, sich aber nicht besonders tief damit beschäftigt. Andere Fehler sind einfach unnötig und zeugen von mangelnder Recherche, z.B. die Behauptung, dass Bürgergeld zusätzlich zum Kindergeld gezahlt wird (das Kindergeld wird vom Bürgergeld abgezogen) oder dass Jana monatelang rückwirkend Bürgergeld erhalten kann (man erhält es nur rückwirkend bis zum Zeitpunkt der Antragstellung, aber nicht davor, auch wenn man Anspruch gehabt hätte). Na ja, vielleicht funktionieren Social Media, Sozialleistungen und Co so in der nahen Zukunft, die die Autorin beschreibt und das ist ihre Version der Zukunft. Dann wäre für mich aber viel Potential verschenkt. Denn zu klassischen Rollenbildern, nach denen sich Jana ja nun sehnen soll, gehört eben auch die Arbeitsteilung Frau kümmert sich um Haus und Kinder, Mann verdient das Geld. Warum geht der Roman nicht darauf ein, wie sich Jana als Bürgergeldempfängerin fühlt, wo das doch dem von ihr anvisierten Familienmodell widerspricht? Was denkt sie über 50/50-aufgeteilte Kindererziehung, die müsste doch auch ihren neuen Werten widersprechen? Das hätte so viel Potential für interessante Reflektionen gehabt. Vielleicht könnte man sagen: Möglicherweise möchte die Autorin zeigen, dass auch viele Möchtegern-Tradwives nicht voll hinter den Werten stehen, die sie nach außen als Fassade verkörpern oder dass Reden leichter als Machen ist. Das gelingt der Autorin mit einigen der Nebencharakteren, aber nicht mit Jana. Obwohl sie die Protagonistin ist, bleibt Jana für mich leider in vielen Aspekten nicht greifbar. Das ist schade.
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Mehr Bericht als Roman – warum mich dieser Roman nicht überz
Mirjan S. - Bewertet am 24.08.2025
Zustand: Exzellent
Danke an Vorablesen und Hanserblau für das Rezensionsexemplar – der Klappentext und die Leseprobe haben mich sofort neugierig gemacht. Hannah Lühmann, geboren 1987, studierte Philosophie in Berlin und Paris, war lange Kulturredakteurin bei Welt und Welt am Sonntag und lebt heute als freie Journalistin in Berlin. Mit "Heimat" legt sie ihren zweiten Roman vor – ein Buch, das große Themen unserer Gegenwart aufgreift: Rechtspopulismus, Familie, Geschlechterrollen und die Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Worum geht’s? Jana zieht mit ihrem Mann Noah und den Kindern aus der Stadt aufs Land. Schnell merkt sie: Hier gilt eine andere Normalität – die AfD ist allgegenwärtig, Verschwörungsnarrative werden beim Dorffest neben Kuchenbuffets verhandelt. Besonders angezogen fühlt sich Jana von ihrer Nachbarin Karolin, die als „Tradwife“ Hausfrau und Mutter zur Lebensaufgabe erhebt und ihre Ideologie zwischen Instagram-Feed, Telegram-Gruppe und Lesekreis verbreitet. Während Jana immer stärker in Karolins Bann gerät, verliert sie zusehends den Halt in ihrer eigenen Familie. Meine Meinung Bisher kannte ich die Autorin nicht und das Buch ist das erste, das ich von ihr lese. Die Grundidee des Romans finde ich sehr stark: ein Blick auf Rechtspopulismus im Alltag, die Faszination für tradwife-Lebensmodelle, Mutterbilder zwischen Care-Arbeit und Instagram-Inszenierung. Der Einstieg hat mich auch sofort gefesselt & insgesamt hatte das Buch so eine Sogwirkung, dass ich es an einem Nachmittag durchgelesen habe. Doch je weiter ich kam, desto mehr kippte meine Begeisterung. Für mich bleibt "Heimat" in weiten Teilen oberflächlich. Jana, die Hauptfigur, wirkt wie eine „weiße Leinwand“: Sie hat kaum Kontur, lässt sich treiben, will allen gefallen – gefestigte Ideale, wie im Klappentext angekündigt, konnte ich bei ihr keine Erkennen. Statt einer Figur mit Haltung begegnet man einer Protagonistin, die stark beeinflussbar ist, zwischen Rebellion gegen die eigene Mutter und dem Annehmen konservativer Muster hin- und herschwankt. Viele Konflikte wirken angerissen, aber nicht durchdrungen. Noah, der plötzlich nach Neuseeland auswandern will. Seine skurrilen Treffen (er ist Lehrer) mit Schüler:innen bei ihm zu Hause (!). Die Ehe, die mehr Zweckgemeinschaft als Liebe ist, und dann einfach auseinanderfällt. Karolin, die Gewalt andeutet, während gleichzeitig unklar bleibt, wer der Täter ist. Dazu die Szene mit der plötzlich sterbenden Mitbewohnerin von Janas Mutter, das Auftauchen eines neuen Mannes, oder (ACHTUNG SPOILER) die offene Frage, ob Karolin sich das Leben nimmt. (SPOILER ENDE) Zudem wirkt die Verwendung des Wortes Heimat arg konstruiert.Aber vlt. ist das ein Kulturding. Ich jedenfalls rede, wenn ich mit meinem Partner über das Thema rede von "Zuhause" und sag nicht unbedingt "Das ist unsere Heimat" (kommt mind. 3x vor im Buch). Auch die Themenfülle hat mich eher überfordert: Mutterschaft, AfD, Telegram-Gruppen, Mommy-Content auf Instagram, Au-pair-Kräfte, Drag-Shows, Homeschooling, Asylpolitik, rechte Kampfsportgruppen, Beziehungskrisen, dritte Schwangerschaft, „Heimat“ als Schlagwort – alles wird gestreift, aber nichts wirklich vertieft. Besonders kritisch sehe ich, dass es kein Vor- oder Nachwort gibt, das die im Roman aufgeworfenen Thesen einordnet. Aussagen über Mutterschaft, Kinderbetreuung oder gesellschaftliche Rollenbilder werden so im Raum stehen gelassen, als wären sie Fakten. Gerade wenn problematische oder antifeministische Narrative so klar formuliert werden („Kitakinder haben lebenslang ein höheres Stresslevel“), braucht es meiner Meinung nach unbedingt eine Kommentierung durch die Autorin. Ein Nachwort hätte die Chance geboten, die Intention klarzustellen und Missverständnissen vorzubeugen. Ohne diesen Rahmen bleibt man als Leserin allein mit vermeintlichen „Wahrheiten“, die in der falschen Lesart gefährlich werden können. Fazit "Heimat" hat ein starkes Setting und wichtige Themen, verschenkt aber viel Potenzial. Figuren bleiben blass, Konflikte oberflächlich, die Sprache unentschieden. Statt einer differenzierten Auseinandersetzung wirkt der Text wie ein Sammelsurium von Schlagworten, ohne klare Haltung. Am Ende war ich mehr frustriert als nachdenklich zurückgelassen.
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Vom stillen und gefährlichen Rechtsdruck
Clara M. - Bewertet am 23.08.2025
Zustand: Exzellent
Jana zieht mit ihrer Familie aufs Land, in ein Einfamilienhaus, in ein besseres Leben - denkt sie. Doch was dort auf ihre Familie und auf sie zukommt, damit konnte sie nicht rechnen. Es geht um den Rechtsdruck - den offensichtlichen und den stillen verdeckten und damit viel gefährlicheren. Janas neue charismatische Freundin lebt als »Tradwife« zuhause und kümmert sich um ihre Kinder - Jana findet diesen Lebensstil plötzlich sehr verlockend... Das Buch ist kurz, hat knapp 170 Seiten, die wichtigen Themen, die die Autorin Hannah Lühmann dort unterbringen will, haben nicht alle Platz - nicht in aller Ausführlichkeit. Viele Schlüsse werden nicht ausgeschrieben, sondern den Leser*innen überlassen, genauso wie die Interpretation des Endes. Der Schreibstil ist fast poetisch, steht in starkem Kontrast zum Inhalt, liest sich wirklich sehr gut. An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Fakten, mehr Aufklärung durch das Buch gewünscht. Auch hat mich die Unfähigkeit der Personen ordentliche Gespräche zu führen manchmal an den Rand der Verzweiflung gebracht. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen und bin dankbar über die rübergebrachte Botschaft.
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