Bis zu 50 % günstiger als neu 3 Jahre rebuy Garantie Professionelles Refurbishment
ElektronikMedien
Tipps & News
AppleAlle anzeigen
TabletsAlle anzeigen
HandyAlle anzeigen
Fairphone
AppleAlle anzeigen
iPhone Air Generation
GoogleAlle anzeigen
Pixel Fold
HonorAlle anzeigen
HuaweiAlle anzeigen
Honor SerieY-Serie
NothingAlle anzeigen
OnePlusAlle anzeigen
OnePlus 11 GenerationOnePlus 12 Generation
SamsungAlle anzeigen
Galaxy XcoverWeitere Modelle
SonyAlle anzeigen
Weitere Modelle
XiaomiAlle anzeigen
Weitere Modelle
Tablets & eBook ReaderAlle anzeigen
Google
AppleAlle anzeigen
HuaweiAlle anzeigen
MatePad Pro Serie
MicrosoftAlle anzeigen
XiaomiAlle anzeigen
Kameras & ZubehörAlle anzeigen
ObjektiveAlle anzeigen
System & SpiegelreflexAlle anzeigen
WearablesAlle anzeigen
Fitness TrackerAlle anzeigen
SmartwatchesAlle anzeigen
Xiaomi
Konsolen & ZubehörAlle anzeigen
Lenovo Legion GoMSI Claw
NintendoAlle anzeigen
Nintendo Switch Lite
PlayStationAlle anzeigen
XboxAlle anzeigen
Audio & HiFiAlle anzeigen
KopfhörerAlle anzeigen
FairphoneGoogle
LautsprecherAlle anzeigen
Beats by Dr. DreGoogleYamahatonies
iPodAlle anzeigen

Handgeprüfte Gebrauchtware

Bis zu 50 % günstiger als neu

Der Umwelt zuliebe

Neuer Realismus in der französischen Architektur

ARCH+ Verlag GmbH (Taschenbuch, Deutsch)

Keine Bewertungen vorhanden
Optischer Zustand
Beschreibung
Editorial Von Anh-Linh Ngo, André Kempe, Melissa Koch Für ARCH+, ein Kind von 68, hat die französische Theorie – im Sinne der Stadtsoziologie und später des Poststruktu­ralismus – immer eine besondere Stellung gehabt. Die französische Architektur hingegen spielte kaum eine Rolle, abgesehen von Einzelpositionen wie Jean Nouvel, Dominique Perrault und Lacaton & Vassal. Dies liegt nicht etwa daran, dass in den letzten Jahrzehnten in Frankreich keine gute Architektur entstanden wäre. Vielmehr fehlte es von außen betrachtet an einem spezifischen diskursiven Beitrag, wie dies etwa bei der italienischen Architettura Razionale der Fall war. Die Situation hat sich im letzten anderthalb Jahrzehnt grundlegend gewandelt, nicht zuletzt, weil eine Architekturszene mit einer Dichte an Arbeiten entstanden ist, die im Ausdruck und in der Methodik über eine gewisse Kohärenz verfügt. Diese neue Generation knüpft an die rationalistische Tradition französischer Prägung an – eine Tradition, die in der Vergangenheit vielfach als trocken und akademisch verschrien war. Neu und aufregend an der heutigen Entwicklung ist die poetische Verwandlung dieses Rationalismus, die davon herrührt, dass sich diese Generation auf den Alltag und die Gesellschaft einlässt. Es ist kurzum eine Poesie, die auf der produktiven Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen, ökonomischen und technischen Produktionsbedingungen der Architektur, der Alltäglichkeit und Sachlichkeit ihrer Ausdrucksmittel basiert. So haben wir dieses Heft, das den Hauptvertreter*innen dieser Richtung gewidmet ist, mit dem Begriff des „Neuen Realismus“ überschrieben. Neuer Realismus meint hier die Aneignung und Transformation der Wirklichkeit durch Architektur – und damit ihre gesellschaftliche und politische Konnotierung ganz in der Tradition des französischen Realismus. Auch wenn sich im französischen Diskurs für die in Rede stehende Strömung die Bezeichnung „Neuer Rationalismus“ etabliert hat, insistieren wir mit dem Begriff des „Neuen Realismus“ auf der Besonderheit dieser Tendenz, die sich nicht allein im Stilistischen und Formalen erschöpft, wie es die Zuschreibung „rationalistisch“ suggerieren würde. Wir grenzen uns damit aber auch von der deutschen Lesart des Rationalismus ab, wie sie von konservativen Richtungen wie der Berlinischen Architektur propagiert wird, die sich eher auf Italien und weniger auf Frankreich beziehen und unter Missachtung des Sozialen das Tektonische und Überzeitliche betonen. In diesem Sinne steht die zeitgenössische französische Bewegung im Dialog mit anderen europäischen Entwicklungen. Schließlich gehören die hier besprochenen Büros zur „Generation Europa“, für die der Austausch auf europäischer Ebene seit ihrem Studium im Rahmen von Erasmus-Programmen oder Europan-Wettbewerben zum Selbstverständnis geworden ist. Teilweise setzen sich die Teams aus verschiedenen Nationalitäten zusammen. Diese Offenheit führt auch zu grenzübergreifenden Gemeinschaftsproduktionen. Auffällig ist dabei die Geistesverwandtschaft mit den gegenwärtigen Architekturentwicklungen in Flandern (vgl. ARCH+ 220: NORMCORE – Die Radikalität des Normalen in Flandern), die sich konkret auch in gemeinsamen Projekten wie zum Beispiel bei l’AUC, Bourbouze & Graindorge, Bruther oder Muoto mit belgischen Büros wie Baukunst, De Vylder Vinck Taillieu, OFFICE Kersten Geers David Van Severen oder 51N4E niederschlägt. Die Ergebnisse werfen auch die Frage nach nationalen Identitäten und deren schrittweisem Aufgehen in einer größeren, europäischen Identität auf. Für den französischen Kontext hat diese Entwicklung noch einen anderen, nicht unwichtigen Nebeneffekt: Indem diese Generation sich als Teil eines europäischen und internationalen Diskurskontinuums versteht, findet sie nicht nur eine eigene Ausdrucksform, sondern kann auch die in Frankreich traditionell starke Instrumentalisierung und formale Indienstnahme der Architektur durch die Politik abschwächen. Dieses Verhältnis wurde untermauert durch das sogenannte Architekturgesetz von 1977, mit dem die politisch-ideologische Einflussnahme auf Fragen der Baukultur institutionell weiter ausgebaut wurde, was die französische Architektur in den letzten Jahrzehnten anfällig für eine gewisse Form von Opportunismus und oberflächlichem Populismus gemacht hat. Sie spielte vor allem bei Wettbewerben geschmäcklerischen Entscheidungen von Lokal­politiker*innen in die Hand und begünstigte eine Form des zeitgenössischen „Beaux-Arts-Populismus“, der eine medienwirksame Bildkultur befördert. Die hier vorgestellten Praxen setzen sich davon ab, ihr Referenzrahmen bildet eher das Werk von Architekt*innen wie Jean Nouvel oder Lacaton & Vassal, die in Frankreich Ausnahmepo­si­tionen einnehmen, sowie Arbeiten von Pionieren der Moderne wie Jean Prouvé, Fernand Pouillon und Auguste Perret oder japanische Positionen. Neben den innerarchitektonischen Referenzen sind es vor allem die sozioökonomischen Rahmenbedingungen, die die Entwurfshaltung dieser Generation prägen. Denn wie überall sind auch in Frankreich die Architekt*innen mit Kostendruck, überbordenden bautechnischen Normen und zunehmenden Standardisierungen konfrontiert, die von vornherein viel Disziplin und eine „Ökonomie der Mittel“ in der Entwurfsstrategie erzwingen. Die junge Generation in Frankreich arbeitet innerhalb dieser engen Spielräume an einer „realistischen“ Architektur, die sich wieder vor allem auf die Struktur und die Konstruktion bezieht. Auch sichtbare Haustechnik wird von vornherein bewusst als entscheidendes Entwurfselement gesehen. Bautechnik an sich wird wieder in stärkerem Maße zelebriert. In ihrer Haltung zur Stadt zeigt sich die neue Architektur ebenfalls verändert: Sie hat sowohl aus dem postmodernen Stadt­diskurs der 1970er- und 80er-Jahre als auch dem globalisierten Metropolendiskurs der 1990er- und 2000er-Jahre Lehren gezogen und betrachtet Architektur wieder stärker als Werkzeug oder Rahmenwerk, das menschliche Aktivi­täten ermöglicht und zur Urbanität und Lebendigkeit der Stadt beiträgt. Sie folgt nicht mehr der rückwärtsgewandten Losung einer „Rückkehr zur Stadt“. Architektur und Stadtplanung dienen in diesem Sinne nicht mehr der Überschreibung, sondern der Akzeptanz des Bestehenden, das in seiner urbanen Eigenlogik gestärkt werden soll. Die neueren Büros widersetzen sich damit dem Populismus und Opportunismus der Vorgängergeneration und bieten einen realistischen Blick auf die Architektur und Stadt an – und haben interessanterweise damit auch noch Erfolg bei Wettbewerben. Darin liegt für die Architektur­kritikerin Françoise Fromonot eine Gefahr: Die Archi­tekt*innen lieferten unter dem Deckmantel des Realismus der vorherrschenden neoliberalen Austeritätspolitik nicht nur Argumente, sondern auch eine eigene Ästhetik frei Haus. Dies ist nicht gänzlich von der Hand zu weisen, doch die in dieser Ausgabe präsentierten realisierten Projekte zeigen, dass es nicht zwangsläufig so sein muss. Die Qualität der Arbeiten überzeugt, da die Architekt*innen den technischen und ökonomischen Einschränkungen eine beispielhafte, ja beinahe luxuriöse Architektur abtrotzen, und das vielfach im sozialen Segment. Die Gefahr der Vereinnahmung durch Markt und Politik wird auch dadurch minimiert, dass sich viele der Büros durch Studien zu bestimmten Aufgabenbereichen, wie etwa Sport (NP2F) oder Wohnungsbau (STAR), eine eigene Programmatik und entsprechende Entwurfsregeln erarbeiten, bevor sie diese in konkrete Planungen umsetzen. Das erinnert an das Vorgehen bei der PLUS-Studie von Lacaton & Vassal und Frédéric Druot zur Erhaltung und Adaptation der Großwohnsiedlungen der Nachkriegszeit. Indem sie sich eine Expertise erarbeiten, können Planer*innen eine Alternative vorschlagen und die Programmatik des Bauens mitbestimmen. Doch solange sich die Position der Architekt*innen innerhalb der Produktionsverhältnisse nicht grundlegend ändert, werden ihnen die Rahmenbedingungen von außen diktiert, oder wie es der Soziologe Jean-Louis Violeau in seiner luziden Analyse des Berufsstandes seit Mai 1968 schreibt: Der Architekt „produziert seine Arbeit für Andere, mit dem Geld der Anderen“. In dieser Zwangslage etwas zu schaffen, das nicht nur den Istzustand abbildet, son­dern einen Ausblick auf andere Lebensmodelle und ge­sellschaftliche Zusammenhänge bietet, ist seit jeher die schwierige Aufgabe von Architektur. Dass dies möglich ist, wird am Beispiel der neuen französischen Architektur in diesem Heft beleuchtet und diskutiert. Wichtige Vertreter der jungen Generation wie l’AUC, Bruther, Muoto und NP2F geben in ausführlichen Interviews Auskunft über ihre Haltungen und ihre Projekte nehmen breiten Raum ein. Daneben werden Anne Lacaton und Jean-Philippe Vassal sowie Finn Geipel von LIN, dem Grenzgänger zwischen Deutschland und Frankreich, als Ver­treter*innen der älteren Generation befragt, um Kontinuitäten und Unterschiede zur jüngsten Architekturentwicklung herauszuarbeiten. Dass bestimmte Denkmuster große Zeiträume überdauern, zeigt Jean-Louis Cohens Einbettung der neuen Strömung in eine Genealogie des französischen Rationalismus seit der Moderne. Wesentlicher Teil dieser Tradition ist, wie Cohen, Architekturhistoriker und Gründungsdirektor der Cité de l’Architecture et du Patrimoine in Paris, und auch Emmanuel Caille, Chefredakteur der Architekturzeitschrift d’a, es benennen, ein antiintellektuelles Klima, das Architektur als geistige Disziplin ablehnt. Dies ist ein wesentlicher Grund dafür, dass es in Frankreich keine starke Theorie gibt, zumal keine, die die junge Generation von Architekt*innen, die hier besprochen wird, geistig trägt und fördert. Deshalb sieht sich der Architekt Éric Lapierre in der Pflicht, neben seiner eigenen Büropraxis und Lehre durch Publikationen und Ausstellungen wie zuletzt auf der Architektur-Triennale in Lissabon mit dem Titel The Poetics of Reason (2019) eine solche Theorie zu formulieren. Entsprechend hat er sich als Stichwortgeber dieser Generation etabliert, der mit dem Motto der „Ökonomie der Mittel“ das theoretische Konstrukt für die Strömung liefert. Was darunter zu verstehen ist, skizziert er selbst in seinem Essay in dieser Ausgabe. Darüber hinaus wird sein bisher größtes Projekt präsentiert, das Studierendenwohnheim Chris Marker in Paris, parallel zu einem Interview mit dem Auftraggeber dieses Gebäudes, Rémi Feredj, damals Direktor der Immobilienabteilung des Pariser ÖPNV RATP, heutiger Direktor von Post Immo, dem Immobilienunternehmen der französischen Post und damit einer der größten öffentlichen Auftraggeber im Land. Dieser rechnet scharf ab mit den auch in Frankreich allgegenwärtigen Trends zu öffentlich-­privaten Partnerschaften (PPP) und spricht Klartext über die Realität der Wohnbauförderung, bei der private Projektentwicklungsgesellschaften durch Steuervergünstigungen indirekt subventioniert werden und der Staat damit letztendlich dem Profitstreben großer Konzerne in die Hände spielt. Die neoliberale Wende in der Architekturproduktion in Frankreich kommt in verschiedenen Beiträgen in dieser Ausgabe zur Sprache, zumal das Land eine starke Tradition professionell organisierter öffentlicher Wettbewerbe besitzt, die sich immer mehr zu einer durch private Investitionen dominierten Architekturproduktion verschiebt. Bei den Auftraggebern leistet die neoliberale Wende einer klaren Monopolisierung Vorschub, und das in einem Land, das durch seine ohnehin jahrhundertealten zentralistischen Strukturen eine sehr große Monopolisierung der Baubranche kennt. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass innerhalb dieses Machtgefüges die öffentliche Hand zumindest in den Metropolen den privaten Entwicklungen dennoch Qualität abzuzwingen versucht, was auch oft gelingt. Dieser Trend gipfelt in groß angelegten Massenwettbewerben wie zum Beispiel Réinventer Paris, Inventons la Métropole du Grand Paris oder 50.000 logements in Bordeaux, die gleichzeitig stark auf Stadtmarketing und den Verkauf schwieriger Grundstücke zum Füllen der Stadtkassen ausgerichtet sind. Zum Erzwingen von Qualität spielen in Frankreich Vertreter*innen des kulturellen Netzwerks bei der Auswahl von Projekten in Jurys sowie der Bevorzugung bestimmter Architekturen in den Städten eine Schlüsselrolle. Eine wichtige Basis hierfür ist der in Europa einzigartige Umstand, dass Architektur dem Kulturministerium untersteht. Diese Tatsache stärkt die Architektur, da ein kulturelles Argument in der quasiaristokratischen Politik immer noch stark zählt; doch zugleich schwächt sie dieser Umstand, da die Architekt*innen damit im eigentlichen Baugeschehen weniger ernst genommen werden. Diese Entwicklung ist eine direkte Folge von 68. In ein­em honorigen Akt der Selbstaufopferung, so Jean-Louis Violeau, haben sich die Architekt*innen selbst aus dem Spiel genommen. Doch statt einen ehrenwerten Tod zu sterben, wird ihnen selbst das Ende verwehrt: „Der Architekt bleibt am Leben, während er soziologisch gesehen tot ist.“ In seinem scharfen und scharfsinnigen Text zeichnet Violeau die Entwicklung der Architekturausbildung und des Berufsbildes in Frankreich als einen selbstzerstörerischen Prozess in Folge des Mai 1968 nach. „Direkt nach dem Mai 68 wäre der Tod des Architekten als Autor ein wahres Ereignis gewesen, aus dem etwas Neues hätte hervorgehen können, eine andere Geschichte und ein anderes Projekt, eine schicksalhafte Bestimmung. Doch statt kollektiver Kreativität, dem Traum der Linken, hat sich die Figur des marktkonformen Starchitekten durchgesetzt.“ Diese Diagnose trifft den Berufsstand ins Mark, doch lässt sie auch viele Entwicklungen außer Acht, die sich in den letzten Jahren, mit starken Referenzen an 68, in Form der engagierten Architektur entwickelt haben. In Frankreich sind das etwa Kollektive wie Exyzt, Encore Heureux oder Atelier d’architecture autogérée, die sich einer dezidiert partizipativen, gemeinschaftsorientieren und antiformalen Architektur verschrieben haben. Auch hier gibt es starke Parallelen zwischen Frankreich und Deutschland. Doch in dieser Ausgabe fokussieren wir auf eine architektonische Sichtweise, deren Erfolge vor allem im öffentlich geför­derten Sozialwohnungsbau zu sehen sind. Diese Bau­auf­gabe hat in Frankreich ungebrochen eine große Bedeutung für die gesamte Architekturproduktion und ist für Architekt*innen ein beliebtes Arbeitsfeld, anders als das Bauen für private Projektentwicklungsgesellschaften. Die Qualität der Projekte ist im Sozialwohnungsbau nahezu immer besser als die im privaten Markt. Andererseits verfügt der soziale Wohnungsbau über ein festgelegtes Regelwerk, das wie ein Korsett wirkt und kaum Innovation zulässt – ein Umstand, der seit vielen Jahren von Architekten wie Jean Nouvel und Lacaton & Vassal kritisiert wird. Die Qualität der hier vorgestellten Sozialen Wohnungsbauprojekte macht dennoch geradezu fassungslos – und neugierig. Was können deutsche Architekt*innen vom Neuen Realismus in Frankreich lernen – insbesondere vor dem Hintergrund der Wohnungskrise, in der wieder Quantität gegen Qualität ausgespielt wird? Letztendlich geht es uns hier um diese Frage, und weniger um den vergeblichen Versuch, einen neuen Trend auszurufen oder festzuschreiben. Diese Ausgabe wäre ohne die Initiative und engagierte Mitarbeit von André Kempe und dem Atelier Kempe Thill nicht möglich gewesen. Ihnen gilt unser großer Dank. Für die großzügige Förderung des Dialogs mit den in dieser Ausgabe beteiligten Büros danken wir sehr herzlich dem Fonds PERSPEKTIVE für zeitgenössische Kunst & Architektur des Bureau des arts plastiques des Institut français Deutschland, gefördert durch das französische Kulturministerium, das Institut français Paris und das Goethe-Institut.
Dieses Produkt haben wir gerade leider nicht auf Lager.
ab 14,69 €
Derzeit nicht verfügbar
Derzeit nicht verfügbar

Handgeprüfte Gebrauchtware

Bis zu 50 % günstiger als neu

Der Umwelt zuliebe

Technische Daten


Erscheinungsdatum
01.10.2020
Sprache
Deutsch
EAN
9783931435608
Herausgeber
Arch+
Sonderedition
Nein
Autor
ARCH+ Verlag GmbH
Seitenanzahl
240
Auflage
1
Einbandart
Taschenbuch
Autorenporträt
Atelier Kempe Thill wurde im Jahr 2000 von André Kempe und Oliver Thill in Rotterdam gegründet. Das international operierende Architekturbüro arbeitet mit derzeit rund 30 Mitarbeiter*innen an Projekten in den Niederlanden, Frankreich, Deutschland, Belgien, Österreich, der Schweiz, Marokko und Russland. Schwerpunkte sind neben kollektivem Wohnungsbau vor allem öffentliche Bauvorhaben wie Hochschulgebäude, Rathäuser und Kulturbauten. Das Büro ist um den Entwurf von Strukturen bemüht, die flexibel und öko­nomisch bleiben. Ziel ist eine „spezifische Neutralität”, eine Architektur, die die Vitalität unserer Zeit optimal zu bedienen und auszudrücken vermag. l’AUC wurde 1996 von Djamel Klouche, Caroline Poulin und François Decoster in Paris gegründet. Das europaweit tätige Architektur- und Stadtplanungs­büro, das 2020 mit Alessandro Gess als Partner erweitert wurde, arbeitet an Projekten unterschiedlichen Maßstabs, deren Gleichwertigkeit sie betonen. Das Herausarbeiten und Ausloten der wechselseitigen Beziehung von Architektur und Urbanismus bildet die Grundlage ihrer Entwurfspraxis, bei der es darum geht, jedes Projekt aus seiner situationsspezifischen Komplexität heraus zu entwickeln. L’AUC war 2005 Preisträger des Palmarès National des Jeunes Urbanistes. BAST Bureau Architectures Sans Titre, kurz BAST, wurde 2013 von Laurent Didier, Louis Leger und Mathieu Le Ny in Toulouse gegründet. Ihre Herangehens-weise ist von einem proaktiven Forschungsgeist bestimmt und stellt das Experiment mit den ver­schiedentlichen Potentialen eines Projekts in den Vorder-grund. Aus jedem einzelnen Entwurfsschritt gehen neue Lösungen hervor, die fortlaufend weiter befragt werden. Es ist also keine formale Methodik, son-dern ein intensiver Entwicklungsprozess, der ihren Projekten – zumeist Umbauten und Inter­ventionen im Bestand – zugrunde liegt und die Identität des Büros ausmacht. Bourbouze & Graindorge wurde 2005 von Gricha Bourbouze (* 1974) und Cécile Graindorge (* 1973) in Paris gegründet und ist seit 2010 in Nantes ansässig. Frühe Anerkennung fanden sie durch eine Reihe von kollektiven Wohnungsbauten, die sich durch ihren starken strukturellen Ansatz in der Gestaltung, ihre typologische Organisation und ihre Sensibilität für die Materialität auszeichnen. In jüngerer Zeit arbeiten sie an deutlich großmaßstäblicheren Projekten, die einen starken städtebaulichen Bezug haben. 2020 erschien ihre erste Monografie 1171 chambres. Bruther wurde von Stéphanie Bru und Alexandre Theriot 2007 in Paris gegründet. Bereits ihre ersten realisierten Projekte wurden für den Mies-van-der-Rohe-Preis nominiert und mit dem Silver Square Award ausgezeichnet. Derzeit arbeitet Bruther an Projekten in Frankreich, der Schweiz, Belgien und Deutschland. 2019 widmete El Croquis dem Büro eine monografische Ausgabe. Beide waren 2018 Gastprofessoren an der EPF Lausanne. Alexandre Theriot ist seit 2019 außerordent­licher Professor an der ETH Zürich. Emmanuel Caille (* 1962) ist Architekt und Architekturkritiker. Nach praktischen Erfahrungen in großen Architekturbüros in Paris gründete er 2002 die monatlich erschei-nende Zeitschrift d’architectures (d’a), die er seitdem als Chefredakteur leitet. Caille unterrichtete an diversen Architekturhochschulen in Frankreich, nimmt aktiv an öffentlichen Debatten teil und wird zu Wettbewerbsjurys im In- und Ausland eingeladen. Jean-Louis Cohen (* 1949) ist Architekt, Architekturhistoriker und seit 1994 Inhaber des Lehrstuhls für Architekturgeschichte am Institute of Fine Arts der New York University. Zu seinen bislang über 30 Büchern zählen France – Modern Architectures in History (2015), Le Corbusier – An Atlas of Modern Landscapes (2013), The Future of Architecture – Since 1889 (2012), Architecture in Uniform (2011) und Le Corbusier and the Mystique of the USSR (1992). Er kuratierte zahlreiche Ausstellungen, u. a. im Centre Pompidou in Paris, CCA in Montréal und MoMA in New York. 2014 war er Kurator des französischen Pavillons der Architekturbiennale in Venedig. Sophie Delhay (* 1974) ist Architektin und unterrichtet an der ENSA de Versailles. In ihrer Architektur wird gemeinschaftliches Leben zur Grund­voraussetzung dafür, wie Landschaft, Stadt und Architektur gestaltet werden. Im Jahr 2019 gewann sie für ihren Sozialwohnungsbau Unité(s) – La Quadrata Residence in Dijon den Prix de l’Équerre d’Argent in der Kategorie Wohnungsbau. Rémi Feredj (* 1958) ist Direktor der Immobiliensparte von La Poste, Frankreichs staatlichem Post­unternehmen. Außerdem steht er ihrem Tochterunternehmen Poste immo als Geschäftsführer vor, das für Projekt­entwicklungen zuständig ist und 900 Mitarbeiter*innen beschäftigt. Zuvor leitete Feredj den Immobilienbe-reich des staat­lichen Konzerns RATP, der die öffentlichen Verkehrsmittel in Paris und dem Umland betreibt. Er ist Vizepräsident der International Urban Development Association. Françoise Fromonot (* 1958) ist Architektin, Architekturkritikerin und Professorin für Entwurf, Geschichte und Theorie an der ENSA Paris-Belleville. In ihren Büchern La Campagne des Halles (2005) und La Comédie des Halles (2019) unterzog sie dieses Pariser Stadterneuerungsprojekt einer kritischen Betrachtung, Trans-forming Landscapes (2020) ist eine Monografie über den französischen Landschaftsarchitekten Michel Desvigne. Sie ist Gründungsmitglied und Contribu-ting Editor der Architektur­zeitschrift criticat, die 2016 eine Auswahl von Beiträgen aus ihren ersten 10 Ausgaben in englischer Sprache unter dem Titel Yours critically veröffentlichte. Finn Geipel (* 1958) ist Architekt und Urbanist. Von 1987 bis 2001 leitete er das Büro Labfac in Paris und seit 2001 das Büro LIN Architekten Urbanisten mit Standor-ten in Berlin und Paris. Er war Gastprofessor an der ESA Paris, der ESARQ Barcelona, der Columbia University New York und am MIT in Cambridge, und ist seit 2000 Professor für Architektur an der TU Berlin, wo er das Labor für integrative Architektur (LIA) leitet. Für seine Städtebauprojekte und Realisatio-nen in Frankreich wurde er zum Chevalier de la Légion d’Honneur und Chevalier des Arts et des Lettres ernannt. GRAU ist ein Architektur- und Stadt­planungsbüro, das 2010 in Paris gegründet wurde und von Susanne Eliasson und Anthony Jammes geleitet wird. Mit Projekten in Frankreich und Europa, und einer starken Expertise im Wohnungsbau, arbeitet das Büro im Spannungsfeld zwischen Architektur und Städtebau. 2016 wurde GRAU mit dem Palmarès des Jeunes Urbanistes des französischen Ministeriums für Wohnungsbau ausgezeichnet. Inessa Hansch (* 1970) ist Architektin und gründete 2007 in Paris ihr Büro Inessa Hansch Architecte. Mit einem Augenmerk auf dem Maßstab und der Bewegung des menschlichen Körpers im Raum gestaltete sie öffentliche Räume in Le Havre, Caen, Versailles und Luxemburg. Vor kurzem wurde sie vom Stadtplanungsamt der nordfranzösischen Region Artois mit der Leitung eines Forschungsprojekts über neue Wohnformen für den Großraum Artois beauftragt. André Kempe (* 1968) hat Architektur und Städtebau an der TU Dresden sowie in Paris und Tokio studiert. Gemeinsam mit Oliver Thill gründete er im Jahr 2000 in Rotterdam das Architekturbüro Atelier Kempe Thill Architects and Planners. Er war Gastprofessor an verschiedenen europäischen Architekturschulen, u. a. an der TU Delft, Academie van Bouwkunst Arnhem, Academie van Bouwkunst Rotterdam, EPF Lausanne, PBSA Düsseldorf und TU Berlin. Seit September 2020 hat er gemeinsam mit Oliver Thill eine Professur an der Leibniz Universität Hannover inne. Er ist seit 2016 Vorstandsmitglied von Europan NL. John Klepel (* 1982) ist Architekt. Gemeinsam mit Finn Geipel befasst er sich schwerpunktmäßig mit Strategien für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung. Nach meh-reren Forschungsprojekten zu Gebäudetypologien und urbaner Dichte an der TU Berlin (2006–09) leitet er seit 2009 Studien, Wettbewerbe und Realisie-rungsprojekte bei LIN mit Fokus auf urbanen Wohnungsbau. Seit 2013 arbeitete er u. a. am Bremer Punkt, einem seriellen Pilotprojekt für flexiblen Woh-nungsbau, das 2017 beim Deutschen Archit­ekturpreis und 2018 beim Deutschen Bauherrenpreis ausgezeichnet wurde. Lacaton & Vassal wurde 1987 von Anne Lacaton (* 1955) und Jean-Philipp Vassal (* 1954) gegründet. Lacaton ist seit 2017 Professorin an der ETH Zürich, Vassal unterrichtet sei 2012 als Pro­fessor an der UdK Berlin. Schlüsselprojekte sind u. a. der Umbau des Palais de Tokyo in Paris (2012), der Neubau der ENSA Nantes (2009), und der soziale Wohnungsbau der Cité Manifeste in Mulhouse (2005). In der Studie PLUS: Les grands ensembles de logements – Territoire d’exception setzten sie sich intensiv mit dem Großwohnungsbau der Nach­­kriegs­moderne aus­einander. Ihnen wurden zahl­reiche nationale und inter­nationale Preise verliehen, darunter der EU Mies van der Rohe Award 2019 und der Global Award for Sustainable Architecture 2018. Éric Lapierre (* 1966) ist Architekt, Theoretiker, Autor und Kurator und lebt in Paris, wo er sein Büro Éric Lapierre Experience (ÉLEX) mit seinen beiden Partnern Tris-tan Chadney (* 1988) und Laurent Esmilaire (* 1986) leitet und Projekte europaweit realisiert. Sie schaffen tektonische Objekte, die sich durch ihre mate-rielle wie formale Qualität (Ratio­nalität) und auch ihre theoretische Dimension auszeichnen. Éric Lapierre ist Professor für Entwurf und Theorie an der EPF Lausanne und an der ENSA Paris-Est und Gastkritiker an der Harvard GSD. 2019 war er Chefkurator der Architekturbiennale in Lissabon mit dem Titel The Poetics of Reason, wo er mit der Ausstellung „Economy of Means“ den Begriff der „Ökonomie der Mittel“ in den inter­nationalen Architekturdiskurs einführte. LIST ist ein Architekturbüro mit Sitz in Paris, das 2012 von Ido Avissar (* 1972) gegründet wurde. An der Schwelle von angewandter Architektur und Forschung positioniert sich LIST zwischen den Disziplinen Architektur, Urbanismus, Landschaft und Entwurf und somit außerhalb des vorgegebenen Rahmens. Ido Avissar leitet das Masterprogramm Fragments an der ENSA Paris-Est und ist Gastprofessor am Berlage Institut in Delft. Muoto wurde 2003 von Gilles Delalex und Yves Moreau in Paris gegründet und arbeitet in den Bereichen Architektur, Stadtplanung und wissenschaftlicher For-schung. In ihren Projekten entwerfen sie oft sehr minimale Strukturen, die es erlauben, verschiedene Nutzungen zu kombinieren und wirtschaft­liche mit ästhetischen Aspekten zu vereinen. Gilles Delalex unterrichtet an der ENSA Paris-Malaquais, Yves Moreau an der PBSA Düsseldorf. Muoto wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter Silber beim Holcim Award 2014, mit dem Prix de l’Équerre d’Argent 2016 und dem Prix Dejean 2019 der Académie d’Architecture. Anh-Linh Ngo (* 1974) ist Architekt, Autor und Mitheraus­geber von ARCH+. Er war Mitbegründer der internationalen Initiative projekt bauhaus, die sich von 2015–19 mit Symposien, Workshops, Pop-up-Ausstellungen und einer Performance kritisch mit den Ideen des Bauhaus auseinandersetzte. 2010–16 war er Mitglied des Kunstbeirats des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen), für das er 2009 die Wanderausstellung Post-Oil City entwickelte. 2018 hatte die von ihm mitinitiierte und kuratierte ifa-Ausstellung An Atlas of Commoning – Orte des Gemeinschaffens in Berlin Premiere und tourt seitdem für 10 Jahre weltweit. Er ist Kuratoriumsmitglied der IBA 2027 Stadt-Region Stuttgart. Armand Nouvet (* 1964) ist Architekt und Stadtplaner und absolvierte den Diplomstudiengang für Geschichte der zeitgenössischen Architektur an der Sorbonne. Seit 2000 unterrichtet er Architektur, zuerst an der ENSA Paris-Malaquais, dann an der ENSA Nantes und derzeit an der ENSA Paris-Belleville. 2011 gründete er sein Architekturbüro in Paris mit einem Fokus auf Projekten des sozialen Wohnungsbaus. NP2F ist ein von François Chas, Nicolas Guérin, Fabrice Long und Paul Maitre Devallon im Jahr 2009 gegründetes Architekturbüro in Paris. Schwerpunkte sind Wohnungsbau, Kultur- und Hochschulgebäude, Sport­stätten sowie Projekte im öffentlichen Raum. 2014 kuratierten sie gemeinsam mit Thierry Mandoul im Pavillon de L’Arsenal in Paris die Ausstellung Sports – Portrait d’une Métropole. Beatriz Ramo (* 1979) ist Architektin und Stadtplanerin und gründete 2006 ihr Büro STAR strategies + architecture in Rotterdam. Seit 2012 liegt der Fokus ihrer Arbeit auf Wohnbau im Kontext des Pariser Großraums, wo STAR derzeit das experimentelle Wohnbauprojekt LOT 3H in Ivry-sur-Seine entwickelt. Ramo war von 2012 bis 2016 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von AIGP – Atelier International du Grand Paris. Seit 2008 ist sie Managing und Contributing Editor der Zeitschrift MONU. Septembre ist ein 2010 gegründetes Büro für Architektur und urbane Strategien, dem Lina Lagerström, Memia Belkaid, Sami Aloulou, Emilia Jansson und Dounia Hamdouch angehören. Mit biografischen Hintergründen in Nordafrika, Skandinavien und Deutschland und Ausbildungen in Architektur, Stadtplanung und Innenarchitektur können sie auf einen reichen Er­fahrungsschatz zurückgreifen, der ihr Denken und Handeln bestimmt. Sie verfolgen einen kontextbezogenen Architekturansatz, bei dem die genaue Auseinandersetzung mit den Bedingungen des jeweiligen Ortes die Voraussetzung für ihre subtilen räumlichen Interventionen bilden. Jean-Louis Violeau (* 1969) ist Soziologe, Professor an der ENSA Nantes und forscht am Centre de Recherche Nantais Architectures Urbanités. Er ist Autor von L’utopie et la ville (2013), Les architectes et Mai 81 (2011), Les architectes et Mai 68 (2005) und Quel enseignement pour l’architecture (1999), und gab mit Craig Buckley die Anthologie Utopie – Texts and Projects: 1967–1978 (2011) heraus. 2018 kuratierte er mit Caroline Maniaque und Eléonore Marantz die Ausstellung Mai 68 — l’architecture aussi! in der Cité de l’Architecture et du Patrimoine in Paris. Derzeit arbeitet er an einem Band zur „postmodernen“ Pariser Architektur.

Hersteller: ARCH+ Verlag GmbH, Friedrichstraße 23a, Berlin, Deutschland, 10969, vertrieb@archplus.net, Arno Löbbecke

Warnhinweise und Sicherheitsinformationen

Informationen nach EU Data Act

-.-
Leider noch keine Bewertungen
Leider noch keine Bewertungen
Sicher bei rebuy kaufen
Schreib die erste Bewertung für dieses Produkt!
Wenn du eine Bewertung für dieses Produkt schreibst, hilfst du allen Kund:innen, die noch überlegen, ob sie das Produkt kaufen wollen. Vielen Dank, dass du mitmachst!
Sicher bei rebuy kaufen