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  • Gut für den Eigenbedarf geeignet
Beschreibung
Der 12-jährige Théo ist ein stiller, aber guter Schüler. Dennoch glaubt seine Lehrerin Hélène, besorgniserregende Veränderungen an ihm festzustellen. Doch keiner will das hören. Théos Eltern sind geschieden und mit sich selbst beschäftigt. Der Junge funktioniert und kümmert sich um die unglückliche Mutter und den vereinsamten Vater. In ihren Augen ist also so weit alles gut. Doch Théo trinkt heimlich, und nur sein Freund Mathis weiß davon. Der Alkohol wärmt und schützt ihn vor der Welt. Eines Tages wird ihn der Alkohol ganz aufsaugen, das weiß Théo. Doch wer sollte ihm helfen? Hélène, seine Lehrerin, würde es tun, doch wie soll das gehen, ohne dass er die Eltern verrät? Mathis beobachtet das alles voller Angst. Zu gerne würde er sich seiner Mutter anvertrauen, aber Théo ist sein einziger Freund. Und einen Freund verrät man nicht. Außerdem würde er damit auch demjenigen in den Rücken fallen, der den Minderjährigen den Alkohol besorgt. Und der ist es, der das gefährliche Spiel in dem schneebedeckten Park vorschlägt, bei dem Théo bewusst den eigenen Tod in Kauf nimmt.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
10.03.2020
Sprache
Deutsch
EAN
9783832165031
Herausgeber
DuMont Buchverlag
Titel in Originalsprache
›Les loyautés‹
Sonderedition
Nein
Autor
Delphine de Vigan
Seitenanzahl
174
Auflage
2
Einbandart
Taschenbuch

Hersteller: DuMont Buchverlag GmbH, Amsterdamer Straße 192, Köln, Deutschland, herstellung@dumont.de, DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG

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Aus 2 Bewertungen zu Loyalitäten
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Nervenaufreibende Verwirrungen und Familiendramen
Bianca K. - Bewertet am 17.10.2018
Zustand: Exzellent
Theo und Mathis haben ein Geheimnis. Ihre Lehrerin Madame Destree beobachtet Theo schon eine Weile. Nur sie erkennt seine schleichende Veränderung, die Zeichen seines Rückzugs. Theo ist ein Kind zwischen zwei Fronten. Er lebt wochenweise im Wechsel bei seiner Mutter und seinem Vater. Doch sein Vater kann sich schon lange nicht mehr um ihn kümmern, Theo muss die ganze Verantwortung für Haushalt und Erledigungen übernehmen. An dieser Verantwortung scheint der Junge zu zerbrechen. Ihm bleibt nur noch die Flucht in den Alkohol. Sein Freund Mathis scheint es da besser zu haben, doch auch bei seinen Eltern bahnt sich eine Katastrophe an. Die Situation spitzt sich immer weiter zu. Gelingt der Lehrerin der Durchbruch durch ein Netz aus Loyalität und Geheimnissen? Der Roman ist wirklich gut geschrieben, man fühlt sich sofort in die verschiedenen Personen hinein versetzt. Die imaginäre Uhr beginnt immer schneller zu ticken und man kann das Buch fast nicht aus der Hand legen. Das war zwar mein erstes Buch von Delphine de Vigan, es wird aber sicher nicht mein letztes sein! :)
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Der Mut zur Initiative
Anke B. - Bewertet am 10.10.2018
Zustand: Exzellent
In „Loyalitäten“ geht es um die zwölfjährigen Jungen Théo und Mathis, ihre Eltern und ihre Biologielehrerin Helène. Die beiden Jungs verdrücken sich regelmäßig während der Schulzeit um Alkohol zu trinken. Während das für Mathis eher etwas mit Ausprobieren und Abenteuer zu tun hat, will Théo immer mehr. Der Alkohol hat für ihn eine ganz andere Funktion: seinen Kummer zu betäuben, darüber, wie schlecht es seinem Vater geht, wie sehr sich seine Eltern hassen und wie allumfassend die Sprachlosigkeit in seiner Familie ist. Die Loyalität seinem Vater gegenüber lähmt ihn und hindert ihn daran, das Problem zur Sprache zu bringen – ähnlich wie Mathis Théo nicht verpetzen will. Auf der anderen Seite steht Helène, die Lehrerin, die als Kind Gewalt erlebt hat und sich geschworen hat, nicht wegzusehen. Aus Loyalität zu sich selbst, oder zu ihrem kindlichen Selbst, versucht sie immer wieder Théo die Hand zu reichen und herauszufinden, warum er so furchtbar still ist. Mathis Mutter wiederum kündigt ihrem Mann die Loyalität auf, nachdem sie eine unschöne Entdeckung über ihn macht und sie endlich lernt, zu sich selbst zu stehen. De Vigan erzählt diese Geschichte(n) aus verschiedenen Perspektiven. Es ist wirklich beeindruckend, mit wie wenigen Worten oder Pinselstrichen sie komplexe Charaktere in existentiellen Krisen zeichnen kann, dabei zutiefst empathisch und nie mit dem erhobenen Zeigefinger. Dadurch gelingt ihr ein außerordentlich berührendes Werk zu einer ganzen Reihe wichtiger Themen: nicht „nur“ dem der jugendlichen Alkohol- oder Drogensucht, sondern auch dem, wie viel Mut es kostet, die Initiative zu ergreifen statt seine Probleme (und die der anderen) zu ignorieren.
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