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Technische Daten
Erscheinungsdatum
11.09.2020
Sprache
Deutsch
EAN
9783038961444
Herausgeber
Sternensand Verlag
Sonderedition
Nein
Autor
Fanny Bechert
Seitenanzahl
346
Einbandart
Taschenbuch
Schlagwörter
Adaption, Humor, Nerd, Alice im Wunderland, düster, Liebe
Thema-Inhalt
FMX - Urban Fantasy
FN - Belletristik: Traditionelle Geschichten, Märchen, Mythen, Fabeln und Legenden
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★★★★★
☆☆☆☆☆
Das Wunderland einmal anders
Jenny C. - Bewertet am 25.11.2020
Zustand: Exzellent
In Ihrer Danksagung schrieb sie, das wenn jeder eine "Alice im Wunderland" Adaption schreiben könnte, sie das ja auch mal versucht.
Und ich finde, das ist ihr wunderbar gelungen. Was wäre wenn Alice keine Alice sondern ein Andrew wäre? Und was wenn das weiße Häschen nicht nur weiß, sondern auch… heiß wäre?
Dieser und weiterer Fragen hat sich Fanny Bechert gestellt. Und noch einige weitere beantwortet.
Man wird aber nicht einfach ins Wunderland geschleudert und erlebt Alice Abenteuer aus der Sicht eines männlichen Protagonisten, sondern auch noch mal ein paar Jahre in die Vergangenheit. Denn das Wunderland und Ludens City wird durch einen Bürgermeister verwaltet, regiert und unterdrückt. Migwicks gelten als die Ausgestoßenen. Wesen mit oftmals merkwürdigem Äußeren. So zum Beispiel Lola, das heiße.. äh weiße Häschen. Sie erscheint Andrew, unserm Held der keiner sein möchte, in einem Stripclub, mit süßem Puschlschwanz und Hasenohren. Auf seinem Weg trifft er noch auf zum Beispiel, Gemüsekörper, Mäuse, Katzen, Puppenriche, Nachtfalter und vieles mehr. Jede der Figuren ist anschaulich beschrieben und animiert das Kopfkino wunderbar. Andrew wird ziemlich schnell klar in welcher Fantasywelt er sich befindet und möchte seine Verantwortung gern an die kleine Alice abgeben. Allerdings gibt es diese in dem Teil der Geschichte noch nicht. Denn wir betreten die Welt weit früher als dies dann Alice einmal tun wird. So dass uns zwar schon parallelen auffallen, aber man nicht auf den Gedanken kommt "Das war damals aber ganz anders!!!11!1"
Alle Figuren sind gut beschrieben, auf einige wird mehr eingegangen, andere nur kurz beleuchtet. Allerdings kann ich mir jeden gut bildlich vorstellen. Aber Andrew gefällt mir schon deutlich am besten. Im allgemeinen komm ich mit männlichen Protas immer besser klar. Und Andrew und ich liegen schon arg auf einer Wellenlänge. Aber mal ehrlich, wer mag schon heilende Priester welche ihr Mana nicht kontrollieren können? ;) Auch sein Sarkasmus, die Sicht auf die Welt und seine Ausdrucksweise sind erfrischend ehrlich. Keine unnötigen Umschreibungen oder Beschönigungen. Wenn der Darm zwickt ist der Toilettengang nun einmal wichtiger als das Gespräch mit einem Hasen. Gerade so etwas vermiss ich oft in einigen Roman. Die unverblümte Wahrheit. Jeder Prota hat unterschiedliche menschliche Bedürfnisse, aber nicht jeder Autor getraut sich darüber zu schreiben. Hau dir mal den kleinen Zeh am Stuhlbein und sag mir nicht das du da nicht wie ein Rohrspatz fluchst und wüste Beschimpfungen um die haust. Und natürlich darf dies auch Andrew, was ihn in meinen Augen noch nahbarer und echter macht. So konnte ich mich gut mit ihm identifizieren. Er war halt nicht der typische Held, sondern recht menschlich. Das hat der Geschichte sehr gut getan. Und ich freue mich jetzt schon sehr auf den nächsten Teil. 5 von 5 Hasenohren. Und auch ein Lob an Fannys Mann, der wirklich wunderbare Figuren geschaffen hat, ich liebe Teipoh, eine großartige Figur.
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★★★★★
☆☆☆☆☆
Du denkst, du kennst Alice im Wunderland?
Sabrina P. - Bewertet am 21.11.2020
Zustand: Exzellent
hier geht es nicht um Alice. Hier geht es um den jungen Erwachsenen Andrew. Frei nach 'Follow the white rabbit' folgte er dem Hasen im Black Hole. Nur dass der Hase eine sexy Häsin war und das Black Hole ein Stripclub! 👯♀️
Vieles ist anders als erwartet, die scheinbar altbekannten Charaktere… aus Alice im Wunderland sind vorhanden, aber mit ganz anderen Charakterzügen und oft auch optisch weiter oder weniger weit entwickelt. 🐛
Andrew landet in einer anderen Welt, voller Mischwesen und neuer Herausforderungen. Dort will der sonst leidenschaftliche Zocker der Held seiner Hasendame sein. Oder manchmal auch nur nach Hause.
Sprachlich wird hierbei kein Blatt vor den Mund genommen, Andrew sagt oft, was er denkt und manchmal fällt so auch das ein oder andere Schimpfwort. Auch seine Gedanken finden nicht nur im Kopf statt, wie auch, bei all den Reizen in Ludens City? All die Mischwesen, Anforderungen an ihn und... Brüste.
Fanny Bechert erzählt hier eine bezaubernde, mitreißende und stellenweise sehr lustige Geschichte, die auch die ein oder andere gesellschaftskritische Stelle aufweist. Ich habe von Anfang bis Ende wirklich jede Seite genossen und nichts zu kritisieren. Es sollte jedoch klar sein, dass es sich hier eher um ein Buch für junge Erwachsene handelt, aufgrund der Sprache und der - zwar nicht über detaillierten aber nicht ganz monogamen - Sexszene gebe ich eine Leseempfehlung erst ab ca. 16 Jahren.
Schön ist auch, dass, im Vergleich zu vielen anderen Reihen, Andrew im Wunderland durchaus ein rundes Ende hat. Man könnte das Buch also auch problemlos als Einzelteiler lesen. Aber warum aufhören, wenn es weitergeht? Ich freue mich bereits jetzt auf Band 2! 😍🤩