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Beschreibung
›Heimkehren‹ spannt einen kühnen Bogen vom Ghana des 18. Jahrhunderts bis in die USA der Gegenwart. Die Geschichte setzt mit Effia und Esi ein – Schwestern, deren Lebenswege von Anfang an getrennt verlaufen. Es ist Effias Stamm, die Fante, der Hand in Hand mit den Briten das Geschäft der Versklavung Tausender betreibt. Über Jahrhunderte profitieren Effias Nachkommen davon oder verzweifeln daran, so wie ihr Enkel James. Dessen Urenkel wiederum, der kluge Yaw, muss erkennen, dass man in diesem gnadenlosen Spiel als Schwarzer nur verlieren kann, weil am Ende stets die Weißen profitieren. Esi, ihre Kinder und Kindeskinder kämpfen vom ersten Tag an in Amerika ums Überleben. Ihre willensstarke Tochter Ness nimmt jedes Leid auf sich, um ihr Kind zu retten. Ihr Enkel schuftet in den Kohleminen Alabamas für ein besseres Leben in Freiheit, das jedoch selbst noch seiner Tochter Willie im Harlem der Sechzigerjahre verwehrt bleibt. Hat die vorerst letzte Generation schließlich die Chance, einen Platz in der Gesellschaft zu finden, den sie Heimat nennen kann und wo man nicht als Menschen zweiter Klasse angesehen wird? New-York-Times-Bestseller
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
08.10.2018
Sprache
Deutsch
EAN
9783832164607
Herausgeber
DuMont Buchverlag
Titel in Originalsprache
Homegoing
Sonderedition
Nein
Autor
Yaa Gyasi
Seitenanzahl
416
Auflage
6
Einbandart
Taschenbuch

Hersteller: DuMont Buchverlag GmbH, Amsterdamer Straße 192, Köln, Deutschland, herstellung@dumont.de, DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG

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5.0
Aus 4 Bewertungen zu Heimkehren
Aus 4 Bewertungen zu Heimkehren
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Monumentale Familiengeschichte
Annegret H. - Bewertet am 25.09.2017
Zustand: Exzellent
Was für ein bemerkenswertes Buch! "Heimkehren" kratzt nicht nur an der Oberfläche, sondern geht tief unter die Haut. Yaa Gyasi erzählt die Geschichte zweier Schwestern aus Ghana und ihrer Nachfahren. Sie lernen sich nie kennen und ihre Leben könnten unterschiedlicher nicht sein: Effia heiratet einen britischen Kolonialherren; ihre Familie wird durch den Sklavenhandel reich. Esi wird als Sklavin nach Amerika verschleppt. Jedes Kapitel erzählt die Geschichte einer Person der nächsten Generation. Die beiden Handlungsstränge spielen sich also auf zwei unterschiedlichen Kontinenten zwischen Schuld, Kriegen, Sklaverei, Befreiung, Diskriminierung und vielem mehr ab. Yaa Gyasi hat eine beeindruckende Familiengeschichte zu Papier gebracht. Ich liebe ihren Schreibstil: Er ist poetisch und schockierend direkt zugleich. Sie schafft es, dem Leser jeden Charakter näher zu bringen, obwohl jeder nur ein einziges Kapitel lang im Mittelpunkt steht. Die Geschichte entwickelt sich über Jahrhunderte hinweg in einer beeindruckenden Geschwindigkeit, ohne dass die Autorin den Faden verliert. Alles baut aufeinander auf, wodurch ein komplexes Netz dieser ungewöhnlichen Familie entsteht.
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Das Leben und Leiden der Sklaven
Ingrid V. - Bewertet am 22.08.2017
Zustand: Exzellent
„Heimkehren“ beginnt im 18. Jahrhundert und führt in Episoden über jede Generation bis ins 21. Jahrhundert. Esi und Effia sind Halbschwestern und der Beginn der Geschichte. Die eine wird als Sklavin nach Amerika verbracht und die andere bleibt in Ghana. Und so entwickeln sich beide Familienzweige unterschiedlich, müssen aber viel Leid ertragen. In Episoden wird von jeder Generation etwas erzählt. Zunächst hatte ich Bedenken, ob in den kurzen Episoden die nötige Tiefe erreicht wird. Aber jeder einzelne Charakter wurde toll erfasst und jede Geschichte war anders und spannend. Ich als Leser war immer wieder gespannt, wie es weiter geht in der Familie. Und auch wie sich der Kreis am Ende schließt, war für mich schlüssig. Das Buch hat einen tollen Erzählstil und war für mich ein absolutes Lesehighlight. Ich war begeistert, wie die einzelnen Rädchen ineinander greifen und jede Generation die nächste beeinflusst. Und auch wie lange zurückliegende Generationen noch Einfluss haben, obwohl man Namen und Geschehen gar nicht mehr kennt in der jetzigen Generation. Das Cover und der Titel haben mich nicht so angesprochen. Erst die Leseprobe hat meine Neugier geweckt. Auch der Blick der Autorin auf die jetzigen Ereignisse in den USA fand ich gelungen. Hätte dies aber ans Ende der Geschichte gestellt. Dafür wäre der Stammbaum am Beginn der Geschichte schöner gewesen. Vielleicht dann noch mit Jahreszahlen versehen. Eventuell wäre auch ein Inhaltsverzeichnis mit Namen und Jahreszahlen nicht schlecht gewesen, wenn man einzelne Geschichten nochmal nachlesen möchte. Fazit: Für mich ein lesenswertes Buch, dass mit viel Herzblut geschrieben ist und das Leben der Schwarzen und deren Stand in der Gesellschaft sehr gut verdeutlicht.
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Von Generation zu Generation
Anna E. - Bewertet am 06.08.2017
Zustand: Sehr gut
An der Goldküste im Afrika des 18ten Jahrhunderts liegen die Wurzeln von Effia und Esi. Sie sind Schwestern, wissen jedoch nichts von der Existenz der jeweils anderen. Beide müssen sich durchschlagen, eine wird die „Ehefrau“ eines weißen Engländers, die andere als niedere Sklavin verkauft. Ihre unterschiedlichen Lebenswege und die ihrer Nachkommen zeichnet die junge Autorin Yaa Gyasi nach. Was bedeuten Heimat und Herkunft? Was heißt es „Schwarz“ zu sein? In Afrika – in Amerika? Wo liegen die eigenen Wurzeln und was macht es mit einer Person, wenn sie diese am liebsten kappen würde? Gyasi beschäftigt sich in ihrem wunderbaren Roman mit vielen Fragen der eigenen Identität, der gesellschaftlichen Strukturen und der familiären Bande. Wir begleiten zwei Familien durch die Geschichte, durch Bürgerkriege und Sklaverei, durch Aufstände und Rassentrennung. Meistens sind die Mütter und Töchter die Hauptfiguren der jeweiligen Generation; jede bekommt ein eigenes Kapitel. Die Autorin vermag es hervorragend den Zeitgeist der jeweiligen Generation, die familiären Strukturen und Veränderungen, aber auch die ganz eigenen persönlichen kleinen Probleme der jeweiligen Figur in ein Kapitel zu stecken. Das wirkt weder gepresst noch unübersichtlich, ganz im Gegenteil. Eine reichhaltige, wundervolle und auch lehrreiche Familienchronik entsteht durch die einzelnen Szenen, die zwar einzelne Zeitabschnitte beleuchten, aber trotzdem ein rundes Ganzes liefern. Auch sprachlich hat mir „Heimkehren“ sehr gut gefallen, die Autorin erzählt mitreißend und sehr flüssig, lässt sich aber auch Zeit für Details. Sowohl Liedgut als auch Sinnsprüche finden ihren Platz, von den Sitten der Fantestämme bis hin zu typischen Südstaatenbräuchen findet alles seinen rechten Platz. Gyasi übt immer auch dezente Kritik, jedoch nicht durch reißerisches Anprangern, sondern durch nüchterne Fakten. Nachdenklich macht ihr Roman auf jeden Fall. Sehr interessant fand ich auch den vorangestellten Artikel, den die Autorin zu Beginn der Trump’schen Präsidentschaft veröffentlichte. Eine kluge, junge Autorin, von der man hoffentlich noch viel hören und lesen wird.
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Lebensgeschichte
Sabrina R. - Bewertet am 31.07.2017
Zustand: Exzellent
In 'Heimkehren' erzählt Yaa Gyasi die Geschichte der beiden Halbschwestern Effia und Esi und der ihnen nachfolgenden Generationen. Sie beschreibt die Lebensreise der Protagonisten beginnend am Ende des 18. Jahrhunderts bis in die heutige Zeit in Afrika und in Amerika und lässt uns an der bewegenden Geschichte der Afrikaner und Afroamerikaner teilhaben. Auf sehr beeindruckende aber ruhige Art wird dem Leser eine Lebensgeschichte einer jeden Generation geschildert. Die Protagonisten sind zwar fiktiv gewählt, die Geschichte wird aber gut recherchiert beschrieben. Hauptthema des Buches sind die Sklaverei und der Rassismus gegen Farbige von der Kolonialzeit bis in die Gegenwart. Yaa Gyasi ist ein sehr gutes und wichtiges Werk gelungen, die Zeit der Sklaverei scheint nach wie vor längst nicht zu Genüge aufgearbeitet. Der Schreibstil ist wundervoll eingängig, es ist als würde im Kopf ein Film ablaufen. Mir hat auch der Aufbau gut gefallen, jedes Kapitel gehört einem Protagonisten und der Stammbaum wird abwechselnd von Generation zu Generation durchgegangen. Ein sehr lesenswertes Buch, das nach wie vor mehr als aktuell ist!
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