Schon in den alten Sagen und Märchen verwandeln sich auf geheimnisvolle Weise Menschen in Tiere. Von den nordamerikanischen Mythen ließen sich auch Produzent Williams und Regisseur Blaise inspirieren.
Sie versetzten ihren Helden in die Welt vor 10.000 Jahren, im unberührten amerikanischen Nordwesten. Indianerjunge Kenai, der Jüngste von drei Brüdern, fiebert schon lange dem Tag entgegen, an dem er endlich sein Totem erhält - ein Symbol, das die großen Geister für ihn ausgesucht haben und das ihn durchs Leben begleiten soll.
Um so größer ist die Enttäuschung, als ihm Schamanin Tanana das Totem des Bären, ein Symbol für die Liebe, überreicht. Schließlich hatte er sich so sehr das Zeichen des Adlers oder das Wolf-Symbol für Weisheit, das sein Bruder Denahi trägt, gewünscht.
Als er kurz darauf entdeckt, dass ein Bär seinen Fang frischer Fische gestohlen hat, ist er außer sich vor Wut. Er nimmt die Fährte auf und gerät in einen verzweifelten Kampf mit dem Bären. Sein Bruder Sitka, der sich todesmutig dazwischen wirft, muss den Einsatz mit seinem Leben bezahlen. Nun kann Kenai nichts mehr aufhalten, den Tod seines Bruders zu rächen.
Doch kaum hat er das Tier zur Strecke gebracht, passiert das Unglaubliche: Plötzlich greifen die Naturgeister an und verwandeln Kenai selbst in einen Bären. Um wieder Mensch zu werden, muss er den langen Weg zum "Berg, wo das Licht die Erde berührt", zurücklegen.
Unterstützt von zwei liebenswerten, aber leicht verwirrten Elchen und dem schwatzhaften Bärenjungen Koda, der seine Mutter sucht, muss er sich durch Gletscherhöhlen, die gefrorene Tundra und trügerische Schluchten kämpfen. Bis es kurz vor dem Ziel um Leben und Tod geht.
Disneys 44. abendfüllender Zeichentrickfilm erzählt auf unterhaltsame und spannende Weise von Bruderliebe, der Verwandlung von Mensch zu Tier und appelliert an ein positives Miteinander und Toleranz. Mit den Stimmen brillanter Schauspieler wie Daniel Brühl, Moritz Bleibtreu und Gedeon Burkhard, gespickt mit Gags und untermalt von sechs brandneuen Phil Collins Songs, kommen Jung und Alt voll auf ihre Kosten.