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Beschreibung
Eines der aufregendsten Bücher der deutschen Literatur erscheint endlich wieder, dazu noch in stark erweiterter Ausgabe: »Siegfried«, das Skandalbuch, das Jörg Schröder Ernst Herhaus erzählte: »Ein Selbstbekenntnis, ein Stück Entblößungsliteratur, wie man es so rücksichtslos von deutschen Literaten bislang nicht gewohnt war«, stand im Spiegel bei Erscheinen, »DIE BOMBE IM GELBEN UMSCHLAG« sah Dieter E. Zimmer in der ZEIT, die FAZ wusste: »ein Buch, das zum Erschütterndsten gehört, das in deutscher Sprache zu lesen ist.« Die Lebensgeschichte des Jörg Schröder, die Geschichte des März Verlags, welcher der kulturrevolutionäre Verlag Deutschlands gewesen ist, liest sich auch heute noch so elektrisierend wie bei Erscheinen 1972, »Siegfried« ist heute »so aufregend wie damals, ein Vulkan, einzigartig, skandalträchtig noch immer.« (Peter W. Jansen in der FAZ). Zum 80. Geburtstag von Jörg Schröder am 24. Oktober 2018 erscheint die finale Ausgabe des »Siegfried«, von Barbara Kalender mit einem umfassenden Anhang ausgestattet, der Leben und Werk des Jörg Schröder bis in unsere Tage erzählt.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
18.09.2018
Sprache
Deutsch
EAN
9783895612527
Herausgeber
Schöffling
Sonderedition
Nein
Autor
Jörg Schröder
Seitenanzahl
544
Auflage
1
Einbandart
Gebundene Ausgabe
Einbandart Details
mit Schutzumschlag (bedruckt)

Warnhinweise und Sicherheitsinformationen

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3.0
Aus 1 Bewertungen zu Siegfried
Aus 1 Bewertungen zu Siegfried
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Kälte kriecht aus jedem Spalt
Michaela R. - Bewertet am 05.04.2023
Zustand: Exzellent
Am Anfang der Geschichte steht die Überforderung der Protagonistin, überfordert eigentlich gerade mit allem – als Autorin, Mutter, Partnerin und Tochter und Stieftochter. Und so verbringt die Hauptfigur diesen Tag im Wartezimmer einer psychiatrischen Ambulanz in der Hoffnung, hier endlich Entlastung und Ruhe zu finden. Während der Wartezeit schweifen ihre Gedanken in Rückblenden teils weit in die Vergangenheit und ihre verschiedensten Beziehungen – zum Stiefvater und seiner Mutter, zu ihrer eigenen Mutter, zu ihrem Partner Alex, seinen Eltern und nicht zuletzt zu ihrer Tochter Johnny. Ein für meinen Geschmack gut konstruiertes und glaubhaftes setting. In diesen Rückblenden wird deutlich wie beschädigt eigentlich alle diese Figuren sind – entweder als Kriegsüberlebende (Stiefoma), Kriegskinder (Stiefvater und Mutter) und Kriegsenkel (die Protagonistin) oder Wendegeprägte (Alex‘ Eltern und Alex selbst). Und hier wurde es für mich auch irgendwie zu düstern und beklemmend. Keine dieser Figuren schien mir in irgendeiner Form Zugang zu ihren eigenen Gefühlen zu haben, wirklich ausnahmslos alle agieren kalt und distanziert, funktional. Dies war für mich beim Lesen auf Dauer nur schwer auszuhalten und hinterließ am Ende einen Eindruck von Kälte. Mit keiner der Figuren, nicht einmal der Hauptfigur, konnte ich mich irgendwie identifizieren oder einen Zugang zu ihr finden. Die Beziehung zur Stiefgroßmutter empfand ich einfach nur als furchtbar, die Beziehung zur Mutter total unerklärt und die Beziehung zu Siegfried (immerhin der Buchtitel) ließ mich absolut ratlos zurück. Mein Fazit ist daher eher gemischt: Die minimalistische Sprache und ausgeprägten Beobachtungsfähigkeit von Antonia Baum ist absolut die Lektüre wert. Die Botschaft des Buches bleibt mir allerdings komplett verschlossen.
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