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★★★★★
☆☆☆☆☆
Ich hab's auch nicht immer leicht mit dem Buch
Manuela K. - Bewertet am 20.10.2018
Zustand: Exzellent
„Ich hab’s auch nicht immer leicht mit mir“ von Anne Vogd ist als Taschenbuch im Ullstein Verlag erschienen. Das knallig pinke Cover und die selbstironische Kabarettistin haben bei mir Lust auf das Buch gemacht. Doch bereits beim Untertitel „Prosecco zum Lesen“ hätte ich vorsichtig sein müssen.
… Geschrieben ist das Buch in mehreren Kapiteln, die sich auch getrennt voneinander lesen lassen, so dass das Buch immer mal wieder zur Seite gelegt werden kann. Thematisch grast das Buch von Essen und Diäten über Beziehung und Erziehung alles ab. Der Schreibstil ist dabei locker zu lesen, die Gliederung der Kapitel angenehm und auch die eine oder andere Statistik, woher die Daten kommen, wird nirgendwo aufgeführt, bemüht, um darüber Witze zu reißen.
Raus war ich bei der seitenlangen Abhandlung über Wein, den ich erstens nicht mag und zweitens auch gar nicht vertrage. Da setzte bei mir erstmals das seitenweise Überblättern ein, und ich war überrascht, wie man so viel zu dem Thema schreiben kann.
Große Hoffnungen habe ich als Mutter und Lehrerin in das Kapitel Erziehung gesetzt und gehofft, was Neues herauszufinden. Die Tochter verhält sich absolut stereotyp, ich habe nicht das Gefühl, dass viel Persönliches über sie geschrieben wurde, von daher hätte man den Teil auch gleich weglassen können, was ich auch gut gefunden hätte – denn welcher Teenager findet sich schon gerne im Buch seiner Mutter wieder?
Auch mit dem Thema Karneval konnte ich mir nicht so viel anfangen, das Thema Ernährung hätte meiner Meinung nach mehr hergegeben, bei Mode war ich auch wieder thematisch raus und irgendwann dann glücklich, dass das Buch vorbei war. Wie bei einem Gläschen Prosecco eben: der erste Schluck schmeckt, der zweite geht bei mir noch und ab dann wird es richtig schlimm – so wie mit den abgedroschenen Witzen, die sich in jedem Kapitel dieses Buches mehrfach finden und mir beim Lesen nicht mal ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern konnten.
Fazit: Dieses Buch trifft mein Verständnis von Humor und Unterhaltung gar nicht, ich habe jedoch tapfer bis zum letzen Tropfen … äh, der letzten Seite … durchgehalten.
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☆☆☆☆☆
Geschmackssache, mir waren es zu viele bekannte Wortspiele
Anja T. - Bewertet am 17.09.2018
Zustand: Exzellent
Wer denkt nicht auch manchmal, dass er es nicht leicht mit sich selbst hat? Mich hat der Titel des Buches von Anne Vogd jedenfalls direkt angesprochen, zumal ich in einem ähnlichen Alter bin wie sie und leider das Leben manchmal viel zu schwer und zu ernst nehme. Daher habe ich mir ein paar… vergnügliche Stunden erhofft, die mir einen etwas humorvolleren und distanzierteren Blick auf die kleinen Herausforderungen des Alltags verschaffen.
Im Großen und Ganzen schafft es dieses Buch auch, Dinge etwas leichter und mit einem etwas entspannteren Blick zu betrachten. Daher war es ganz unterhaltsam zu lesen. Lustig wird es aber bekanntermaßen bei Dingen, die mit Überraschung verbunden sind. Davon bietet das Buch leider aus meiner Sicht insgesamt zu wenig. Wirklich laut gelacht habe ich nur an einzelnen Stellen – durchaus ein paar Sätzen, von denen es sich lohnt, sie zu unterstreichen und noch einmal zu lesen, wenn es zu ernst oder stressig wird (z.B. ihr Hinweis, dass sie als Passwort nur noch „falsch“ wählt, weil ihr dann das Programm beim Eintippen eines anderen Wortes immer den hilfreichen Hinweis gibt: „Ihr Passwort ist falsch“). Der überwiegende Teil der Witze oder Wortspiele, mit denen das Buch in einer zugegebenermaßen großen Zahl aufwartet war mir allerdings bereits bekannt (wie z.B. die Aussage: „Wer immer scheitert, ist doch auch zuverlässig“), so dass mich das Buch insgesamt nicht wirklich vom Hocker gerissen hat.
Das Cover ist übrigens Geschmacksache. Meine Tochter erlaubte mir das Buch in ihrer Anwesenheit nur zu lesen, indem ich es in ein anderes Papier hüllte. Der Anblick machte sie aggressiv. Ich selbst fragte mich nur die ganze Zeit, warum die Autorin über weite Strecken über ihre angeblich zu vielen Pfunde, schlechtes Aussehen und Cellulite philosophiert, wenn sie auf dem Cover doch eher als Hungerhaken rüberkommt.