Bis zu 50 % günstiger als neu
3 Jahre rebuy Garantie
Professionelles Refurbishment
ElektronikMedien
Tipps & News
AppleAlle anzeigen
TabletsAlle anzeigen
HandyAlle anzeigen
Fairphone
AppleAlle anzeigen
iPhone Air Generation
GoogleAlle anzeigen
Pixel Fold
HonorAlle anzeigen
HuaweiAlle anzeigen
Honor Serie
NothingAlle anzeigen
OnePlusAlle anzeigen
OnePlus 11 GenerationOnePlus 12 Generation
SamsungAlle anzeigen
Galaxy XcoverWeitere Modelle
SonyAlle anzeigen
Weitere Modelle
XiaomiAlle anzeigen
Weitere Modelle
Tablets & eBook ReaderAlle anzeigen
Google
AppleAlle anzeigen
HuaweiAlle anzeigen
MatePad Pro Serie
MicrosoftAlle anzeigen
XiaomiAlle anzeigen
Kameras & ZubehörAlle anzeigen
ObjektiveAlle anzeigen
Samyang
System & SpiegelreflexAlle anzeigen
CanonAlle anzeigen
FujifilmAlle anzeigen
OlympusAlle anzeigen
PanasonicAlle anzeigen
SonyAlle anzeigen
WearablesAlle anzeigen
Fitness TrackerAlle anzeigen
SmartwatchesAlle anzeigen
Xiaomi
Konsolen & ZubehörAlle anzeigen
Lenovo Legion GoMSI Claw
NintendoAlle anzeigen
Nintendo Switch Lite
PlayStationAlle anzeigen
XboxAlle anzeigen
Audio & HiFiAlle anzeigen
KopfhörerAlle anzeigen
FairphoneGoogle
LautsprecherAlle anzeigen
GoogleYamahatonies
iPodAlle anzeigen

Handgeprüfte Gebrauchtware

Bis zu 50 % günstiger als neu

Der Umwelt zuliebe

Der Unsterblichkeitsclown

Filips Christian (Taschenbuch, Deutsch)

Keine Bewertungen vorhanden
Optischer Zustand
Beschreibung
"Jeder kennt ihn. Wer ihn das erste Mal sieht, fragt. Und man vergisst ihn nicht wieder. Er fällt auf. Nicht eigentlich so sehr durch die kräftige Schönheit seiner Erscheinung, als vielmehr durch einen besonderen und seltenen Geschmack, der ihr allein gehört, durch eine befremdliche Mischung sonst unverbundener Reize." So charakterisiert Hermann Bahr 1894 in seinen "Studien zur Kritik der Moderne" den Dichterkomponisten Adalbert von Goldschmidt und erkennt in ihm den Künstlertypus des kommenden Jahrhunderts. Er vereine die "trunkene Kraft der französischen Romantik", die "prasselnde Rakete" des Wiener Salons und den "wilden Zwang faustischer Begierden" wie ihn die Deutschen mögen. Ein Künstler der kommenden Moderne sei dieser Goldschmidt, weil er als "Musiker, Maler, Dichter" die "Sondierung der Künste" zu überwinden suche. Doch kaum war das neue Jahrhundert da und die Moderne angebrochen, schon vergaß man diesen Propheten der neuen Zeit derart gründlich, dass heute kaum noch Spuren seines Werks zu finden sind. Was sind die Gründe für dieses kollektive Vergessen? Im September 1935 erschien die "Goebbels-Liste", ein Verzeichnis aller zeitgenössischer Komponisten, deren Werke "ab sofort nicht mehr in irgendwelche Spielfolgen deutscher Rundfunksender oder Theaterinstitute aufzunehmen" seien. Zu den Verbotenen gehört - neben Alban Berg, Hanns Eisler, Erwin Schulhoff oder Kurt Weill - als ältester unter allen Genannten auch Adalbert von Goldschmidt. Noch dreißig Jahre nach seinem Tod fürchtete das NS-Regime die Wiederentdeckung eines Komponisten, der zu Lebzeiten als jüdischer Wagnerianer galt, und von dem man sich nach viel besprochenen Aufführungen seines Oratoriums "Die sieben Todsünden" versprochen hatte, er werde die Nachfolge Richard Wagners antreten. In keinen anderen Komponisten seiner Generation wurden derart hohe Erwartungen gesetzt. Kein anderer wurde mit solchem Spott überschüttet, als übersteigerter Dandy, "Herr Adabei", als "Millionärkomponist" oder "Börsenjude" abgetan. "Überhaupt ist mein ganzes Leben ein Fluch!", notierte Goldschmidt in einem Brief an den Burgtheater-Schauspieler Josef Lewinsky. Goebbels' Verbot hat seine Wirkung auch posthum nicht verfehlt: In den letzten sechzig Jahren lässt sich keine Notenedition seiner Musik Goldschmidts nachweisen. Keines seiner Stücke ist gegenwärtig in einer öffentliche Aufführung verfügbar. Und die Musikwissenschaft hat ein Werk, das immerhin über 200 Kompositionen in allen Gattungen umfasst und von Komponisten-Freunden wie Franz Liszt oder Saint-Säens geschätzt wurde, bislang so gut wie gar nicht erforscht. Bereits in einem 1907 zum Tod des Komponisten erschienenen Nachruf griff Karl Kraus in der Fackel die Wiener Presse an und beklagte die "systematische Misshandlung eines Künstlers". Man müsse bedenken, "dass die Art, wie Adalbert von Goldschmidt, der Komponist, saß und ging, erzählte und schaute, hundertmal feineren Kunstgehalt hatte, als die Art, wie andere komponieren, und dass mit ihm einer jener seltenen Menschen gestorben ist, deren Wert zu erkennen nicht eine Fähigkeit ist, die die Kenntnis ihres Faches voraussetzt, sondern eine Angelegenheit des Kulturgefühls." In diesem Buch wird zum ersten Mal der Versuch unternommen, Leben und Werk des Dichterkomponisten zu beschreiben und ihn musikhistorisch und ideengeschichtlich im Kontext des Wiener Fin de Siècle einzuordnen. Dabei erweist sich, dass Goldschmidt nicht einfach ein Wagner-Epigone war, sondern ein genialer Dilettant, ein Zukunftsmusiker ganz eigener Prägung. Er selbst prophezeite seinen Manuskripte, sie seien "dem ewige Schlafe geweiht" und bezeichnete sich ironisch als "Unsterblichkeitsclown". In seinem Spätwerk erweist er sich mit seinen "Allegorien der Leere", mit "Buschiaden auf die Meistersinger", mit demolierten Walzern und anonym veröffentlichten Kuckuckseiern als Geistesverwandter von Erik Satie. An seinen jüngeren Freund Arnold Schönberg schreibt Goldschmidt 1904: "An meine Auferstehung glaube ich wahrlich nicht mehr, im übrigen pfeife ich drauf". Dieses Buch lädt dazu ein, Goldschmidts Werke neu zu entdecken und gemeinsam mit ihm auf den Wunsch nach Unsterblichkeit zu pfeifen.
Dieses Produkt haben wir gerade leider nicht auf Lager.
ab 18,99 €
Derzeit nicht verfügbar
Derzeit nicht verfügbar

Handgeprüfte Gebrauchtware

Bis zu 50 % günstiger als neu

Der Umwelt zuliebe

Technische Daten


Erscheinungsdatum
11.06.2020
Sprache
Deutsch
EAN
9783906050614
Herausgeber
Urs Engeler
Sonderedition
Nein
Autor
Filips Christian
Seitenanzahl
330
Auflage
1
Einbandart
Taschenbuch
Buch Untertitel
Adalbert Ritter von Goldschmidt (1848-1906) - Ein Dichterkomponist im Wiener Fin de Siècle
Schlagwörter
Wiener Moderne, Adalbert von Goldschmidt, Fin de Siecle
Thema-Inhalt
AV - Musik
Höhe
220 mm
Breite
14 cm
-.-
Leider noch keine Bewertungen
Leider noch keine Bewertungen
Schreib die erste Bewertung für dieses Produkt!
Wenn du eine Bewertung für dieses Produkt schreibst, hilfst du allen Kund:innen, die noch überlegen, ob sie das Produkt kaufen wollen. Vielen Dank, dass du mitmachst!