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★★★★★
☆☆☆☆☆
tolles Setting
Ingrid V. - Bewertet am 04.12.2020
Zustand: Exzellent
Max hatte eine harte Nacht und braucht dringend einen Ferienjob. Seine Mutter ist sehr sauer auf ihn. Als er Jordan, den er vom Sehen aus der Schule kennt, in einem Foodtruck trifft, lässt es sich darauf ein ihm zu helfen. Beide sind sehr unterschiedlich, doch sie fühlen sich zueinander hingezogen.
… Ich mochte das Setting vom Foodtruck sehr gerne. Es ist einfach etwas ganz anderes als in der Schule oder in der Freizeit ein Kennenlernen.
Toll finde ich, wieviele verschiedene, wichtigeThemen angesprochen werden. Manchmal wurde es mir etwas zu viel für zwei Personen. Aber insgesamt kamen die wichtigen Themen schon ausreichend zur Geltung, außer vielleicht die Rassismus- Erfahrungen.
Das abschließende Kapitel hat mich nicht überzeugt. Gefühlt hat es nicht zum Test des Buchs und zu den Personen gepasst.
Auch manche Nebenperson war nicht überzeugend. Wobei es auch gut war, dass eben nicht alle positiv durchs Leben getragen werden. Mir wäre aber ein stärkerer Fokus auf die beiden Protagonisten lieber gewesen.
Fazit: Tolles Setting mit dem Foodtruck und viele wichtige Themen vereint in einer Liebesgeschichte!
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★★★★★
☆☆☆☆☆
Zerbrechlich und doch so stark
LadyIceTea W. - Bewertet am 28.11.2020
Zustand: Exzellent
Max und Jordan haben nicht viel miteinander zu tun. Während Max Sport und Videospiele liebt und gern mit seinen Jungs abhängt, ist Jordan eher introvertiert, schreibt Gedichte und trifft sich mit seinen beiden besten Freundinnen in der Mall. Erst, als sie gemeinsam im alten Food-Truck von Jordans… Vater arbeiten, lernen sie sich besser kennen. Und ganz langsam merken die beiden, dass zwischen ihnen vielleicht mehr ist als bloß Freundschaft.
„The music of what happens“ hat mich in mehr als einer Hinsicht überrascht. Ich habe eine typische Coming-Of-Age Geschichte erwartet, nur eben im Queer-Teen-Lovestory-Bereich. Bekommen habe ich das auch irgendwie aber ich habe nicht erwartet, dass so ernste Themen behandelt werden und mich der Schreibstil so mitnimmt.
Der Schreibstil ist wirklich vielschichtig. Im Großen und Ganzen ist er trocken und langsam, wie die flimmernde Luft an einem heißen Sommertag. Dieses Gefühl gehört zu dieser Geschichte und wird vom Autor perfekt in seine Erzählungen gelegt. Er erzählt die Geschichte von Jordan und Max abwechselnd aus der jeweiligen Sicht und nicht nur durch die Kapitelüberschriften wird klar, wer grade erzählt.
Max ist der Grinsetyp. Er ist beliebt, cool und selbstbewusst. Er sieht gut aus und ist sportlich. Aber für sich, ist er ebenso verletzlich wie alle anderen. Und er ist unheimlich sensibel, mutig und liebevoll. Jordan ist all das was Max nicht ist. Er ist der uncoole, picklige Typ, der nichts richtig schafft. Aber er kümmert sich um seine Mutter und er hat ein Herz aus Gold. Ja, er ist ängstlich und hat ein so schlechtes Selbstbild, dass ich zusammen mit Max verzweifelt bin aber er hat die Eigenschaft das Beste aus Max herauszuholen und ihn und seine Freunde dazu zu bringen, mehr aus der Freundschaft zu machen. Und er verlässt seine Komfortzone immer und immer wieder und wächst über sich hinaus.
In diesem Buch geht es um Freundschaft, Liebe, Homosexualität, Trauerarbeit, Spielsucht, Depressionen, sexuellen Missbrauch, Familie, Vertrauen und Mut. Durch all diese Themen wird die Geschichte unglaublich empfindsam und zerbrechlich, so wie die zwei Jungs um die es geht. Doch beide gehen mit allem unglaublich stark um und genauso stark ist gleichzeitig auch diese Geschichte. Besonders hervorstechend ist der liebevolle Umgang miteinander und die Botschaft, dass wir miteinander reden und füreinander da sein müssen.
Ein unglaublich tolles und vielschichtiges Buch, welches ich immer wieder weiterempfehlen werde!