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Technische Daten
Erscheinungsdatum
01.01.2019
Sprache
Deutsch
EAN
9783947475070
Herausgeber
MetaGIS Systems
Serien- oder Bandtitel
Perlen der Belletristik
Sonderedition
Nein
Autor
Bertha Eckstein-Diener
Seitenanzahl
160
Einbandart
Taschenbuch
Einbandart Details
Klebebindung
Buch Untertitel
In neuer deutscher Rechtschreibung
Autorenporträt
Bertha Helene Diener stammte aus einer Fabrikantenfamilie und bekam eine Ausbildung als höhere Tochter. Gegen den Willen ihrer Eltern heiratete sie 1898 Friedrich Eckstein (1861–1939), einen Wiener Fabrikanten und Privatgelehrten. Wie ihr Mann wurde sie Mitglied in der Wiener Loge der Theosophischen Gesellschaft Adyar (Adyar-TG)[1]. Die Ecksteins mieteten in Baden bei Wien, Helenenstraße 19–21, das St.-Genois-Schlössl (heute: Villa Aichelburg), in dem sie einen Salon führten. Zu ihren Gästen zählten unter anderem Peter Altenberg, Karl Kraus, Adolf Loos sowie Arthur Schnitzler, der die Ecksteinvilla sowie den 1899 dort geborenen Sohn Percy (1899–1962)[2] in die Handlung seines 1911 uraufgeführten Dramas Das weite Land einfügte.
Im Jahr 1900 lernte sie den am Genfersee lebenden, wohlhabenden jüdischen Arzt Theodor Beer (1866–1919),[3] kennen und hatte mit ihm ab 1903 ein Verhältnis. 1904 verließ Bertha Ehemann und Sohn und unternahm ihre ersten großen Reisen, die sie unter anderem nach Ägypten, Griechenland und England führten. 1909 kam es deshalb zur Scheidung von Eckstein. Beer wurde 1904 ein 1905 zu seinen Ungunsten entschiedener Sittlichkeitsprozess gemacht[4], der einige öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zog.[5] 1910 bekam sie einen weiteren Sohn, Roger Diener, dessen Vater Beer war, und den sie in eine Pflegefamilie gab. Theodor Beer, durch das Gerichtsurteil seiner beruflichen wie gesellschaftlichen Stellung verlustig gegangen sowie kriegsbedingt verarmt, nahm sich 1919 am Tage der Versteigerung seiner Villa in Luzern das Leben. Roger nahm 1936 erstmals – zunächst brieflichen – Kontakt zu seiner Mutter auf, die ihn dann 1938 in Berlin besuchte. 1939 starb Friedrich Eckstein im Alter von 78 Jahren.
Bertha Diener schrieb zunächst unter dem Pseudonym Ahasvera („Die ewig Reisende“). Ihre bekanntesten Werke veröffentlichte sie jedoch als Sir Galahad, nach einem Tafelritter von König Artus. Neben ihren Buchveröffentlichungen schrieb sie eine Reihe von Aufsätzen für Zeitungen und Zeitschriften und übersetzte drei Werke des amerikanischen Journalisten und esoterischen Schriftstellers Prentice Mulford. Zwischen 1914 und 1919 schrieb sie Kegelschnitte Gottes, in dem sie die Situation der Frauen während der Gründerzeit kritisiert. Von 1925 bis 1931 arbeitete sie an Mütter und Amazonen, einer auf Frauen fokussierten Kulturgeschichte, die sich vor allem auf die Forschungen Bachofens stützt.
Sie starb am 20. Februar 1948 – fünf Wochen nach einer Operation – in Genf. Ihre letzte Arbeit an einer Kulturgeschichte Englands blieb unvollendet.
(Quelle: Wikipedia Deutschland)
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