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★★★★★
☆☆☆☆☆
Maximal anders!
Kerstin P. - Bewertet am 29.10.2018
Zustand: Exzellent
Was tun, wenn einen der Teufelskreis aus Lügen gefangen hält und nur der nächste Schwindel rettet? Ganz klar: weitermachen!
Inhalt:
Weiden ist eine Vorzeigekleinstadt: Die Wirtschaft brummt, von den Lady-Lions gibt es Charity-Barbecues für Flüchtlinge, die Tennisjugend gewinnt das… Landesfinale, und mit dem neuen Schuljahr prangt von jeder Wand ein Antidrogenplakat der Champions mit dem Slogan: »Geh ans Limit! Ohne Speed!«. Benedikt Jäger und seine Kumpels Vince und Prechtl sind nicht nur mittendrauf zu sehen, sie stecken auch mittendrin in dieser schönen Welt, die alle Abgründe vertuscht:
Die Nächte feiern sie exzessiv im „Butterhof“, wie sie ihre Schulleistungen am neuen Evaluierungssystem vorbei vor den erfolgreichen Eltern verbergen, steht in den Sternen. Und dass die Lady-Lions ausgerechnet Chrystal-Mäx, den Unterweltkönig und berüchtigten „Butterhof“-Betreiber, mit einer Finanzspritze beim Bau von Flüchtlingswohnungen unterstützen, macht die Lage noch unübersichtlicher…
Anarchisch und pointensatt im Hochgeschwindigkeitsrausch erzählt, getragen von bitterbösem Humor – ganz großes Tennis!
Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch in einer Leserunde gelesen, daher weiß ich, dass einige dieses Buch abgebrochen haben. Es hat mit Sicherheit seine Extreme. Ich habe es zu Ende gelesen.
Benedikt (15) erzählt das Buch aus seiner Sicht, erzählt über seinen Schulalltag, seine Familie, seine Freunde, mit denen er viel Zeit verbringt, ob in der Schule oder beim Tennis. Ein ganz normales Teenieleben, wenn da diese Extremen nicht wären.
Benedikt ist nett, hilfsbereit und eigentlich ein ziemlich ruhiger Charakter.
Die Sprache ist modern, mit vielen Kraftausdrücken und sehr vielen „fuckings“, wer damit nicht umgehen kann, sollte diesem Werk eher den Rücken kehren.
Mir hat der Schreibstil gefallen, auch wenn er anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig war.
Die Beschreibungen waren sehr bildhaft, so das man keinerlei Schwierigkeiten hatte sich auch die abstraktesten Dinge vor Augen zu rufen.
Die Charaktere waren interessant und sehr abwechslungsreich. In Benedikt konnte man sich super hineinversetzen, kaum angefangen zu Lesen, fühlte man sich sofort wieder in seine Jugend zurückversetzt.
Das Cover finde ich sehr gelungen. Es zieht sicher einige Blicke auf sich, aber niemals hätte ich gedacht, was sich dahinter verbirgt.
Fazit:
Ein außergewöhnlicher Roman der etwas anderen Art. Sicher nichts für jeden, mir hat er gefallen. Er sticht aus der Masse heraus!
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☆☆☆☆☆
Lügen haben kurze Beine - oder so ähnlich
Sabine W. - Bewertet am 23.09.2018
Zustand: Sehr gut
Im beschaulichen Weiden in der Oberpfalz, nahe der tschechischen Grenze lebt Benni Jäger. Seine Freunde Prechtl und Vince sind das neue Aushängeschild einer neuen Anti-Drogen Kampagne und dürfen ihre Plakate nun in der ganzen Stadt bewundern. Alle 3 verbindet ein großes Hobby: Tennis. Durch ihre… guten sportlichen Leistungen sind sie in Weiden bekannt wie bunte Hunde - ganz zur Freude von Bennis Mutter.
Diese beherrscht das Lügen und Scheinwelt erschaffen in Perfektion. Während Benni bei Besuchen des "Lady Lions Club" im Tennisdress "zufällig" auftauchen muss, inszeniert sie Telefonanrufe aus aller Welt um sich besonders weltoffen und beliebt wirken zu lassen. Ihr Sohn nimmt dies gelassen hin und spielt das Spiel mit, denn er hat selbst einiges auf dem Kasten bezüglich Lügen und inszenieren..
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☆☆☆☆☆
Jung, frisch, knackig
Anke B. - Bewertet am 22.08.2018
Zustand: Exzellent
Klupps Roman erzählt aus der Perspektive von Benedikt Jäger in Tagebuchformat aus dessen Leben. Benedikt lebt in einer Kleinstadt als Sohn wohlhabender Eltern, spielt erfolgreich Tennis, feiert so heimlich wie wild mit seinen Freunden – und fälscht im großen Stil seine Noten. Der Vater ist kaum… anwesend, der Mutter geht es vorwiegend um den äußeren Schein; solange Benedikt nach außen zu funktionieren scheint, ist alles gut und wird auch gar nicht weiter nachgefragt.
Die Sprache ist an den Jugendslang angepasst und trifft diesen auch ganz gut. Das kommt nicht bemüht rüber, sondern sehr frisch und dynamisch. Das Buch liest sich fix weg, ist oft sehr lustig und erinnerte mich daran, wie man sich als Teenager so fühlt. Der Protagonist war mir – wider Erwarten – sehr sympathisch. Was fehlt, ist eine Entwicklung des Protagonisten oder ein richtiger Plot, der sich durch das Buch durchzieht. Andererseits: so ist das Leben eben, es gibt keine Moral und kein befriedigendes Ende, alles geht einfach immer irgendwie weiter. Für mich ein Buch über Freundschaft und die Absurditäten und Verlogenheiten des gesellschaftlichen Lebens, glaubhaft und humorvoll aus der Perspektive eines Jugendlichen geschildert.