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Unbarmherzig (Ein Gina-Angelucci-Krimi 2)

Inge Löhnig (Taschenbuch, Deutsch)

4.2 Sterne
aus 6 Produktbewertungen
Optischer Zustand
  • Sichtbare Gebrauchsspuren auf einzelnen Seiten
  • z. B. umfangreiche Markierungen/Notizen, ausgefranste Kanten des Buchumschlags, Wasserschäden, deutliche Verformung des gesamten Buches sowie größere Verschmutzungen durch mehrmaligem Gebrauch
  • Könnte ein Mängelexemplar sein oder ein abweichendes Cover haben (z. B. Clubausgaben)
  • Gut für den Eigenbedarf geeignet
Beschreibung
Gina Angelucci, die Spezialistin für ungeklärte Mordfälle, klärt auf, was seit dem 2. Weltkrieg im Verborgenen lag Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo, ist aus der Elternzeit in den Dienst zurückgekehrt. Ihr Ehemann und Kollege Tino Dühnfort betreut die kleine Tochter. Als in dem idyllischen Dorf Altbruck zwei Leichen gefunden werden, die mehrere Jahrzehnte verscharrt gewesen waren, übernimmt Gina die Ermittlungen. Die Identität der Toten nach so langer Zeit zu klären, erscheint zunächst als unlösbare Aufgabe. Dann wird klar, dass das weibliche Opfer aus dem Baltikum stammt. War sie eine Zwangsarbeiterin? Während Gina einen Mörder sucht, der vielleicht selbst nicht mehr am Leben ist, bemerken sie und Tino nicht, dass ihnen jemand ihr privates Glück missgönnt und es zerstören will. Spannung auf höchstem Niveau: abgründig, scharfsinnig, düster
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
31.05.2019
Sprache
Deutsch
EAN
9783548290973
Herausgeber
Ullstein Taschenbuch Verlag
Serien- oder Bandtitel
Ein Gina-Angelucci-Krimi
Sonderedition
Nein
Autor
Inge Löhnig
Seitenanzahl
384
Auflage
2
Einbandart
Taschenbuch

Hersteller: Ullstein Taschenbuchvlg., Friedrichstraße 126, Berlin, Deutschland, 10117, produktsicherheit@ullstein.de, Ullstein Buchverlage GmbH

Warnhinweise und Sicherheitsinformationen

Informationen nach EU Data Act

4.2
Aus 6 Bewertungen zu Unbarmherzig (Ein Gina-Angelucci-Krimi 2)
Aus 6 Bewertungen zu Unbarmherzig (Ein Gina-Angelucci-Krimi 2)
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Spuren der Vergangenheit
Anne H. - Bewertet am 25.08.2019
Zustand: Exzellent
Nach zwei Jahren Elternzeit ist Gina Angelucci schon auch ein wenig froh, sich zukünftig wieder mit ungelösten alten Kriminalfällen im Münchner Kommissariat befassen zu dürfen. Auch wenn sie Chiara über alles liebt, und sie auch ein wenig Bedenken hat, ob ihr Mann Tino (Kommissar Dühnfort – die andere Krimireihe der Autorin) das Hausmannsein und Vater immer leicht von der Hand gehen wird, ihr Beruf macht ihr eben auch sehr viel Freude. Als in Altbruck Knochen und Knochenfragmente auftauchen, wissen anfangs weder die Finderin Ella Loibl noch die Kommissarin, dass sie nicht nur im dunkelsten Kapitel der Vergangenheit Altbrucks sondern auch in Ellas Familiengeschichte tief graben und ungeahnte Dinge finden werden. Schnell ist klar, die Knochen stehen in Zusammenhang mit der Munitionsfabrik aus dem dritten Reich, es handelt sich um die sterblichen Überreste eines Mannes aus der Gegend und einer Frau aus Lettland, doch was ist im Herbst 1944 wirklich geschehen? Gina verbeißt sich in den Fall, denkt vor allem an Hinterbliebene und Nachfahren, die nie mehr etwas von der verstorbenen Zwangsarbeiterin gehört haben könnten. Gleichzeitig muss sie sich plötzlich um das Wohlergehen ihrer eigenen Familie sorgen, denn ihr letzter Fall um die entführte Marie ruft plötzlich eine Spätfolge auf den Plan, mit der niemand rechnen konnte und die sich plötzlich in ihr Privatleben drängt und ihr Denken zusätzlich mit großer Sorge und Angst belastet, so dass Gina fast in Frage stellt, ob es richtig war zurück in ihren Beruf zu kehren. Die beiden Gina-Angelucci-Krimis der Autorin sind die ersten beiden, die ich von ihr gelesen habe, obwohl ihr Kommissar Dühnfort ja nun seit Jahren erfolgreich im Roman und in der Krimiwelt ermittelt. Ich habe die flüssige und spannende Erzählweise sehr geschätzt, in „Umbarmherzig“ habe ich darüber hinaus auch insbesondere die Verknüpfung der historischen und der aktuellen Ereignisse sehr gerne gelesen. Die Protagonisten sind der Autorin wirklich außerordentlich sympathisch und trotzdem komplex gelungen, ich finde man bekommt ein gutes Gespür für die Persönlichkeit des ermittelnden Ehepaars, ihre Herangehensweisen und ihren Charakter im Einzelnen und im Zusammenspiel. Für mich ein richtiger, lohnenswerter Krimi mit einem guten Spannungsbogen, einem interessanten Fall und einer glaubhaften Auflösung. Fazit: ich freu mich, dass ich auf Ilse Löhnig gestoßen bin, und dass sie so viel geschrieben hat, was ich noch nicht gelesen habe, Nachschub ist also gesichert.
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Spannende Nebenhandlung
Florentine W. - Bewertet am 12.08.2019
Zustand: Exzellent
Inhalt: Gina Angelucci ist Kommissarin für Cold Cases und wird nach ihrer Rückkehr aus der Elternzeit von einem mysteriösen Fall empfangen. Es werden zwei anonyme Skelette entdeckt, deren Identität zu klären sie sich zur Aufgabe macht. Durch Rückblenden zu der Zeit, in der die Unbekannten gelebt haben und Szenen der Nachfahren erfährt der Leser die persönlichen Hintergründe der Personen in dem Fall. Meine Meinung: Ich habe den ersten Teil dieses Buches nicht gelesen, konnte aber alles verstehen. Es gab ein paar Momente, in denen auf die Vergangenheit Bezug genommen wurden, aber auch die wurden noch einmal wiederholt, sodass keine Info gefehlt hat. Leider war es mir nicht möglich, mich in Gina hinein zu fühlen. Sie war mir einfach nicht sehr sympathisch und mehrmals gab es Situationen, in denen ich nicht nachvollziehen konnte, was sie gemacht hat. Die Rolle der Stalkerin von Gina fand ich unnötig. Sie wirkte wie Ballast in der Geschichte und hätte einfach nicht sein müssen. Die Rückblicke fand ich dagegen wirklich sehr schön. Ich habe mich immer gefreut, wenn es mit der Geschichte Kairis weiterging. Sie war mir sehr sympathisch. Doch dieser Teil war ja eigentlich nur die Nebenhandlung und für das Gesamtverständnis wichtig. Auch ganz okay fand ich die Geschichte der Nachfahren. Einzelne Charaktere waren gut ausgebaut, viele leider nicht. Ella beispielsweise fand ich nett, aber so wirklich greifbar war sie nicht. Ihre Tante dagegen schon eher. An sich war die Geschichte gut durchdacht und hatte einen klaren roten Faden. Auch das Ende war schlüssig. Insgesamt konnte mich die Geschichte nicht so recht überzeugen. Mir haben die Rückblicke sehr gefallen, aber die eigentliche Haupthandlung leider nicht. Daher gibt es von mir nur 2/5 Sternen.
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Gelungene Mischung aus Historie und Gegenwart
Annabell S. - Bewertet am 28.06.2019
Zustand: Exzellent
Gina Angelucci ist kaum aus ihrer Elternzeit zurück, schon übernimmt die Spezialistin der Cold Case Abteilung der Kripo München ein neuen Fall. Im idyllischen Dorf Altbruck hat eine Frau, namens Ella, menschliche Überreste, die schon mehrere Jahrzehnte alt sind, gefunden. Gina nimmt die Herausforderung an den scheinbar unlösbaren Fall aufzuklären, um die Identität der beiden herauszufinden. Was haben die beiden Leichen miteinander zu tun? Gibt es noch mehr Überreste. Was für ein Motiv steckt dahinter und lebt der Täter evtl. noch? Während Gina in dem Fall ermittelt übernimmt ihr Mann Tino die Elternzeit und kümmert sich um die gemeinsame Tochter. Dabei fällt beiden auf, das immer eine mysteriöse Frau in ihrer Nähe umher schleicht. Wer ist sie und was will sie von der Familie? Dies ist der zweite Teil der Gina-Angelucci Reihe und man kann ihn unabhängig vom ersten Teil lesen. Ich fand diesen Teil sogar besser als den ersten Teil. Dieses Buch hat mich einfach noch mehr gefesselt und in seinen Bann gezogen, dass ich immer unbedingt wissen wollte wie es weitergeht. Das Buch spielt in zwei verschieden Zeiten und auch immer in unterschiedlichen Perspektiven. Die Abgrenzung der verschiedenen Zeiten und die unterschiedlichen Perspektiven wurden super miteinander verknüpft und auch immer der Spannungsbogen gehalten, sodass man bis zum Schluss nicht wusste welche Wendungen dieses Buch nimmt. Dieses Buch beschäftigt sich mit der Zeit kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges und zeigt auch die üblichen Facetten zu dieser Zeit auf. Es wird damit ein Stück deutsche Geschichte perfekt umgesetzt. Außerdem wird das Thema der politischen Rechtseinstellung durch das Privatleben der Gina Angelucci und ihrem Mann Tino mit einem Down-Syndrom Kind gekonnt ein aktuelles Thema aufgegriffen und auch näher beleuchtet. Durch die unterschiedlichen Wendungen und dem offen gehaltenen Abschluss des Buches folgt die Autorin kein Schema wie es andere Autoren tun. Somit macht es dieses Buch noch einzigartiger. Ebenfalls lies es sich einfach durch die relativ kurzen Kapitel lesen. Gut fand ich außerdem, dass teilweise auch in dem Münchener Dialekt geschrieben wurde, da konnte man sich noch besser in die Gegend reindenken. Dadurch das viele Personen mit Namen und teilweise auch deren Verwanschaftsverhältnisse vorkommen, kann dies etwas verwirren. Trotzdem ist dieser Kriminalroman nur zu empfehlen.
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Ein ungewöhnlicher Kriminalfall, der zugleich nachdenklich macht
Sheena 0. - Bewertet am 20.06.2019
Zustand: Exzellent
Inhalt & Handlung: Im kleinen Dörfchen Altbruck werden die sterblichen Überreste zweier Menschen gefunden. Aufgrund der Verletzungen an den Schädelknochenwird bald klar, dass die Toten Opfer einer Gewalttat geworden sind. Aus diesem Grund nimmt sich Gina Angelucci, ihres Zeichens Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo, dieses Falles an. Sie ist eben erst aus ihrer Elternzeit zurückgekehrt und brennt nun darauf, wieder in ihrem alten Job Erfolge zu verbuchen, während sich ihr Kollege und Ehemann Tino, nun um die gemeinsame, an Trisomie 21 leidenden Tochter kümmert. Mit Hilfe forensischer Methoden gelingt es, die Identität der Toten zu klären. Gina wird dadurch auf eine Zeitreise zurück in die Zeit des ausklingenden Zweiten Weltkrieges geschickt, da es sich bei dem einen Opfer um eine lettische Zwangsarbeiterin namens Kairi gehandelt hat. Wird es Gina gelingen, diesen Doppelmord nach so langer Zeit und mit so dürftigen Informationen restlos zu klären, und den Täter –sofern dieser überhaupt noch am Leben ist – zur Verantwortung zu ziehen? Schreibstil: lnge Löhnig versteht es in ihrer Erzählung meisterhaft, zwischen den Ermittlungen in der Gegenwart und den Schauplätzen in der Vergangenheit hin-und her zu springen, was der Geschichte sehr viel Leben einhaucht und die schier ausweglose Situation und das triste Dasein der baltischen Zwangsarbeiter dieser Zeit besondere Dramatik verleiht. Die Figuren haben hier allesamt Ecken und Kanten, was sie sehr menschlich wirken lässt und die ganze, an sich fiktive Geschichte sehr authentisch und glaubwürdig erscheinen lässt und die Geschichte umso fesselnder werden lässt. Charaktere: Die Figur der Gina Angelucci lernt man hier nicht nur als hartnäckige Ermittlerin kennen, sondern auch als liebevolle Mutter eines Kleinkindes mit Downsyndrom. Die Idylle ihres doch recht ungewöhnlichen Privatlebens wird jedoch durch eine Stalkerin getrübt, die ständig in der Nähe des Wohnhauses auftaucht und die Familie Angeluccis zu beobachten scheint. Gina selbst wirkt sympathisch und natürlich - ein Mensch wie Du und ich eben! In Rückblicken lernt man auch die Zwangsarbeiterin Kairi kennen, die so früh ihr Leben lassen musste, und die durch eine unbedarfte Aussage nicht nur ihr eigenes Leben gefährdet sondern auch das Leben ihres Vaters aufs Spiel setzt und die ihren jugendlichen Leichtsinn bitter bezahlt, indem sie als Zwangsarbeiterin nach Altbruck verschleppt wird. Ihr Leben in der Fremde ist fortan von Entbehrungen und Übergriffen geprägt, Augenblicke des Glücks scheinen in diesem Leben keinen Platz zu haben. Cover: Das Cover mit der düsteren Landschaftsaufnahme wirkt auf mich irgendwie bedrohlich und hat großen Wiedererkennungswert. Autorin: Inge Löhnig wurde in München geboren und studierte dort an der Akademie U5 Grafik-Design. Nachdem sie jahrelang als Art Directorin bei diversen Werbeagenturen gearbeitet hatte, machte sie sich danach mit einem Design Studio selbständig und arbeitet heute als Grafik-Designerin und Autorin. Sie lebt heute mit ihrer Familie in der Nähe von München. Sprecherin: Vera Teltz als Sprecherin mit ihrer wirklich angenehmen Stimmlage, ist ein echter Glücksgriff für dieses Hörbuch! Mal emotionslos wie eine Nachrichtensprecherin, mal bekommt ihre Stimme einen sanften, liebevollen Unterton – etwa bei der Beschreibung jener Szenen, in denen Gina sich mit ihrer Tochter kommuniziert. Darüber hinaus schafft sie es, jedem Charakter seine eigene Stimme zu verleihen. Meinung: Ein vom Aufbau sehr ungewöhnlicher Kriminalroman, die Klärung eines Verbrechens, das bereits so lange zurückliegt, stellt für den Leser anfangs ein schier unlösbares Problem dar, zumal nicht einmal die Identität der Toten feststeht! Aber dank neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Untersuchungsmethoden kann auch diese Hürde bezwungen werden. Am Ende wird dem Leser zwar eine Lösung präsentiert, ob er damit allerdings zufrieden ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich für meinen Teil fand das Ende eher unbefriedigend. Was man diesem Roman allerdings zugutehalten muss, ist dass die hier aufgegriffene Problematik der Zwangsarbeiter im zweiten Weltkrieg einen nachhaltig sehr beschäftigt und zum Nachdenken anregt. Wie viele ähnlich geartete Schicksale mag es wohl in der Realität gegeben haben? Persönliche Kritikpunkte: Der ständige Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit bringt es mit sich, dass man mit einer Fülle an Namen unterschiedlich relevanter Personen konfrontiert wird. Gerade bei einem Hörbuch wird das teilweise zum Problem, so musste ich gerade am Anfang der Geschichte das Hörbuch öfters zurücksetzen, weil ich durch die Vielzahl der Namen durcheinander gebracht wurde! Mit Fortschreiten der Geschichte kam ich aber immer besser damit zurecht. Fazit: Ein (Hör-) Buch, dass ohne viel Blutvergießen auskommt, das aber auch zum Nachdenken anregt!
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Unbarmherzig
Stephanie p. - Bewertet am 04.06.2019
Zustand: Exzellent
Gina ist Ermittlerin bei der Kripo München und erhält einen Cold Case Fall: In dem Dorf Altbruck wurden zwei Skelette gefunden. Es scheint, als wären die beiden während des zweiten Weltkriegs umgebracht worden. Gina beginnt mit den scheinbar unlösbaren Ermittlungen und bereits die Identifizierung der Toten gestaltet sich als äußerst schwierig. Eines der Skelette schient einer Frau aus dem Baltikum zu gehören und schnell wächst in Gina der Gedanke, dass es sich um eine Zwangsarbeiterin der nahegelegenen Munitionsherstellung handeln könnte. Inge Löhnigs Schreibstil ist fesselnd und flüssig. Der Prolog baut sofort sehr große Spannung auf und macht große Lust aufs weiterlesen. Die Autorin konnte mich sehr schnell in den Bann der Handlung ziehen. Im Buch wechseln sich immer wieder Kapitel rund um die Ermittlungen zum Cold Case Fall und Kapitel aus Sicht einer Zwangsarbeiterin 1944 ab. Diese Wechsel hatten zur Folge, dass die Spannung hoch gehalten wurde und die Handlung besonders fesselnd erschien. Zudem gab es auch immer wieder Kapitel rund um Ginas Privatleben. Das fand ich persönlich allerdings sehr schade, da die Spannung dadurch immer wieder abfiel. Die einzelnen Protagonisten sind äußerst authentisch und vielschichtig. Besonders Ginas Angst um die geistig behinderte Tochter ließ sie unfassbar menschlich und glaubwürdig erscheinen. Aber auch die anderen Charaktere konnten mich wirklich überzeugen und ich hatte große Freude beim Lesen des Buches. Zudem fand ich die Verbindung des Familiendramas und dem Schicksal der Zwangsarbeiter während des zweiten Weltkriegs sehr gelungen und fesselnd. „Unbarmherzig“ ist bereits der zweite Fall für Kommissarin Gina Angelucci. Ich kenne den ersten Teil bisher nicht, konnte aber dennoch sofort in die Handlung einsteigen und ihr problemlos bis zum Ende folgen. Im Buch gibt es neben dem eigentlichen Kriminalfall auch noch einen zweiten Handlungsstrang. Dieser behandelt das Thema, dass eine Stalkerin Gina ihr Familienglück missgönnt. Obwohl diese Handlung auf dem ersten Band basiert, wird alles ausreichend erklärt, so dass das Verständnis nicht beeinträchtigt wird. Dennoch hätte ich persönlich diesen zweiten Handlungsstrang nicht gebraucht, da dadurch die Spannung immer wieder etwas abgeflacht ist. FAZIT: „Unbarmherzig“ ist ein solider und lesenswerter Kriminalroman, dessen Spannung zwar hoch ist aber nie nervenzerreißend wird. Ich fand die Verbindung des Familiendramas mit dem Schicksal der Zwangsarbeiter im zweiten Weltkrieg sehr gelungen und gut gemacht. Leider hat mir der Handlungsstrang rund um die Stalkerin nicht so gut gefallen, da dadurch die Spannung des eigentlichen Cold Case Falls immer wieder deutlich abfiel. Aus diesem Grund vergebe ich 4 Sterne!
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