Aus 2 Bewertungen zu Die Geheimnisse meiner Mutter
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★★★★★
☆☆☆☆☆
Naja
Stephanie p. - Bewertet am 05.05.2020
Zustand: Gut
Roses Mutter Elise verschwindet kurz nach der Geburt spurlos und lässt dadurch ihre Tochter im Stich. Jahrelang hat Rose Schwierigkeiten sich damit abzufinden und gibt die Suche nach der Wahrheit nicht auf. Als sie erfährt, dass ihre Mutter als letzten Kontakt eine Autorin hatte, nimmt sie sofort… Kontakt zu der Schriftstellerin auf. Hier erfährt sie, dass Elise und die Autorin eine Beziehung hatten. Rose begibt sich immer weiter auf die Suche nach ihrer Mutter und hofft auf Unterstützung durch die Autorin.
Jessie Burtons Schreibstil ist einfühlsam und flüssig zu lesen. Als Leser kann man sofort in die Handlung eintauchen und ihr problemlos folgen. Besonders gut gefällt mir, wie die Autorin die Themen Mutterschaft und Freundschaft in dem Buch einbindet und aufarbeitet. Dennoch kam ich beim Lesen nur sehr schleppend voran und es hat mehrere Wochen gedauert bis ich das Buch beendet habe (zum Glück kann man bei unserer Bücherei immer wieder verlängern). Diese Leseunlust hatte zwei Gründe: Einerseits plätschert die Handlung über weite Strecken dahin, ohne dass etwas Nennenswertes passiert und dadurch wird die langatmige Handlung sehr zäh. Andererseits konnten mich die Protagonisten in keinster Weise erreichen oder berühren. Gerade Rose Suche nach ihren Wurzeln und dem Warum hätte so viel Potenzial gehabt, aber dies bleibt über weite Strecken ungenutzt. Aber auch Elise und Constance wirkten kühl und abweisend auf mich. Da mich die Protagonisten in keinster Weise erreichen konnten, war ich leider schnell genervt vom Buch und mich konnte auch der Tiefgang nicht wirklich erreichen. Gelesen- weggelegt- vergessen. Dies ist sehr schade, da ich mir gewünscht hätte, dass die Thematik noch nacharbeitet und mich weiterhin beschäftigt.
FAZIT:
„Die Geheimnisse meiner Mutter“ erfüllt meine hohen Erwartungen leider nicht. Trotz des einfühlsamen Schreibstils und der tollen Thematik konnte mich das Buch nicht erreichen und es war stellenweise eine Qual weiterzulesen. Daher vergebe ich 2 Sterne!
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★★★★★
☆☆☆☆☆
Ein fesselnder Roman – nicht vom kitschigen Cover täuschen lassen
Miriam G. - Bewertet am 16.03.2020
Zustand: Exzellent
Die 35-jährige Rose ist ohne Mutter aufgewachsen. Seit ihrer Kindheit begleitet sie das Gefühl, dass ihr dadurch etwas fehlt. Als Rose Vater ihr erzählt, dass ihre Mutter kurz vor der Geburt mit der berühmten Schriftstellerin Connie Holden zusammen war, macht sie sich auf der Suche nach ihr, um mehr… über das Verschwinden ihrer Mutter Elise zu erfahren.
In „Die Geheimnisse meiner Mutter“ werden in zwei Erzählsträngen die Geschichte von Rosie und Connie im Jahr 2018 sowie die Ereignisse im Jahr 1982/83 erzählt. Rose ist dabei eine unfassbar starke, lebendige und sehr sympathische Protagonistin, die alles daran setzt, mehr über ihre Mutter zu erfahren, und für den Leser sehr greifbar wird. Parallel dazu wird die Geschichte von Elise und Connie erzählt: Im Vergleich zu Rose wirkt Elise jedoch eher schwach und ist vollständig abhängig von ihren Mitmenschen. Teilweise hat mich die Teilnahmslosigkeit wirklich wütend gemacht. Die Person, die beide Stränge miteinander verbindet, ist Connie, die leider als Figur etwas blass bleibt.
Dabei ist der Roman unglaublich fesselnd, sodass die Seiten nur so davonfliegen. Der Autorin gelingt dabei etwas, was äußerst selten ist: Beide Erzählstränge sind gleichermaßen spannend, sodass sich zwar zunächst eine kurze Enttäuschung einstellt, wenn das Kapitel endet, man jedoch bereits nach einigen Sätzen wieder in der anderen Erzählstory drin ist. Dabei entzieht sich der Roman jeder Klassifizierung – er ist sowohl Familiengeschichte und Entwicklungsroman, zeigt jedoch auch einige Elemente eines Krimis.
Die Story ist interessant und auch plausibel, ein kleiner Kritikpunkt für mich ist jedoch das Ende, das ein wenig zu kitschig geworden ist. Außerdem finde ich leider das Cover sehr unglücklich: Im Buchladen hätte ich wohl kaum zu dem Roman gegriffen, weil es optisch eher an einen gewöhnlichen Liebesroman erinnert und nicht zeigt, dass im Roman eine tiefgehende Geschichte steckt.