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Mein Leben als Sonntagskind

Judith Visser (Gebundene Ausgabe, Deutsch)

Optischer Zustand
Beschreibung
»Eine ganz besonders mitreißende Geschichte. Judith Visser weiß genau, wie man den Leser verlockt und seine Neugier entfacht.« Hebban Jasmijn ist ein ganz normales junges Mädchen. Kontaktfreudig und bei allen Mitschülern beliebt. Ein Sonntagskind, dem die Welt offensteht. Doch es gibt einen Haken: So ist sie nur in ihrem Tagebuch. Denn die wahre Jasmijn ist anders. Sie redet nicht. Nur mit ihrer Hündin Senta. Und mit Elvis Presley, mit dessen Postern sie ihr Zimmer tapeziert hat. Denn beide antworten nicht, und das ist gut. Dann muss Jasmijn sich nicht fragen, was gemeint ist. Oder überlegen, was sie antworten soll. Wie schaffen es andere Menschen bloß, dass sie immer wissen, wie sie sich verhalten sollen? Mit Senta und Elvis an ihrer Seite macht sich Jasmijn auf, dieses Geheimnis zu ergründen und ihr Glück zu finden. Der Bestseller aus den Niederlanden: ein berührender Roman über das Erwachsenwerden mit Autismus »Judith Visser trifft den Leser direkt ins Herz.« Noordhollands Dagblad »In klarer, schnörkelloser Sprache gibt Visser Einblicke in eine autistische Welt, die so anders ist und verwirrend parallel existiert.« Neue Presse »Auf einfühlsame Weise gelingt es Judith Visser, die selbst am Asperger-Syndrom leidet, die Gefühlswelt eines jungen autistischen Mädchens einzufangen.« Lübecker Nachrichten
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
01.05.2019
Sprache
Deutsch
Originalsprache
Niederländisch
EAN
9783959673198
Herausgeber
HarperCollins
Titel in Originalsprache
Zondagskind
Sonderedition
Nein
Autor
Judith Visser
Seitenanzahl
608
Auflage
1

Transparenz & Sicherheit

Hersteller: HarperCollins, Valentinskamp 24, Hamburg, Deutschland, info@harpercollins.de, Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH

5.0
Aus 3 Bewertungen zu Mein Leben als Sonntagskind
Aus 3 Bewertungen zu Mein Leben als Sonntagskind
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Alle Bewertungen, die wir veröffentlichen, wurden von echten rebuy Nutzer:innen geschrieben.
So wundervoll!
Martina K. - Bewertet am 29.07.2019
Zustand: Exzellent
"Mein Leben als Sonntagskind" ist einer dieser Wälzer, bei denen man gar nicht merkt, wie die Seiten verfliegen, und sich am Ende wünscht, das Buch hätte noch ein paar hundert Seiten mehr. Der Leser begleitet die Protagonistin und Ich-Erzählerin Jasmijn durch ihre Kindheit und Jugend und sieht dabei die Welt durch ihre Augen. Und die scheint voller Probleme zu sein, die bereits in der Vorschule damit beginnen, dass Jasmijn mit fremden Kindern spielen soll, mit einer fremden Frau reden muss. Oft weiß sie sich dann nicht anders zu helfen, als davonzulaufen, und versteht nicht, warum ihre Eltern dann böse werden. Was Jasmijn glücklich macht, sind Tage am Strand, ihre Hünding Senta und Musik. Besonders die von Elvis. Und so vergehen die Jahre, in denen Jasmijn vor allem mit den zwischenmenschlichen Beziehungen hadert, da niemand sie zu verstehen scheint und sie genauso wenig versteht, was alle anderen von ihr wollen. Bis sie Elliot kennenlernt. Zwischen ihnen entwickelt sich eine ganz besondere Art von Beziehung und dabei macht Jasmijn es Elliot nicht immer leicht. Jasmijn wächst in den 80er und 90er Jahren auf, als noch nicht viel über die Krankheit Autismus bekannt war. Sie muss selbst lernen, zu verstehen, warum sie die Welt anders sieht als andere Menschen. Warum sie Panik bekommt, wenn es zu laut um sie herum ist, oder warum Gespräche mit anderen sie so sehr erschöpfen, dass sie Migräneanfälle bekommt. Besonders faszinierend finde ich, dass die Autorin selbst erst im Erwachsenenalter erfahren hat, dass sie das Asperger-Syndrom hat. Umso wundervoller gelingt es ihr, die Gefühlswelt ihrer Ich-Erzählerin zu beschreiben. Den Schreibstil empfand ich als ungemein fesselnd und lebendig, auch wenn er sehr geradlinig und direkt ist. Aber damit passt er nur umso besser zur Ich-Erzählerin und ich finde es sehr authentisch, wie die Autorin ihre Protagonistin zu Wort kommen lässt. Es entsteht ein sehr starker Sog und die Seiten fliegen nur so dahin. Für mich war es überaus spannend, in die Gedankenwelt der Ich-Erzählerin abzutauchen und die Welt durch ihre Augen zu sehen.
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Fesselnder Einblick in die Erlebniswelt und Entwicklung eines Kindes mit Asperger-Syndrom
Anja T. - Bewertet am 12.05.2019
Zustand: Exzellent
Das Buch beginnt mit der Situation einer Fahrstunde einer jungen Frau. Sie hat bereits überdurchschnittlich viele Fahrstunden hinter sich gebracht, reagiert aber immer noch wie ein Anfänger. Zu überfordert von den vielen auf sie einströmenden Eindrücke und Informationen in der Verkehrssituation, kann sie die Aufgaben eines Fahrers nicht bewältigen. Schon hier wird deutlich, dass es sich bei der Protagonistin um eine Person handelt, die Informationen anders verarbeitet als der Durchschnittsmensch. Auf den weiteren 600 Seiten des Romans schildert Jasmijn viele kleine Erlebnisse ihres Lebens aus ihrer Sicht, vom Beginn als Kleinkind über ihre Erfahrungen in der Schulzeit bis hin zur jungen Frau. Wir werden hineingenommen in die Erlebnis- und Gedankenwelt eines Kindes, das Eindrücke schlechter verarbeiten und organisieren kann als andere Menschen, und für das zu starke Sinneseindrücke mit Überforderung und Schmerzen verbunden sind. Diese Erfahrungen und Gedanken lassen verstehen, warum sie so anders reagiert als „normale“ Menschen. Warum sie sich abkapselt, soziale Situationen meidet und eine enge Beziehung nur zu dem Hund der Familie aufbaut. Zunächst war ich überrascht, dass das Buch so dick ist. Dann haben mich die Schilderungen aber so gefesselt, dass ich den Roman an einem Wochenende hintereinander weg durchgelesen habe. Auch wenn sich zwischenzeitlich Ereignisse und Situationen ähneln, so fand ich es doch sehr spannend zu sehen, wie das Kind mit seiner Art zu Denken und den Anforderungen der Umwelt kämpft, den Wunsch, normal zu sein verspürt, immer wieder scheitert, aber doch nicht aufgibt. Ich fand das Buch absolut lesenswert und es hat mich auch ein wenig zum Nachdenken gebracht, was „normal“ ist und was möglicherweise dahinter steckt, wenn Menschen anderes reagieren als die Umwelt von ihnen erwartet. Auch die Frage, in welchem Maße man sich an die Erwartungen der Umwelt anpassen oder lieber ganz sich treu bleiben sollte, hat mich nach dem Lesen weiter beschäftigt.
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Einfühlsamer Coming-of-Age-Roman
Julia S. - Bewertet am 05.05.2019
Zustand: Exzellent
INHALT: Jasmijn ist vier Jahre alt, als sie in die Vorschule kommt. Da kann sie bereits lesen, spicht aber nicht mit anderen und meidet den Blickkontakt. Die grellen Lichter, die bunten Farben, verschiedene Gerüche und der ständige Lärm, machen dem Mädchen schwer zu schaffen. Später macht sie die Reizüberflutung regelrecht krank und sie bekommt heftige Migräne-Anfälle. Jasmijn zieht sich immer mehr zurück. Zu Hause wartet ihre beste Freundin, ihre Hündin Senta, die sie so nimmt wie sie ist. Und auch in Elvis' Musik und in Büchern findet sie Verständnis und einen Ruhepol für sich. Warum sollte sie stattdessen auch Zeit mit anderen Leuten verbringen, wenn diese so ganz anders ticken? Jasmijn weiß ja noch nicht einmal, wie man sich anderen gegenüber verhalten soll! Doch dann ist da plötzlich dieser beliebte Junge in der Schule, mit dem sie sich eine Zukunft erträumt... Dass Jasmijn Asperger-Autismus hat, erfährt sie erst als Erwachsene... MEINUNG: Die niederländische Autorin Judith Visser erzählt vom Aufwachsen Jasmijns. Chronologisch schildert sie den Alltag aus der Sicht eines Mädchens mit Asperger-Autismus im Alter von 4 bis ca. 19 Jahren. Anschaulich und einfühlsam beschreibt sie, mit welchen Problemen das Mädchen alltäglich zu kämpfen und welche Bedürfnisse sie hat. Man merkt, dass die Autorin sich mit der Thematik auskennt. Sie selbst hat als Erwachsene eine Asperger-Diagnose erhalten. Besonders die Reizüberflutung konnte sie mir als Leserin unglaublich gut vor Augen führen! Die Protagonistin wächst einem schnell ans Herz. Ich hatte großes Mitgefühl mit ihr, wenn ihre Umwelt mal wieder nicht besonders feinfühlig auf ihr "Anderssein" reagierte und wenn ihr die Reizüberflutung so schwer zu schaffen machte. Dadurch, dass das Buch vom Aufwachsen Jasmijns handelt und daher auch viele alterstypische Themen aufgreift, wirkte es auf mich zum Teil mehr wie ein Jugendbuch. Aber als solches hat es mir trotz ein paar etwas zu konstruierten Stellen, ziemlich gut gefallen und ich war eingenommen von Jasmijns Welt. Auch die 608 Seiten ließen sich flüssig lesen und verflogen wie im Nu! FAZIT: Ein einfühlsamer Coming-of-Age-Roman, der mir die Welt der autistischen Protagonistin gut vor Augen führen konnte! 4,5/5 Sterne!
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