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★★★★★
☆☆☆☆☆
Hass im Internet
Edith S. - Bewertet am 10.02.2020
Zustand: Sehr gut
Von frau schmitt
Der Lemming versteht die Welt nicht mehr: erst sein Sohn Ben, der sich wie selbstverständlich in der virtuellen Welt bewegt, da schien der Lemming doch sehr rückständig zu sein.
Dann lernt er noch den Freund Bens kennen, Mario, ein Junge der schon genug zu ertragen hatte und… durch einen Shitstorm von der Brücke springt weil er es nicht mehr ertragen kann.
Dieses dünne Buch zeigt wieder einmal, dass ein guter Krimi nicht 500 Seiten dick sein muss. Keine sinnlosen Verwirrungen, zwei Protagonisten (der Lemming und der Polivka) die mit ihren Eigenarten sympathisch sind und Umstände die so aktuell sind wie noch nie (Fremdenhass gegen Asylanten und Mobbing im Internet).
Ich war stets sehr gut unterhalten und kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen!
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☆☆☆☆☆
aktuelles Thema
Gerlinde S. - Bewertet am 02.02.2020
Zustand: Exzellent
Inhalt:
Leopold Wallisch, genannt Lemming, begleitet Mario, den Freund seines Sohnes zur U-Bahn. Der Junge springt, nachdem er auf dem Handy eine Nachricht erhalten hat, direkt vor eine fahrende U-Bahn. Was hat Mario zu diesem schrecklichen Selbstmord getrieben.
Meinung:
Dieses ist der 6. Teil… von Stefan Slupetzky Serie um den Lemming. Ich kannte die Vorgeschichte nicht und hatte daher anfangs etwas Schwierigkeiten mit dem Schreibstil und den typischen österreichischen Redewendungen.
In dem Krimi geht es um aktuelle brisante Themen, die Flüchtlingskrise und die Folgen von Cybermobbing.
Der Autor versteht es den Leser mit der Handlung und einem hohen Tempo bis zum Schluss zu fesseln. Die Protagonisten sind herrlich schräge Typen und haben hier tolle Ermittlungsarbeit geleistet.
Bei der Auflösung des Falls fehlten mir zum Schluss ein bisschen die Hintergründe und die Auftraggeber. Da es sich aber um politisch angehauchte Aktivitäten handelte, wollte der Autor sich hier wohl nicht allzu deutlich äußern.
Fazit:
Ein absolut lesenswerter spannender Krimi. Mit einer großen Portion Komik regt er dennoch sehr zum Nachdenken an.
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☆☆☆☆☆
Sehr politisch angehaucht
Annabell S. - Bewertet am 29.01.2020
Zustand: Exzellent
Ein Junge namens Mario stürzt sich nach einer Nachricht im Internetportal in den Tod. Leopold Wallisch, von allen nur Lemming genannt, saß gemeinsam mit ihm in der Straßenbahn und muss den Suizid des Jungen mit ansehen. Die Medien stürzen sich auf diesen Fall und es kommt zu einem Shitstorm in den… Medien, denn Lemming wird als Triebtäter dargestellt. Sein Freund Polivka ist Chefinspektor und glaubt ihm, dass er kein Triebtäter ist. Gemeinsam fangen die beiden an auf eigene Faust zu ermitteln.
Zu Beginn war es sehr interessant und auch recht humorvoll, daher hatte ich Lust dieses Buch zu lesen. Doch leider wurde ich enttäuscht. Nach einem starken Start wurde das Buch eher langweilig für mein Empfinden.
Die Handlung spielt in Wien. Dementsprechend war auch der Schreibstil angepasst an die dortige Sprache. Ehrlich gesagt habe ich damit sehr sehr schwer getan. Für mich war es schwierig und anstrengen zu lesen.
Statt einem interessanten und spannenden Krimi hat man hier eher das Gefühl eines Aufklärungsbuches über das Internet bekommen. Es ist zwar ein topaktuelles und brisantes Thema, was Cybermobbing angeht. Aber hier fand ich es too much.
Außerdem war die Handlung sehr politisch angehaucht. Man hatte regelrecht das Gefühl, dass die Charaktere mehr Mittel zum Zweck waren. Also, dass der Autor mithilfe seiner Charaktere versucht hat seine Meinung kundzutun.
Daher konnte ich mich auch nicht wirklich in die Charaktere hineinversetzen, weil sie einfach zu distanziert waren.
Mein Geschmack hat das Buch leider nicht getroffen und konnte mich dementsprechend auch nicht erreichen.