Technische Daten
Erscheinungsdatum
24.09.2020
Herausgeber
Verlag Österreich
Einbandart
Gebundene Ausgabe
Autorenporträt
Hans Kelsen (1881-1973) gilt als der bedeutendste Vertreter des sogenannten Rechtspositivismus des 20. Jahrhunderts. Sein breites Betätigungsfeld und seine Wirkung haben ihm den Ehrentitel "Jurist des Jahrhunderts" eingebracht. Kelsen habilitierte 1911 an der Juristischen Fakultät der Universität. Der Titel seiner Habilitationsschrift deutet bereits das Programm der Reinen Rechtslehre an, nämlich die Probleme von Recht und Staat mit Hilfe des Rechtssatzbegriffes einheitlich und wissenschaftlich zu erfassen. 1919 wurde er als ordentlicher Professor ernannt und lehrte Staatsrecht (Verfassungsrecht) und Allgemeine Staatslehre als "Staatsrechtslehre" und bot Seminare zur Rechtsphilosophie und zur Theorie der Rechtswissenschaft an. Als akademischer Lehrer versammelte Kelsen eine Reihe von Schülern um sich, so etwa Adolf Merkl und Alfred Verdross, aus deren Kreis sich die Wiener Schule der Rechtstheorie herauskristallisierte. Kelsen war maßgeblich an der Ausarbeitung der neuen Bundesverfassung der Republik Österreich von 1920 beteiligt, welche in den Grundzügen auch heute noch gilt. Von 1921 bis 1930 war er selbst Richter am Verfassungsgerichtshof. 1940 emigrierte Kelsen in die USA und lehrte zunächst in New York, dann an der Harvard Law School und von 1942 bis 1952 an der University of California in Berkeley. 1945 erlangte er die amerikanische Staatsbürgerschaft. Bis zu seinem Tod am 1973 beschäftigte sich Kelsen mit seiner Strukturtheorie des Rechts aber auch mit Fragen der internationalen Friedens- und Rechtsordnung. Kelsens Gesamtwerk umfasst von mehr als 600 Publikationen. Zu seinen wichtigsten Werken gehören neben der bereits erwähnten Habilitationsschrift die 1. und die 2. Auflage der Reinen Rechtslehre (1934 und 1960), Sozialismus und Staat (1923), Allgemeine Staatslehre (1925), Vom Wesen und Wert der Demokratie (2. Auflage, 1929), Was ist Gerechtigkeit? (1953), Principles of International Law (1966), Allgemeine Theorie der Normen (1979), Die Illusion der Gerechtigkeit (1985). (Quelle: Kley/Tophinke: Hans Kelsen und die Reine Rechtslehre, in JA-Juristische Arbeitsblätter 2/2001)
Schlagwörter
RECHTSTHEORIE, VERFASSUNG, VERFASSUNGSPHILOSOPHIE, VERFASSUNGSRECHT, VERFASSUNGSRECHTLICHE GRUNDLAGEN
Thema-Inhalt
LAB - Rechtsmethodik, Rechtstheorie und Rechtsphilosophie
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