Aus 2 Bewertungen zu Der Hunger der Lebenden (Friederike Matthée ermittelt 2)
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★★★★★
☆☆☆☆☆
Auch der zweite Fall von Friederike Matthée hat mir gefallen
Michael S. - Bewertet am 09.02.2019
Zustand: Sehr gut
Dieser Kriminalroman erzählt im heißen Nachkriegssommer 1947. Der Autorin ist es wunderbar gelungen, diese so schwere Zeit in Deutschland in einen Kriminalroman einzubinden. Eigentlich ist es eher so, dass der Kriminalroman in die sehr authentischen Erzählungen der schweren Zeit, in der der Hunger… nach dem Krieg immer noch eine so große Rolle spielt, eingebunden ist. Das ist auch das einzige Manko, dass der Kriminalroman für mich eher an zweiter Stelle steht. Die Ermittlungen und der eigentliche Krimi haben mich über weite Teile des Buches nicht so gepackt. Erst zum Ende des Buches hat mich der eigentliche Krimi gefesselt. Der Schreibstil ist sehr verständlich.
Zum Inhalt:
Friederike unterstützt die polizeilichen Ermittlung in ihrer Funktion in der Weiblichen Polizei. Sie hat sich mit ihrer Arbeit arrangiert. Friederike, deren Welt in den letzten Kriegsmonaten zerbrochen ist, kann es verstehen wie es dazu kommt, dass ein junges Mädchen beschuldigt wird, eine Waffe gestohlen zu haben um damit einen Menschen zu töten. Sie kann sich aber nicht vorstellen, dass das Mädchen einen Mord begangen hat. Es ist nicht nur ihrer Aufgabe, die Ermittlungen zu unterstützen, es liegt auch in Friederikes Natur herauszufinden, was tatsächlich geschehen ist. Die Begegnungen mit dem britischen Lieutenant Richard Davies und Friederike machen diesen Roman zusätzlich sehr interessant zu lesen.
Insgesamt ist es ein großartiger Roman. Ich finde es sehr gut, einen Krimi in dieser so schweren Zeit erzählen zu lassen. Auch ohne Kenntnisse des ersten Bandes, ist dieses Buch sehr gut zu lesen.
Ich freue mich auf eine weitere Fortsetzung!
Leseempfehlung!
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☆☆☆☆☆
Zu nah am Klischee
Anke B. - Bewertet am 02.02.2019
Zustand: Exzellent
Deutschland kurz nach dem 2. Weltkrieg, einer der heißesten Sommer des Jahrhunderts. Die Menschen hungern, trauern um all die Toten oder trauern heimlich den Nazis hinterher. Friederike Matthée, eine junge Frau aus einer ehemals wohlhabenden Familie, arbeitet als Assistentin bei der weiblichen… Polizei in der britischen Besatzungszone. Sie wird losgeschickt, als auf einem Bauernhof die Gutsherrin Ilse Röder ermordet aufgefunden wird. Neben ihr steht die junge Franziska, ehemalige Lagerinsassin und obdachlos, mit einer Waffe in der Hand. Für alle scheint der Fall klar, nur Friederike hat Zweifel und forscht nach.
Dabei kommt, wie nicht anders zu erwarten, allerlei Unschönes bis Widerwärtiges über die Vergangenheit der beteiligten Personen in der Nazizeit ans Licht. Die Atmosphäre der Nachkriegszeit hat die Autorin schön eingefangen. Der Fall wiederum zieht sich lange recht zäh dahin, bis er dann, gerade als es spannend wird, schwuppdiwupp gelöst wird. Zeitgleich ermittelt der Brite Richard Davies, in den Friederike natürlich verliebt ist, in einem anderen Fall, der sich mit dem Mord an Ilse Röder kreuzt. Die Schilderung der Charaktere gerät dabei oft etwas arg schwarz-weiß, die psychologische Verarbeitung der Kriegsjahre verbleibt leider etwas oberflächlich. Ohne die Liebesgeschichte zwischen Friederike (immer mit Vornamen genannt) und Davies (immer der Nachname, obwohl sie sich duzen, weil: ist ein Mann) hätte ich vielleicht einen Stern mehr gegeben, weil es sich recht flüssig liest. In einem Krimi möchte ich aber nicht Sätze wie diesen lesen: „Du liebes bisschen, regte sich da gerade ein ganzer Schwarm Schmetterlinge in ihrem Bauch?“ (287). Ach du liebes bisschen.